Zukunft und Zivilgesellschaft

11. März 2020, von 10:45 bis 16:45 Uhr in der DZ BANK Berlin

    Unter dem Titel „Zukunft und Zivilgesellschaft“ findet am 11. März zum vierten Mal das Forum Aktive Bürgerschaft statt. Es wendet sich an Fach- und Führungskräfte aus gemeinnützigen Organisationen, Engagementberater und -agenturen, Weiterbildner, Netzwerker und Journalisten, an Engagementförderer aus Politik und Wirtschaft, Schule und Verwaltung, an Wissenschaftler und alle, die Zivilgesellschaft besser gestalten wollen. Sie erwarten unterschiedliche Formate – vom Impulsvortrag bis hin zur Diskussionsrunde -, in denen verschiedene relevante Themen zur Sprache kommen.

    Wir beginnen mit kurzen Einführungstalks zu gesellschaftlichen Spannungsfeldern: Digitalisierung und Meinungsfreiheit, Demokratie und Journalismus, Bildung und Engagement sowie Zivilgesellschaft und Regulierung. In zwei Debatten soll es anschließend um die hochaktuellen Fragen gehen, wie politisch gemeinnützige Organisationen sein dürfen und ob die geplante Engagementstiftung des Bundes der Zivilgesellschaft nützt. In einer Podiumsdiskussion laden wir Vertreter der Zivilgesellschaft und der Politik schließlich dazu ein, sich auszutauschen über die Herausforderungen, vor denen Engagierte und gemeinnützige Organisationen stehen, sowie über gute und schlechte Rahmenbedingungen für ihr Engagement.

    Wir geben Zukunftsthemen ein Forum - Zivilgesellschaft mitgestalten!

    Forum Aktive Bürgerschaft 2020 – Zukunft und Zivilgesellschaft.
    Mittwoch, 11. März 2020, von 10:45 bis 16:45 Uhr in der DZ BANK Berlin, Pariser Platz 3, 10117 Berlin.
    Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

    Das Programm

    10.00 Uhr Eintreffen, Kaffee und Croissants, Gespräche …

    10.45 Uhr Begrüßung und Einführung: Dr. Cornelius Riese, Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung Aktive Bürgerschaft und Co-Vorstandsvorsitzender der DZ BANK

    11.00 Uhr Forum-Talks: Gesellschaftliche Entwicklungen

    Gesellschaftliche Entwicklungen wie die Digitalisierung, die Umbrüche in der Medienlandschaft, neue Anforderungen an Bildung (und Schule) und die staatliche Engagementpolitik haben Auswirkungen auf die Zivilgesellschaft. Vier Expertinnen und Experten aus Gesellschaft und Wissenschaft beleuchten diese Themenfelder in pointierten 15-minütigen Vorträgen. Im Anschluss stellen sie sich den Fragen unserer Moderatoren Prof. Dr. Annette Zimmer und Dr. Peter Hanker.

    • Meinungsfreiheit im digitalen Zeitalter: Christopher Lauer, Berater und „Experte für Dinge, die mit dem Internet zu tun haben“.
      Die Meinungsfreiheit ist ein wichtiges Gut. Für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für zivilgesellschaftliche Organisationen. Welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Meinungsfreiheit hat, ist das Thema von Christopher Lauer.
    • Kritische Öffentlichkeit und Journalismus: Stephanie Reuter und Lukas Harlan, Experten für gemeinnützigen Journalismus.
      Demokratie braucht kritischen und Orientierung bietenden Journalismus. Die Geschäftsmodelle der Medien sind unter Druck geraten. Über die Chancen gemeinnütziger Medienangebote sprechen Lukas Harlan, Programmleitung Schöpflin Biotop & Gemeinnütziger Journalismus der Schöpflin Stiftung und Stephanie Reuter, Geschäftsführerin der Rudolf Augstein Stiftung.
    • Zeit für neue Visionen und Utopien: Aileen Moeck, Futuristin, Gründerin Die Zukunftsbauer.
      Menschen müssen zu Gestaltern ihrer und unserer Zukunft werden. Die Zukunftsbauer wollen dabei helfen und setzen bei Schulen an. “Futures Friday” und Innovationsbudgets für Schulen sind die Anliegen von Aileen Moeck.
    • Regulierung der Zivilgesellschaft: Prof. Dr. Michael Vilain,  Professor an der Evangelischen Hochschule Darmstadt und Direktor des Instituts für Zukunftsfragen
      Politik und Verwaltung gestalten die Rahmenbedingungen für Engagement und gemeinnützige Organisationen. Die Kehrseite der Förderung ist eine zunehmende Regulierung der Zivilgesellschaft. Über die Folgen spricht Michael Vilain.

