Leseprobe: Bürgerschaftliches Engagement unter Druck?

    80 Prozent des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland finden als “gebundenes Engagement” in Organisationen statt. “Aber insbesondere diese organisationale Rahmung des Engagements steht bereits seit einigen Jahren unter Veränderungsdruck”, schreiben Thomas Rauschenbach und Annette Zimmer in dem von ihnen herausgegebenen Band “Bürgerschaftliches Engagement unter Druck? Analysen und Befunde aus den Bereichen Soziales, Kultur und Sport”. ‘Klassische Vereinsmitglieder’ würden zu Kunden und Leistungsempfängern, die ehrenamtlichen Leitungsgremien müssten sich “unter den neuen, von Konkurrenz und Leistungsvereinbarungen geprägten Bedingungen” zunehmend professionalisieren, und zur Disposition stünde auch das historisch gewachsene Verhältnis der gemeinnützigen Organisationen zu staatlichen Instanzen. In drei Teilstudien untersuchen die Autoren des Bandes historisch und empirisch die Veränderungen der Rahmenbedingungen von bürgerschaftlichem Engagement in den Engagementfeldern Soziales, Kultur und Sport, in denen hierzulande etwa 40 Prozent des Freiwilligenengagements stattfinden. Die im August 2011 im Verlag Barbara Budrich erschienene politikwissenschaftliche Studie kostet 33 Euro. Als Leseprobe veröffentlichen wir mit freundlicher Zustimmung des Verlags die Einleitung.

    , Ausgabe 116 September 2011