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Michael Neumann

ZEIT: Bei Wikipedia engagieren als junger Mensch

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Die Onlineenzyklopädie Wikipedia wird 25 Jahre alt. Aus diesem Anlass hat Meike Laaff für die ZEIT ein Treffen junger Menschen in Fürth besucht, die sich für das weitgehend ehrenamtlich getragene Projekt engagieren. Wikipedia ist eine der wichtigsten Informationsquellen weltweit. Doch in Deutschland sinkt die Zahl der ehrenamtlichen Autoren, überdurchschnittlich viele Freiwillige sind zwischen 55 und 75 Jahren alt, zudem dominierten Männer. Entsprechend interessiert ist der Verein Wikimedia Deutschland am Nachwuchs. Er betreute und förderte auch das Treffen junger Autoren, die Laaff in Fürth besuchte. Doch von 40 Mitgliedern der Jung-Wikipedianern reisten nur neun an. Der Einstieg in die Mitarbeit ist schwierig, es gibt Regeln und wenige noch offene Themen. Viele Jung-Wikipedianer haben sich eine thematische Nische gesucht, erfuhr Laaff. Und: Man habe in der Wikipedia durchaus Nachteile, wenn man sein Alter offenlege. Manche zweifeln dann die Kompetenz an. „Nicht jeder, der jung ist oder Frau, macht das in der Wikipedia transparent“, berichtet Laaff. Sie berichtete über interessante Diskussionen und was nach ihrem Eindruck trotzdem trägt: Überzeugung und Gemeinschaft. Die Reportage „Hobby: das freie Internet retten“ ist online am 18. Januar 2026 erschienen.

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Tagesschau, heute: CDU bekam 2025 die meisten Großspenden

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2025 hat die CDU von allen Parteien mit Abstand die meisten Großspenden über 35.000 Euro erhalten, berichteten am 31. Dezember 2025 die Tagesschau und am 30. Dezember 2025 die ZDF-Nachrichtensendung heute. und Berufung auf die Bundestagsverwaltung. Sie bekam rund 6,6 Millionen Euro. Die AfD kam auf 5,1 Millionen Spenden, allerdings hat die Bundestagsverwaltung davon knapp die Hälfte einbehalten, weil der Verdacht besteht, dass eine Großspende von 2,35 Millionen Euro von einem Strohmann kommt, was unzulässig wäre. Die AfD klagt dagegen. Der FDP wurden 3,2 Millionen Euro gespendet, die SPD erhielt 2,3 Millionen Euro, Bündnis 90/Die Grünen kamen auf 1,2 Millionen Euro und die Linke auf 300.000 Euro. Die CSU erhielt 1,2 Millionen Euro. Die meisten Spenden flossen vor der Bundestagswahl. Nur die CDU erhielt auch danach noch Zuwendungen in beträchtlicher Höhe von 2,4 Millionen Euro.

Zu den großen Spendern zählen laut heute-Bericht die Trading-Plattform Bitpanda, die insgesamt 1,75 Millionen Euro an CDU, CSU, SPD und FDP spendete. Die AfD erhielt eine Spende von mehr als 1,5 Millionen Euro von dem Mediziner und Unternehmer Winfried Stöcker.

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Saarland: Gemeinnützige können GEMA-Gebühren erstattet bekommen

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Das Saarland will ab 2026 gemeinnützigen Vereinen und Organisationen die GEMA-Kosten für bis zu vier Veranstaltungen pro Jahr erstatten. Das gab Ministerpräsidentin Anke Rehlinger Mitte Januar 2026 bekannt. Es gibt allerdings zahlreiche Einschränkungen und Ausnahmen. So darf die Veranstaltungsfläche 500 Quadratmeter nicht überschreiten, die Veranstaltung keinen Eintritt kosten und die Musik nicht im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen (Konzerte, Festivals). Außerdem sind unter anderem Online- und Streamingveranstaltungen, Tanzveranstaltungen, Veranstaltungen im öffentlichen Raum (beispielsweise Fastnachtsumzüge), Weihnachtsmärkte und ähnliches ausgenommen. Die Landesregierung will auch Mittel bereitstellen, um Verbänden die Kostenübernahme mit eigenen GEMA-Verträgen zu ermöglichen. Die GEMA ist die Verwertungsgesellschaft, die die Urheberrechte der Musiker geltend macht.