    Nachgefragt bei den Rednern: Prof. Dr. Annette Zimmer und Dr. Peter Hanker.
    Annette Zimmer ist stellv. Vorsitzende des Stiftungsrats der Aktiven Bürgerschaft und Zivilgesellschaftsforscherin an der Universität Münster. Peter Hanker ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung Aktive Bürgerschaft und Sprecher des Vorstands der Volksbank Mittelhessen.

    12.45 bis 14.00 Uhr Lunch-Pause

    14.00 Uhr Forum-Debatten: Förderung und Rahmenbedingungen

    Die Zivilgesellschaft braucht die richtige Förderung und gute Rahmenbedingungen, um einen positiven Beitrag für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu leisten. Was richtig und gut ist, darüber gibt es kontroverse Auffassungen. Die unterschiedlichen Perspektiven debattieren jeweils zwei ausgewiesene Kenner der Materie.

    • Sollen gemeinnützige Organisationen auch allgemeinpolitisch handeln dürfen?
      Dr. Michael Ernst-Pörksen (Dipl. Volkswirt, C.O.X. Steuerberatungsgesellschaft und Treuhandgesellschaft mbH) und Stefan Diefenbach-Trommer (Allianz Rechtssicherheit für politische Willensbildung)
      Die Aberkennung der Gemeinnützigkeit beim globalisierungskritischen Netzwerk attac hat zu einer Grundsatzdebatte über das Verhältnis von Zivilgesellschaft und Staat geführt. Daneben sind aber auch komplexe steuerrechtliche Regelungen und Nebeneffekte zu beachten.
    • Nützt die Engagementstiftung des Bundes dem Bürgerengagement?
      Markus Priesterath (Referatsleiter im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat) und Dr. Stefan Nährlich (Geschäftsführer der Stiftung Aktive Bürgerschaft)
      Die Bundesregierung will mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt das Bürgerengagement stärken. Die Zivilgesellschaft kritisiert die Ausrichtung der Stiftung: zu viel Behörde, zu wenig Förderung, keine Partnerschaft auf Augenhöhe.

    Moderation: PD Dr. Rudolf Speth, Politikwissenschaftler und Mitglied des Stiftungsrats der Stiftung Aktive Bürgerschaft.

    15.00 Uhr kurze Pause

    15.15 Uhr Forum-Dialog: Engagement vor Ort

    Bürgerstiftungen und Schulen mit ihren Service-Learning-Projekten (und außerschulischen Partnern) fördern Engagement und stärken die Demokratie. Ihnen widmen wir dieses Forum für die Basis.

    Im Dialog mit Vertretern von Regierung und Opposition geht es darum, was Bürgerstiftungen und Service Learning bewirken, mit welchen Herausforderungen Engagierte und gemeinnützige Organisationen in Zukunft umgehen müssen und welche Folgen schlechte Rahmenbedingungen vor Ort haben.

    Grigorios Aggelidis (MdB, Familienpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion der Freien Demokraten), Dr. Helge Braun (MdB, Bundesminister für besondere Aufgaben, Chef des Bundeskanzleramts und Mitglied des Stiftungsrats der Stiftung Aktive Bürgerschaft), Barbara Kremers-Gerads (ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Neuss), Susanne Rindt (Leiterin der Abteilung Engagementförderung im AWO Bundesverband), Steffen Schröder (hauptamtlicher Geschäftsführer der Bürgerstiftung Berlin), Claus Schrichten und Pascal Rehr (Lehrer und Schüler an den Kaufmännischen Schulen Rheine).

