Wohlfahrtsverbände gegen „Ökonomisierung des Sozialen“

Die sechs gemeinnützigen Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege haben Anfang Juli ein gemeinsames Positionspapier zu sozialen Innovationen, Entrepreneurship und Verantwortungseigentum veröffentlicht. Die Sicherung von Teilhabe, Inklusion und Partizipation vertrage sich nicht mit Profitstreben, sie müsse gemeinnützig erfolgen, heißt es darin. Ökonomisierung und Privatisierung des Sozialen seien Teil des Problems, nicht Beitrag zu seiner Lösung. Denn der gewerbliche Unternehmer sei darauf angewiesen, ausschüttbare Gewinne zu erzielen. Die Gemeinnützige Wohlfahrtspflege könne zwar auch einen Überschuss erwirtschaften, der müsse dann aber zwingend für die gemeinnützigen Ziele verwandt werden und komme somit mittelbar wieder hilfsbedürftigen Menschen zu Gute. Eine neue Rechtsform für Verantwortungseigentum (bürgerAktiv berichtete in Ausgabe 206 November – Dezember 2019) sei nicht notwendig und stelle ein Risiko für die Grundlagen der Daseinsvorsorge in Deutschland dar, heißt es in dem Papier.

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, Ausgabe 213 Juli 2020
Stiftung Aktive Bürgerschaft
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