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Michael Neumann

rnd: Bundesregierung will Bundesfreiwilligendienst aufstocken – Lob und Kritik von Verbänden

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Der Bundesfreiwilligendienst soll um 15.000 Plätze aufgestockt werden. Das berichtete Christine Mühlberg am 15. November 2025 im RedaktionsNetzwerk Deutschland (rnd) und sammelte Reaktionen aus den Wohlfahrtsverbänden. Sie waren durchweg positiv. Diana Zinkler, Sprecherin des Arbeitersamariterbundes, begrüßte die Entscheidung, legte aber Wert auf die Feststellung, dass Engagement freiwillig bleiben müsse. Das Technische Hilfswerk mit 88.000 Ehrenamtlichen erklärte, mit den zusätzlichen Stellen im Bundesfreiwilligendienst seine 669 Ortsverbände weiter ausbauen zu können. Wie Mühlberg in ihrem Beitrag „Bundesregierung schafft 15.000 neue Plätze im Freiwilligendienst: Verbände loben die Entscheidung“ auch berichtete, sind 2025 35.000 Bundesfreiwillige im Einsatz.

WWW.RND.DE/POLITIK/BUNDESREGIERUNG-ERWEITERT-FREIWILLIGENDIENST-UM-15-000-PLAETZE-AL55HO7VLZGK5BWDADW7VFLRYI.HTML

Meller Kreisblatt: Chronik eines Scheiterns an der Bürokratie

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Eine Hörspielbox, die Kindern die Stadtgeschichte näherbringt, wollte Kai Friedering aus Melle in Niedersachsen produzieren und kostenlos in Geschäften und gastronomischen Einrichtungen verteilen. Die EU bewilligte 42.000 Euro aus ihrem Programm „Leader“ für die Strukturförderung ländlicher Regionen. Doch dann scheiterte das Projekt: Wie Michael Hengehold im Meller Kreisblatt unter dem Titel „42.000-Euro-Projekt liegt auf Eis“ berichtete, war es nicht möglich, seine Gemeinnützigkeit mit dem Finanzamt zu klären, ohne einen Steuerberater einzuschalten, für den es in dem Non-Profit-Projekt jedoch kein Budget gab. Die Auszüge in dem Beitrag aus dem Schriftverkehr mit Details zu Auskunftsregeln, Gebühren und Vorschriften in schönstem Amtschinesisch lassen nachvollziehen, warum Friedering von seinem Vorhaben absah. Im zusätzlich verfassten Kommentar „Keine Behördenarroganz des Finanzamts“ zeigte Hengehold dennoch Verständnis für das Finanzamt: „Steuerrecht ist kompliziert, Laien steigen da nicht durch“, schrieb er. „Trotzdem kann Beratung aber nicht Aufgabe des Finanzamts sein. (…) Wenn man sich vorstellt, es riefen dauernd Bürger an – oder mailten – , die sich diese und jene Vorschrift erklären lassen möchten, wären mutmaßlich ganze Teile des Finanzamts stillgelegt.“ Artikel und Kommentar erschienen am 14. November 2025.

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Bürgerstiftungen in Gomaringen und Mössingen: Große Nachfrage nach Bürgermobilen

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Die Bürgerstiftung Gomaringen hat im November 2025 ihr zweites Bürgermobil in Betrieb genommen. Mit dem elektrisch betriebenen Fahrzeug erweitert die Stiftung ihr Angebot für die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde und ergänzt den öffentlichen Nahverkehr. Insgesamt 21 lokale Firmen, Selbstständige und Privatpersonen haben zur Finanzierung des neuen Bürgermobils beigetragen. Auch das Laden wird von einem Unternehmen übernommen. Der ehrenamtlich organisierte Fahrdienst unterstützt insbesondere mobilitätseingeschränkte Personen dabei, Termine wahrzunehmen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Seit dem Start des Angebots im Jahr 2015 wurden rund 100.000 Kilometer zurückgelegt und etwa 12.000 Fahrgäste befördert.

Auch bei der BürgerStiftung Mössingen ist ein Elektro-Bürgerauto im Einsatz, dessen Pflege und Stromversorgung von ortsansässigen Unternehmen gestellt wird. Die Stiftung zog bei ihrem Ehrenamtsabend Anfang November 2025 eine positive Bilanz: Unterstützt von rund 30 ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern legte das Fahrzeug im laufenden Jahr etwa 20.000 Kilometer zurück.