    Moderation: Dr. Holger Backhaus-Maul (Soziologe an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Mitglied des Vorstands der Stiftung Aktive Bürgerschaft) und Christiane Biedermann (Leiterin Weiterbildung der Stiftung Aktive Bürgerschaft)

    16:30 Uhr Schlussworte und Ausblick

    Dr. Peter Hanker und Dr. Stefan Nährlich

    16:45 Uhr Ende der Veranstaltung

    Das war das Forum Aktive Bürgerschaft 2018 - Impressionen

    Engagement fördern,
    aktuelle Herausforderungen anpacken

    Engagement fördern, aktuelle Herausforderungen anpacken: Darum ging es beim Forum Aktive Bürgerschaft 2018 am 23. März 2018 in Berlin. Hier können Sie unsere Presse-Information zur Veranstaltung und unseren Veranstaltungsbericht lesen. Die beiden Hauptdiskussionen können Sie im Video nachverfolgen. Eine Dokumentation über die diskutierten Themen wird ab Sommer 2020 verfügbar sein.

    Das war das Forum Aktive Bürgerschaft 2016 - Impressionen

    20 Jahre Bürgerstiftungen
    Erfolgreich und zukunftsorientiert

    Begrüßung
    Dass die Genossenschaftsbanken in Deutschland Bürgerstiftungen fördern, hat einen guten Grund: Im Konzept dieser ‚Stiftungen von Bürgern für Bürger‘ liegt eine große Nähe zum genossenschaftlichen Selbstverständnis. Nicht zuletzt deshalb sind vor Ort sehr viele Genossenschaftsbanken unter den Stiftern und Spendern und Bankangehörigen ehrenamtlich engagiert. Darauf sind wir sehr stolz und das soll natürlich den Verdienst aller anderen Aktiven und Förderer in keinster Weise schmälern. Allen Bürgerstiftungen in Deutschland wünsche ich eine weiterhin gute Entwicklung. Auf die Stiftung Aktive Bürgerschaft können Sie dabei als Partner stets zählen. Werner Böhnke, Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Aktive Bürgerschaft

    Allen Bürgerstiftungen in Deutschland wünscht Werner Böhnke eine weiterhin gute Entwicklung. Auf die Stiftung Aktive Bürgerschaft können sie dabei als Partner stets zählen, so der Vorsitzende des Stiftungsrates.

    Bürgerstiftungen in Deutschland: Die Anfänge
    Aus der Praxis heraus entsteht ein neues Stiftungsmodell. Die ersten Satzungen und die „10 Merkmale“ werden verfasst. Welche Erfolge und Probleme gab es, was haben die Bürgerstiftungs-Pioniere bis heute erreicht und was beschäftigt sie jetzt? Darüber sprachen Friedemann Walther und Manfred Wortmann mit Ehren- und Hauptamtlichen aus Bürgerstiftungen.

    Bei uns herrschte am Anfang Geldnot, aber es gab viele Menschen, die mitanpacken wollten. Und entsprechend waren die Gremien auch besetzt. Von Anfang an haben wir aber immer den Anspruch gehabt, trotz der Geldknappheit auch ein professionelles, hauptamtlich besetztes Büro zu haben - also nicht nur vom Wohnzimmer von Zuhause aus zu arbeiten, sondern richtig mit Büroräumlichkeiten und einem Sekretariat. Dorothea Jäger, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Hannover

