Welt: Was wir aus dem AWO-Skandal lernen

Über Jahre hinweg sollen sich Verantwortliche der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Frankfurt und Wiesbaden persönlich an den Geldern der Organisation bereichert haben. In einem Gastbeitrag für die Tageszeitung „Die Welt“ schreibt Rupert Graf Strachwitz, Politikwissenschaftler und Direktor des Maecenata-Instituts für Philanthropie und Zivilgesellschaft, darüber, welche Lehren aus dem Skandal zu ziehen seien:

„Schuld trägt auch der Gesetzgeber, der die seit Jahrzehnten von Experten eingeforderte Verbesserung der Transparenz und öffentlichen Verantwortlichkeit steuerbegünstigter Körperschaften nicht umgesetzt hat.“ Es könne nicht sein, „dass Organisationen, die von sich selber sagen, sie täten für die Allgemeinheit etwas Gutes, dieser Allgemeinheit nicht sagen müssen, was sie tun, woher sie die Mittel dafür haben und wie die Entscheidungen dafür zustande kommen.“ Es sei „höchste Zeit, verpflichtende und einheitliche Transparenzvorschriften zu erlassen, die es jedermann erlauben, das Finanzgebaren dieser Körperschaften zu überprüfen.

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, Ausgabe 207 Januar 2020