Nordrhein-Westfalen: Rettungsdienste warnen vor Zerfall

Die evangelische Hilfsorganisation Johanniter Unfallhilfe in Nordrhein-Westfalen hat vor dem Zerfall ehrenamtlicher Strukturen im Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz gewarnt. Ursache sei unter anderem der Einsatz privater Anbieter wie des dänischen Falck-Konzerns, der mit insgesamt rund 20.000 Mitarbeitern über Nordrhein-Westfalen versucht, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen. Mit kostengünstigeren Angeboten verdränge er bei Ausschreibungen die traditionellen Rettungsdienste, berichtete die Westdeutsche Allgemeine Zeitung am 6. Juni 2013. In den betroffenen Orten wechselten dann die hauptamtlichen Mitarbeiter zum neuen Anbieter über. Die Ehrenamtlichen dagegen stellten ihr Engagement ein. Landtagsabgeordnete aus Nordrhein-Westfalen fordern Ausnahmeregelungen für Rettungsdienste bei der Ausschreibung städtischer Aufträge, die nach EU-Regelungen immer nach dem günstigsten Preis-Leistungs-Verhältnis entscheiden müssen (bürgerAktiv berichtete).

, Ausgabe 135 Juni 2013
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