Information der Landesregierung
Berichterstattung des Saarländischen Rundfunks

w!r-Stiftungsfonds der Berliner Volksbank: Neue Bürgerstiftungsprojekte für Zusammenhalt gefördert 

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Neun Bürgerstiftungen aus Berlin und Brandenburg wurden 2025 durch den w!r-Stiftungsfonds der Berliner Volksbank gefördert. Insgesamt flossen 18.000 Euro in Projekte, die das Miteinander stärken, gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und Ausgrenzung entgegenwirken. Die von Mai bis Oktober 2025 realisierten Projekte deckten ein breites thematisches Spektrum ab: Die Bürgerstiftungen Berlin, Königs Wusterhausen, Schöneiche und Neukölln setzten pädagogische Projekte um. Die Bürgerstiftungen Lichtenberg, Oranienburg und Himmelpfort schufen neue Begegnungs- und Teilhabemöglichkeiten für unterschiedliche Zielgruppen. Die Bürgerstiftung Treptow-Köpenick unterstützte ein soziokulturelles Jugendtheater, während die Bürgerstiftung Barnim-Uckermark gemeinsam mit Jugendlichen einen Film-Workshop zum Thema Engagement durchführte. Mit dem w!r-Stiftungsfonds, den die Stiftung Aktive Bürgerschaft verwaltet, unterstreicht die Berliner Volksbank ihr Engagement für bürgerschaftliches Handeln und gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region.

Der w!r-Stiftungsfonds auf der Webseite der Berliner Volksbank
Der w!r-Stiftungsfonds auf der Webseite der Stiftung Aktive Bürgerschaft

Große Resonanz auf den Erbrechtstag der Bürgerstiftung Leipzig

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Mit rund 180 Teilnehmenden ist der Erbrechtstag der Bürgerstiftung Leipzig am 17. November 2025 auf große Resonanz gestoßen. Ziel war es, den Teilnehmenden einen fundierten Überblick über die Möglichkeiten und Herausforderungen der Nachlassgestaltung zu geben. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Stadtbibliothek sowie Leipziger Juristinnen und Juristen ausgerichtet. In sechs Fachvorträgen informierten diese über steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen sowie zentrale Themen wie Testamentserstellung, Nachlassregelungen und erbschaftsteuerliche Aspekte. Ergänzend stellte die Bürgerstiftung Leipzig vor, wie Vermögen sowohl zu Lebzeiten als auch im Rahmen einer testamentarischen Verfügung für gemeinnützige Zwecke eingesetzt werden kann.

Zur Bürgerstiftung Leipzig
Zur Dokumentation des Erbrechtstags der Bürgerstiftung Leipzig

Bürgerstiftung Gehrden erhält altes Brauhaus als Zustiftung

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Die Bürgerstiftung Gehrden hat das denkmalgeschützte ehemalige Brauereigebäude, das heute das Stadtmuseum von Gehrden beherbergt, vom bisherigen Eigentümer als Zustiftung erhalten. Ziel der Bürgerstiftung ist es, das sanierungsbedürftige Gebäude aus dem 17. Jahrhundert als Stadtmuseum zu sichern, schrittweise instand zu setzen und langfristig für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten. Die Sanierung erfordert einen hohen finanziellen und zeitlichen Aufwand. Es sei das größte Projekt in der noch jungen Geschichte der Bürgerstiftung Gehrden, sagte Vorstandsmitglied Wolfgang Middelberg gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen vom 20. Januar 2026. Für die Finanzierung setzt die erst 2023 gegründete Bürgerstiftung auf die Einnahmen aus der Vermietung an die Stadt Gehrden sowie auf Fördermittel, Spenden und ehrenamtliches Engagement.

Zur Bürgerstiftung Gehrden
Zum Artikel in der Hannoverschen Allgemeinen (+)

Schülerinnen und Schüler stärken Kita-Kinder beim Grenzen setzen

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Anlässlich der Orange Week gegen Gewalt gegen Frauen und Kinder haben Schülerinnen und Schüler des Börde-Berufskollegs in Soest Workshops für eine Kita organisiert – das sozialgenial-Projekt des Monats Januar 2026.

Ziel des Projekts „Mein Gefühl, mein Nein, meine Grenzen“ war es, die Kita-Kinder für das Thema sexualisierte Gewalt zu sensibilisieren und gleichzeitig zu stärken. In drei aufeinander aufbauenden Einheiten arbeiteten die Schülerinnen und Schüler spielerisch und altersgerecht mit den Kindern.

Mittels eines Bilderbuchs stärkten sie zunächst das Körperbewusstsein und das Vertrauen in das eigene Bauchgefühl. Anschließend beschäftigten sich die Kinder mit ihrem Körper, erlaubten und unerlaubten Berührungen sowie klaren Formen des Neinsagens mithilfe eines Ampelspiels. In der dritten Einheit ging es um gute und schlechte Geheimnisse sowie um Vertrauenspersonen. Den Abschluss bildeten selbst gestaltete orangefarbene Hände mit Zukunftswünschen, die an einen Baum gehängt wurden, den die als Geschenk auf dem Kita-Gelände pflanzten – als Zeichen für Selbstschutz, Würde und Mut.

