Wie Engagement für Geflüchtete dauerhaft bleibt

Neben dem persönlichen Einsatz einzelner Engagierter sind gute Kooperationen mit etablierteren Partnern wesentlich, um aus spontanen Hilfsinitiativen langfristig tragfähige Gemeinschaften zu machen. Diese Schlüsselfaktoren hat die Studie „Civic Refugee Report: The Shifting Landscape of Pro-Refugee Communities in Germany After 2015“ identifiziert. Sie untersuchte, was aus dem zivilgesellschaftlichen Engagement für Geflüchtete 2015 wurde, und fand heraus: Bei der Kooperation zwischen hauptamtlich geführten Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände und ehrenamtlichen Initiativen kam es darauf an, gegenseitiges Verständnis für die unterschiedlichen Arbeitsweisen zu entwickeln. Außerdem konnten dauerhafte zivilgesellschaftliche Hilfsgemeinschaften entstehen, wenn die Kommunalverwaltungen sie mit Räumen und finanziell unterstützten und ein Schulterschluss stattfand. Die ehrenamtlichen Initiativen hatten schlechte Chancen, sich weiterzuentwickeln, oder gaben frustriert auf, wenn sie von dominierenden etablierten Organisationen und der Kommunalverwaltung ignoriert wurden. Die Studie von Clara van den Berg vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) ist eine Dissertation und sie wurde im Juli 2025 veröffentlicht.

Zur Studie

, Ausgabe 270 September 2025, Wissen
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