Zur Bürgerstiftung Gomaringen
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Bürgerstiftung für Haan & Gruiten erhält Klimaschutzpreis

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Die Bürgerstiftung für Haan & Gruiten wurde Mitte November 2025 mit dem ersten Platz des Westenergie Klimaschutzpreises ausgezeichnet. Für ihr Projekt „Gartenstadt Haan – Ich bin dabei!“, erhält sie ein Preisgeld von 1250 Euro. Die Bürgerstiftung setzt sich seit Jahren für mehr städtisches Grün ein. Mit Gießpatenschaften, an denen sich unter anderem der Bürgermeister, lokale Händler und Mitglieder des Kinderparlaments beteiligten, sorgte sie für die nachhaltige Pflege von Bepflanzungen. Darüber hinaus initiierte die Bürgerstiftung weitere Umweltprojekte, etwa ein „grünes Zimmer“ in einer Kita, den Bau von Nistkästen und die Anlage eines neuen Grünstreifens im Stadtgebiet. Mit der Ausgabe von bislang 200 „Mitmachschildern“ motiviert sie außerdem Garten- und Balkonbesitzer zu einer naturnahen Gestaltung und regt zur Nachahmung an. „Wichtig ist vor allem, dass wir zusammenarbeiten und Haan wieder zu der Gartenstadt wird, die sie einmal war“, fasste Heike Müller von der Bürgerstiftung gegenüber der Westdeutschen Zeitung vom 19. November 2025 die Ziele des Engagements zusammen. Der Klimaschutzpreis wird jährlich von dem Energieunternehmen Westenergie und der Stadt Haan ausgelobt.

Zum Artikel in der Westdeutschen Zeitung
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Inklusives Graffiti-Projekt

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Schülerinnen und Schüler der Grund- und Oberschule Johannes Clajus in Herzberg (Brandenburg) führen gemeinsam mit jungen Erwachsenen der Elsterwerke ein inklusives Kunstprojekt durch: Sie gestalten großformatige Graffiti-Wände im Kulturzentrum Pop-Anker. Das sozialgenial-Projekt bringt die Schüler mit den Menschen mit Behinderungen aus den Elsterwerken zusammen. Über die kreative Arbeit werden Hemmschwellen abgebaut und gegenseitige Wertschätzung gefördert. Zugleich erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in mögliche berufliche Perspektiven etwa in der Heilerziehungspflege.

Sie hatten die Bildentwürfe im Kunstunterricht entwickelt und in die Planungstreffen mit den Elsterwerkern eingebracht. Professionelle Unterstützung erhielten sie von zwei Graffiti-Künstlern, die zeigten, wie das Sprayen funktioniert und welche Formen und Effekte möglich sind.

In der Regel treffen sich Schüler und Elsterwerker zweimal pro Woche. Nach der Planungsphase haben sie die Wände grundiert, weiß gestrichen und Schablonen angefertigt. Noch im November 2025 beginnt die Umsetzung der Entwürfe: Zwei etwa acht Meter lange Wände im Pop-Anker werden mit Graffitis gestaltet, wofür rund ein Monat eingeplant ist, bis das gemeinsame Kunstwerk fertiggestellt ist.

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Schülerinnen und Schüler betreuen Waldjugendspiele

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Schülerinnen und Schüler der Kielhornschule, einer Förderschule in Dortmund, haben die Waldjugendspiele im Süggelwald im Norden der Stadt betreut. Das ist das sozialgenial-Projekt des Monats November 2025.

Die Waldjugendspiele sind ein waldpädagogisches Angebot für Grund- und Förderschulkinder. Die Neuntklässler der Kielhornschule waren für die Betreuung der zehn Stationen verantwortlich und erklärten den Kindern die einzelnen Aufgaben. Unter anderem sollten diese Naturmaterialien ertasten, einen Holzstapel umsetzen, ein Waldtier pantomimisch darstellen, eine gefährliche Moorüberquerung bewältigen und als Umweltdetektive einen vermüllten Tatort untersuchen.

