Tafeln: 18 Prozent mehr Hilfesuchende

    Aktuell holen sich rund 1,8 Millionen Menschen regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln, das ist ein Anstieg um 18 Prozent in den letzten zwei Jahren. Das gab der Bundesverband Deutsche Tafeln e.V. am 27. September 2016 bekannt. Unter den “Kunden” seien rund 280.000 Flüchtlinge. Gestiegen sei auch die Menge der Spenden, allerdings mit zehn Prozent in etwas geringerem Umfang. In 40 Prozent der Tafeln helfen den Angaben zufolge Flüchtlinge als Ehrenamtliche oder Freiwillige mit. Insofern seien Tafeln zu einem “Motor der Integration” geworden, sagte der Bundesvorsitzende der Tafeln, Jochen Brühl. Er kritisierte jedoch, die Regierung verliere die Ärmsten aus dem Blick. “Unsere Angebote dürfen seitens der Politik jedoch nicht länger überstrapaziert werden”, warnte er. Die erste Tafel wurde 1993 von einer Initiativgruppe in Berlin gegründet. Inzwischen gibt es bundesweit mehr als 900 Tafeln, in denen sich rund 60.000 Freiwillige engagieren.

    , Ausgabe 171 September 2016