Russland, Ukraine: Zwischen Repression und Wertschätzung

Die zivilgesellschaftlichen Organisationen in Russland sind durch die staatlichen Repressionen unter Druck geraten und stoßen auch in der Zivilgesellschaft auf Skepsis. In der Ukraine dagegen füllen sie Versorgungslücken, die die Schwäche des Staates aufreißt, und ernten dafür Anerkennung. Das Verhalten des jeweiligen Staates sei „der Hauptfaktor, der für die heutigen Divergenzen zwischen der russischen und der ukrainischen Zivilgesellschaft verantwortlich ist“, analysiert Susan Stewart von der Stiftung Wissenschaft und Politik in ihrer Studie „Zivilgesellschaft in Russland und der Ukraine“, mit der sie Ansätze zur Unterstützung aus Westeuropa zu identifizieren sucht. Demnach zeigt die Politik der russischen Regierung Wirkung, die ausländische Finanzierung zivilgesellschaftlicher Organisationen zu unterbinden, vor allem bei Organisationen, die Menschenrechte einfordern. In der Ukraine sind die Rahmenbedingungen engagementfreundlicher, es mangelt aber an Geld.

, Ausgabe 174 Januar 2017
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