Eine Lanze für Nichtregierungsorganisationen (NGO) brach Anne Brorhilker von der Organisation „Finanzwende“ in der WirtschaftsWoche. Sie zu „delegitimieren, zu diffamieren und finanziell auszutrocknen ist Teil der Strategie autoritärer Kräfte“, so Brorhilker. Doch in Wahrheit seien NGOs keine Bedrohung der Demokratie, sondern „wichtiger Teil dieses Systems, das auf Kontrolle und Ausgleich ausgelegt ist.“ Sie hinterfragten Regierungshandeln, informierten die Öffentlichkeit und zögen gegebenenfalls vor Gericht. „Und sie können Korrekturen anregen, wenn Lobbyverbände aus wirtschaftlichen Interessen Gesetze durchgesetzt haben, die den Staat finanziell schwächen.“ Demokratie lebe von Beteiligung und Organisationen, die für die eigenen Belange einstünden: Eine Kultur, die schließlich auch von anderen gepflegt wird, wie Brorhilker mit Hinweis auf Wirtschaftsverbände und ihre erheblichen Aufwendungen für Lobbyarbeit argumentierte. Ihr Gastkommentar erschien am 26. April 2026 unter dem Titel „Was der Bankenverband darf, darf eine NGO noch lange nicht?“
WirtschaftsWoche: Keine Angst vor NGOs
, Ausgabe 277 Mai 2026