Im Unterricht wurde das Projekt zuvor intensiv vorbereitet: Was ist der Lebensraum Wald? Wer lebt dort? Und wie erkläre ich den Grundschülern die Inhalte verständlich? Fachlichen Input lieferte ein Förster, der jedes Jahr für eine Woche in die Schule kommt, ausgestopfte Tiere mitbringt und den Schülerinnen und Schülern den Wald anschaulich erklärt. Neben dem fachlichen Wissen lernten die Jugendlichen bei den Waldjugendspielen, Verantwortung zu übernehmen, und stärkten ihre sprachlichen und sozialen Kompetenzen.

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Regionalforen Bürgerstiftungen: Lebhafte Diskussionen zu Stifterkommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Gremienvielfalt

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Wie lokale Öffentlichkeitsarbeit in der sich ändernden Medienlandschaft funktionieren kann, wie man Stifterinnen und Großspender richtig anspricht und wie sich mehr jüngere Menschen und Engagierte aus anderen Bevölkerungsgruppen für die Gremien und die Mitarbeit in der Bürgerstiftung gewinnen lassen: Darüber haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Regionalforen Bürgerstiftungen der Stiftung Aktive Bürgerschaft intensiv diskutiert und ihre Erfahrungen weitergegeben. Die Impulse kamen von Teilnehmenden aus den Bürgerstiftungen. In weiteren Programmpunkten berichteten Bürgerstiftungen von ihren aktuellen Projekten und neuen Entwicklungen. Die Aktive Bürgerschaft brachte den neuen Report Bürgerstiftungen mit zu den Foren. Beim Regionalforum West schaltete sich die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Andrea Milz, zu. Im Dialog mit ihr trugen die zahlreich erschienenen Bürgerstiftungen unter anderem ihre Probleme mit den Aufsichtsbehörden vor.

Zu den drei Foren im Oktober und November hatten sich rund 200 Vorstände, Stiftungsräte und Geschäftsführer aus Bürgerstiftungen angemeldet. Sie fanden in Schwäbisch Hall, Münster und Hamburg in den Räumen der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der VR Bank Westfalen Lippe und der Hamburger Volksbank statt. Zusammen mit der Aktiven Bürgerschaft fungierten die örtlichen Bürgerstiftungen – die Schwäbisch Haller Bürgerstiftung, die Stiftung Bürger für Münster und die BürgerStiftung Hamburg – als Gastgeber. Die nächsten Regionalforen finden im Oktober und November 2026 statt.

Regionalforen Bürgerstiftungen

Aktive Bürgerschaft sucht Verstärkung

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Die Stiftung Aktive Bürgerschaft baut ihre Förderpartnerschaften mit privaten und institutionellen Förderpartnern aus und hat dafür eine Stelle als Projektassistenz ausgeschrieben. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Unterstützung der Geschäftsleitung und Programmleitungen bei Gesprächen mit potenziellen Förderpartnern sowie die Betreuung, Organisation und Dokumentation der bestehenden Förderpartnerschaften und die Unterstützung von Veranstaltungen. Die Bewerbungsfrist endet am 3. Dezember 2025.

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Abschied von Jonas Rugenstein

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Zum Jahresende verabschiedet sich die Stiftung Aktive Bürgerschaft von Jonas Rugenstein, der als stellvertretender Programm-Leiter Bürgerstiftungen unter anderem den Report Bürgerstiftungen und die Regionalforen betreut hat. Er wird die Stiftung verlassen, um an die Universität Freiburg zu wechseln und als Wissenschaftlicher Mitarbeiter zu gemeinnützigen Organisationen zu forschen. In dieser neuen Funktion wird er der Aktiven Bürgerschaft und den Bürgerstiftungen weiterhin verbunden bleiben. Die Stiftung Aktive Bürgerschaft dankt für neun Jahre bester Zusammenarbeit!

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Neues Mitglied im Stiftungsrat

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Der Stiftungsrat der Stiftung Aktive Bürgerschaft hat ein neues Mitglied. Seit 3. November 2025 ist Michael Hoeck dabei, Vorsitzender des Vorstands des Genoverbandes e.V. Er ist der Nachfolger für Marco Schulz aus dem Vorstand des Verbandes, der aus dem Stiftungsrat ausgeschieden ist.

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