Die Schülerinnen und Schüler besuchen die zweijährige Berufsfachschule mit dem Schwerpunkt Soziales. Angesiedelt war das sozialgenial-Projekt im Religionsunterricht, der religiöse, ethische und berufspraktische Fragestellungen miteinander verbindet.

Die Kinder reagierten begeistert auf die Workshops. Die Erzieherinnen sagten, dass sie sich durch das Projekt ermutigt fühlen, das Thema künftig selbst aufzugreifen. Am Berufskolleg wird das sozialgenial-Projekt wird verstetigt und künftig Teil der jährlich stattfindenden Projektwoche zur Orange Week sein.

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Berufsschüler organisieren Fotoprojekt für Kinder

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Die Abschlussklasse der Erzieherausbildung der Gewerblichen Schulen Dillenburg organisiert die Foto-Ausstellung „Kinderblicke: Unsere Welt im Fokus – Kinder machen Kunst“. Das ist das sozialgenial-Projekt des Monats Dezember 2025.

Unter dem Motto „Jeder ist ein Künstler“ von Joseph Beuys entsteht ein sozialgenial-Projekt, das die Berufsschülerinnen und Berufsschüler praxisnah auf den Beruf vorbereitet und den Kindern Medienkompetenz und Selbstwirksamkeit vermittelt. Das Konzept: Koordiniert und angeleitet von den angehenden Erzieherinnen und Erziehern fotografieren und kommentieren die Kinder ihre Lieblingsorte, ihre Hobbys, Freunde oder ihr Engagement – Vielfalt wird sichtbar. Die Bilder werden im September 2026 im Museum Villa Grün in Dillenburg gezeigt.

Die Berufsschüler haben alle Grundschulen Dillenburgs, die Förderschule sowie die 5. und 6. Klassen der Realschule und des Gymnasiums eingeladen, sich zu beteiligen. Mit dabei sind auch die Kinderfeuerwehr und die Jugend des THW aus Dillenburg sowie je eine Schulklasse aus Griechenland und der Türkei, die über das Netzwerk der Europaschulen von dem Projekt erfahren haben.

Die angehenden Erzieherinnen und Erzieher tragen die gesamte Organisation der Ausstellung. Basis dafür ist ein Projektkurs, der montags mit acht Stunden im Stundenplan verankert ist. Die Berufsschüler übernehmen die Kommunikation, gestalten Mitmachstationen wie bemalte Selfie-Pinnwände und koordinieren Schulbesuche. Nach dem Einsendeschluss am 1. April werden die Fotografien gesichtet und thematisch geclustert. Ihre Erfahrungen halten die Berufsschüler in Lerntagebüchern fest; der Projektkurs ist benotet. Fachlichen Input erhielten sie bei einem Workshop in der Hamburger Kunsthalle zum Thema Museumspädagogik.

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Neu im Stiftungsrat: Angelika Kell und Regine Kreitz

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Im Stiftungsrat der Stiftung Aktive Bürgerschaft gibt es zwei neue Mitglieder: Angelika Kell und Regine Kreitz. Angelika Kell ist geschäftsführende Vorständin der Bürgerstiftung Leipzig und Regine Kreitz ist Präsidentin des Bundesverbands der Kommunikatoren (BdKom). Beide sind im Dezember 2025 in den Stiftungsrat aufgenommen worden. Angelika Kell folgt Theophil Graband von der Bürgerstiftung Nürnberg nach, der 2025 ausgeschieden ist (bürgerAktiv berichtete).

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Antike-Serie: Matching Fund im alten Rom

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Vieles, was heute als neuzeitliche Innovation gilt, wurde schon einmal erfunden. Zum Beispiel der Matching Fund, die eine Gabe von der Beteiligung der Begünstigten abhängig macht. Und auch die Bürgerstiftung hatte antike Vorläufer! Das schreibt Stefan Nährlich im vierten Teil seiner Serie „Spendenformate in der Antike“ in der Zeitschrift „Stiftung&Sponsoring“ mit dem Beispiel eines römischen Senators, der eine Schule unterstützen wollte, und die kollektive Spendenaktion „kleiner“ Leute für einen Brückenbau. Der Beitrag „Matching Fund in Tusculum, Bürgerstiftungen in Lusitania. Wie modern war die Antike beim Engagement?“ ist in Stiftung&Sponsoring 06.25 erschienen.

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