    Für uns als Bürgerstiftung ist es bis heute in einer Stadt wie Hamburg, die eine sehr ausgeprägte Stiftungslandschaft hat, eine Herausforderung, wahrgenommen zu werden. Beigetragen zu einer zunehmenden Wahrnehmung, an der wir aber immer noch arbeiten müssen, hat eine Entscheidung des damaligen Vorstands, den Grundsatz ``Wirkung durch Fokussierung``, also einen Schwerpunkt, umzusetzen. Ein weiteres wichtiges Element war, dass wir schon seit dem Jahr 2000 in Kooperationen gedacht haben. Das hat mit eine große Rolle gespielt. Birgit Schäfer, Vorstandsvorsitzende der BürgerStiftung Hamburg

    Im Forum Aktive Bürgerschaft 2016 blickten wir auf 20 Jahre Erfolgsgeschichte Bürgerstiftungen zurück und haben gleichzeitig neue Herausforderungen und Perspektiven in den Blick genommen. Es kamen Stifter mit ihren Motiven und Anliegen zu Wort, wir stellten die Ergebnisse unserer Bevölkerungsumfrage vor und diskutierten mit Werbern und Beratern, wie man potentielle Stifter erreichen kann. Vor welchen Herausforderungen unser Land steht und wie Bürgerstiftungen ihre Kraft zur Mitgestaltung der Zukunft am besten entfalten können, war unser Abschlussthema beim Forum Aktive Bürgerschaft 2016.

    Aus der Praxis heraus entsteht ein neues Stiftungsmodell. Tagesschau-Sprecherin Susanne Daubner gratulierte mit einer fiktiven Meldung zur Gründung der ersten Bürgerstiftung in Deutschland.

    Stifter: Was bewegt sie und wie können Bürgerstiftungen unterstützen?
    Vom Taschengeld bis zum Millionenerbe, viele Menschen engagieren sich für und durch Bürgerstiftungen. Was treibt sie an, was wollen sie erreichen? Macht Stiften in Zeiten niedriger Zinsen Sinn? Was bieten Bürgerstiftungen Stiftern an Unterstützung und Begleitung an? Darüber sprach Susanne Kessen mit ihren Gästen.

    Ich bin kein Vereinsmeier, hatte immer wenig Zeit, weil ich beruflich weltweit unterwegs war. Vereine haben Ziele, das waren nicht immer meine. Nur halbherzig mitmachen wollte ich aber auch nicht. Bei der Bürgerstiftung ist das anders. Hier kann sich jeder mit seinen Ideen einbringen oder Themen suchen, die man unterstützen will. Man ist Teil einer Gruppe, muss aber nicht bei allem mitmachen. Deshalb geht ein Teil meiner Lizenzeinnahmen direkt an die Bürgerstiftung. Uwe Stadter, Stifter und Spender bei der Bürgerstiftung Wiesloch

    Vom Taschengeld bis zum Millionenerbe, viele Menschen engagieren sich für und durch Bürgerstiftungen. Was treibt sie an, was wollen sie erreichen? Macht Stiften in Zeiten niedriger Zinsen Sinn? Was bieten Bürgerstiftungen Stiftern an Unterstützung und Begleitung an? Darüber sprach Susanne Kessen mit ihren Gästen.

    Der Ingenieur und Erfinder Uwe Stadter stiftete ein Teil seiner Lizenzeinnahmen an die Bürgerstiftung Wiesloch.

    Wie erreicht man potentielle Stifter, wie lenkt man die Aufmerksamkeit auf die Bürgerstiftung? Helfen Werbung oder der Weg über Berater rund um das Thema Geld und Steuern? Was wissen die Menschen in Deutschland über Bürgerstiftungen?

    Fast alle Befragten meinen, dass Bürgerstiftungen einen positiven Beitrag für das Gemeinwohl leisten. Dass jeder sich hier engagieren kann, komme noch nicht richtig rüber, sagte Stefan Nährlich, Geschäftsführer der Aktiven Bürgerschafts. Dabei seien Bürgerstiftungen die Mitmach-Stiftungen.

    Dokumentation des Forums Aktive Bürgerschaft 2016

    Die ausführliche Dokumentation steht hier für Sie zum Download bereit.

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