Publikationen

Wie man es macht …

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Der Hasso Plattner Stiftung weht im Zentrum ihrer Aktivitäten, der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam, mal wieder Gegenwind entgegen. Diesmal geht es um das Studentendorf am Campus Griebnitzsee. Wie laut Märkischer Allgemeiner Zeitung vom 15. Oktober 2022 in einer Ausschusssitzung durchsickerte, möchte die Stiftung das Studentendorf dem Land abkaufen, energetisch sanieren, renovieren und dem Studentenwerk zur weiteren Bewirtschaftung überlassen, während gleichzeitig die Landesregierung mit dem Verkaufserlös andere Immobilien zur Unterbringung Studierender kaufen könnte. Während aus den Reihen der Linken im Landtag auf die Zuständigkeit des Landes für die Unterbringung der Studierenden gepocht wurde, nannte der Asta der Universität den geplanten „Deal“ ein…

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Ehrenamtlich für Ordnung sorgen

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Wer selbst in seiner Nachbarschaft für Ruhe und Ordnung zu sorgen versucht, erfährt gemeinhin wenig Anerkennung, sondern macht sich eher unbeliebt, etwa mit Hinweisen auf falsches Parken, liederlich entsorgten Müll oder die unterlassene Entfernung von Hundekot. Das mag an der Vernachlässigung des Grundsatzes „Zusammen sind wir stärker“ liegen: Sind ehrenamtliche Ordnungshüter nicht selbsternannt, sondern auf polizeiliche Einladung tätig, erhöhen sie das Sicherheitsgefühl ihrer Mitbürger. Sie dürfen dann auch in Uniform auftreten. Wer es ausprobieren möchte, kann sich aktuell in Olching und Maising im Landkreis Fürstenfeldbruck melden. Dort würden aktuell 15 ehrenamtliche Helfende zwischen 18 und 62 Jahren für die „Sicherheitswacht“…

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Spenden generieren auf subversiv

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Nicht nur Falschparker könnten neidisch werden: Die „Letzte Generation“, jene Klimaaktivistinnen und -aktivisten, die sich auf Straßen und neuerdings auch an Gemälden festkleben, um die mangelnde Umsetzung des Klimaschutzes anzuprangern, haben von sympathisierenden Spendern rund 17.000 Euro erhalten, um die Gebührenbescheide zu bezahlen, die ihnen die Polizei infolge ihrer Aktionen zugeschickt hatte. Das lag, wie die tageszeitung (taz) am 25. August 2022 berichtete, sogar etwas über der bis dahin aufgelaufenen Gebührensumme von 63 mal 241 Euro. Die Spenderinnen und Spender agieren damit in der Tradition subversiver Solidarität, die zuletzt im Zusammenhang mit inhaftierten Schwarzfahrern Furore machten: Nachdem TV-Satiriker Jan Böhmermann…

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Ach Captain, mein Captain

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Ein Ritterschlag von der Queen, 33 Millionen britische Pfund und hunderttausende Glückwunschkarten: Der inzwischen verstorbene britische Weltkriegsveteran Captain Tom Moore dürfte wohl als einer der erfolgreichsten Spendensammler in die Geschichte eingehen. Eigentlich waren 1000 Pfund sein Ziel gewesen, dafür drehte er bis zu seinem 100. Geburtstag im April 2020 mit seinem Rollator 100 Runden in seinem Garten. Das Geld kam der Aktion „NHS Charities together“ zugute (bürgerAktiv berichtete Ausgabe Mai 2020). Schlechter läuft es mit der Stiftung, die in Moores Namen gegründet wurde. Wie die Süddeutsche Zeitung am 6. Juli 2022 berichtete, legen seine Nachkommen den Begriff Wohltätigkeit wohl etwas…

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Schneller, schneller: Ehrenamt in der heute-show

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Eine kostenlose Führung durch eine Restmüllverbrennungsanlage: Dazu berechtigt die Kölner „goldene“ Ehrenamtskarte, entdeckte die Redaktion der TV-Sendung heute-show und stürzte sich in ihrer Ausgabe vom 10. Juni 2022 in Gestalt des Satirikers Lutz van der Horst auf das Thema. Van der Horst begleitete den Transport und die Ausgabe von Spenden der Tafel Köln – Kisten schleppen, Lebensmittel sortieren – ließ sich ob mangelnder Effizienz von den unter Zeitdruck schuftenden Ehrenamtlichen zusammenfalten und stellte schließlich fest, dass weder etwas in Sachen Bürokratieabbau passiert ist (trauriger Hintergrund: Die Spenden gehen zurück), noch jemand die Restmüllverbrennungsanlage zu besichtigen gedenkt. Offenbar gibt es noch…

