WZB-Mitteilungen: „Bürgerengagement ist etwas Fragiles“ – Interview

Die Zivilgesellschaft hat in einer Zeit voller Herausforderungen mit einer Vertrauenskrise und daraus erwachsenden Verschwörungstheorien zu kämpfen. Der Staat macht es ihr auch nicht leichter, wie sich in der Corona-Pandemie zeigte: „Die Zivilgesellschaft ist immer mehr zum Opfer der Pandemie-Politik geworden“, sagte Prof. Dr. Edgar Grande im Interview mit den WZB Mitteilungen des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung Berlin (WZB), wo er in den vergangenen Jahren als Gründungsdirektor des Zentrums für Zivilgesellschaftsforschung amtierte (bürgerAktiv berichtete Ausgabe 184 November-Dezember 2017 https://www.aktive-buergerschaft.de/neues-zentrum-in-berlin-und-neues-bundesinstitut/). Viele Bereiche der Zivilgesellschaft stünden jetzt vor dem Problem, wie sie Mitglieder wieder aktivieren und finanzielle Einbußen durch fehlende Veranstaltungen ausgleichen könnten. Für die einzelnen Menschen sei Sicherheit künftig nur durch Bildung im Sinne von Befähigung herzustellen. Bildungspolitik werde im 21. Jahrhundert an die Stelle von Sozialpolitik rücken. Das Interview „Die Welt ist aus den Fugen“ führte die Chefredakteurin der WZB-Mitteilungen, Gabriele Kammerer, anlässlich des Abschieds von Grande als Gründungsdirektor des Zentrums für Zivilgesellschaftsforschung.

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