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Spenden fürs Steuersäckel

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Wer zahlt eigentlich all die Schulden zurück, die der Staat aufnimmt? „Wir“, antworteten 2021 236 Menschen in Deutschland 2021 und zahlten 63.988,54 Euro auf das Schuldentilgungskonto der Bundes ein. Dieses war 2006 vom Bundesfinanzministerium auf „vielfachen Wunsch von engagierten Bürgerinnen und Bürgern“ eingerichtet worden, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung (Drucksache 20/1429) auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. Die CDU/CSU-Fraktionen, als Regierungsfraktionen 16 Jahre nicht gerade unbeteiligt an Steuerpolitik und Schuldenaufnahme, hatten die Frage tatsächlich damit begründet herausfinden zu wollen, wie man die Spendenbereitschaft der Bürger für den Staat noch erhöhen kann. DSERVER.BUNDESTAG.DE/BTD/20/014/2001429.PDF DSERVER.BUNDESTAG.DE/BTD/20/012/2001212.PDF

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Nachfrage in Zeiten des Wohlstands

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Ungeahnte Relevanz für die Lebensmittelversorgung könnten in Zeiten steigender Preise Stadtgärten erlangen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung ließ nachrechnen. Heraus kam allerdings: Wie so oft, zieht die Landwirtschaft den Kürzeren. Wertvoller als die Lebensmittel sei der sozial-kulturelle Wert von Gärten und Parks, fanden die Forschenden vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) heraus, die die Erträge von Gemeinschafts- und Kleingärten quantifizierten. So können etwa die Gärten in der Millionenstadt Berlin zwar rund 50.000 Menschen mit Gemüse versorgen, in Stuttgart immerhin 30.000 – das sind in Geldwerten ausgedrückt knapp 10 Millionen Euro in Berlin und 5,8 Millionen Euro in Stuttgart. Der…

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Gerettet

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Ein inzwischen 89-jähriger Krefelder Anwalt, der eine Millionensumme im Kloster Neresheim auf der Schwäbischen Alt untergebracht hatte, kann sich über die Einstellung eines jahrelangen Verfahrens gegen ihn freuen. Er hatte Medienberichten zufolge das Geld in einer nicht rechtsfähigen Stiftung namens „Sondervermögen Weinberg“ untergebracht, und dies damit begründet, dass der Abt des Klosters befürchtet habe, die Kirche würde sich das Geld sonst einverleiben. Nach dem Tod des Abtes ermittelte die Staatsanwaltschaft wegen Steuerhinterziehung in sechsstelliger Höhe. Das Gericht entschied Ende März 2022 zu glauben, dass der Angeklagte nicht aus Eigennutz gehandelt habe. Es stufte das Vergehen als einfache Steuerhinterziehung ein, womit…

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Mythen über die Non-Profit-Welt

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Wer hätte das gedacht: Auch Menschen, die in einer Non-Profit-Organisation arbeiten, wollen anständig bezahlt und gefördert werden. Andernfalls ist damit zu rechnen, dass sie lieber woanders arbeiten, ist im Forbes Magazin zu lesen. Das Magazin hat die Mitglieder seines „Forbes Nonprofit Council“ und gebeten, Mythen und Irrtümer über Non-Profit-Organisationen zu nennen. Die Erwartung, man könne Maximales bekommen für minimalen Ressourceneinsatz gehört dazu, ebenso die Annahme, geringe Verwaltungskosten seien Ausdruck eines starken Managements. Spender können nur Geld geben, ist ein weiterer Irrtum aus der Liste. Insgesamt enthält sie 14 Tipps, wie man es lieber nicht macht. WWW.FORBES.COM/SITES/FORBESNONPROFITCOUNCIL/2022/02/08/14-COMMON-MISCONCEPTIONS-HOLDING-NONPROFITS-BACK/?SH=4EAAA4C16D22

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It’s the Internet, stupid!

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Es gibt eine neue Erklärung für politisches Desinteresse und sinkende Engagementbereitschaft. Der Verdächtige ist ein altbekannter: das Internet. Genauer gesagt, der Breitband-Ausbau. Das jedenfalls behauptet eine Studie der britischen Cardiff University und der Sapienza Universität in Rom. Wie die britische Zeitung „The Guardian“ berichtet, stellen die Wissenschaftler sinkende Mitgliederzahlen von politischen Parteien und Gewerkschaften in Großbritannien ausgerechnet in Gegenden fest, in denen die Breitband-Versorgung verbessert wurde. Engagement in Wohltätigkeitsorganisationen sei zwischen 2005 und 2018 um die Netzknoten herum um 10 Prozent gesunken, die Beteiligung in politischen Parteien sogar um 19 Prozent. Möglicherweise, heißt es, gebe es darüber hinaus auch einen…

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