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stefannaehrlich

Erfolgsmodell Bürgerstiftungen: Die Mitmach-Stiftungen werden immer attraktiver

150 150 Stiftung Aktive Bürgerschaft

Wie der aktuelle „Report Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2019“ der Stiftung Aktive Bürgerschaft zeigt, haben sich Stiftungskapital, Geld- und Zeitstifter in den letzten zehn Jahren mehr als verdreifacht.

Berlin, 26. September 2019 – Die Mitmach-Angebote der 410 Bürgerstiftungen bundesweit werden für Geld-, Zeit- und Ideenstifter weiterhin attraktiver: Seit 2008 hat sich die Zahl der Bürgerstifterinnen und Bürgerstifter mehr als verdreifacht. Aktuell sind es 30.000. Weitere 27.000 Menschen sind ehrenamtlich für die Bürgerstiftungen aktiv. Deren breiter Stiftungszweck ermöglicht den Menschen, sich für drängende lokale Herausforderungen oder eigene Herzensanliegen zu engagieren.

Auch das Stiftungskapital hat sich in diesem Zeitraum mehr als verdreifacht und ist auf 423 Millionen Euro gestiegen. Mit 14,5 Millionen Euro erreichten die Spenden 2018 einen neuen Höchstwert. Diese Zahlen hat die Datenerhebung der Stiftung Aktive Bürgerschaft für den Report Bürgerstiftungen 2019 ergeben.

„Das Modell Bürgerstiftung hat sich auch in andauernden Niedrigzinszeiten bewährt. Die Kombination aus Stiften, Spenden und ehrenamtlichem Engagement für gemeinnützige Anliegen vor der eigenen Haustür macht die Bürgerstiftung zur attraktiven Mitmach-Stiftung und zum verlässlichen Partner‟, sagt Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer der Stiftung Aktive Bürgerschaft.

„Wir glauben, dass Bürgerstiftungen eine großartige und lebendige Form der zivilen Selbstorganisation sind. Von Bürgern für Bürger geschaffen sind Bürgerstiftungen ein Beweis für eine starke und engagierte Zivilgesellschaft, die zur lokalen Lösung wichtiger gesellschaftlicher Probleme beiträgt. Die steigende Zahl an Stiftenden ist ein positives Signal für die Zukunft“, sagt Ulrike Reichart, Leiterin Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands.

 

Hintergrundinformationen

Mit dem „Report Bürgerstiftungen. Fakten und Trends“ erhebt die Stiftung Aktive Bürgerschaft seit 2006 die wichtigsten Indikatoren der finanziellen Entwicklung der Bürgerstiftungen und bereitet Fakten grafisch anschaulich auf. In der Vollerhebung für den Report 2019 wurden die 410 Bürgerstiftungen in Deutschland befragt. Der Rücklauf lag bei 77 Prozent. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de/reportbuergerstiftungen

Erstmalig kommunizieren die Stiftung Aktive Bürgerschaft und das Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands die Daten zur Entwicklung der Bürgerstiftungen gemeinsam. Das Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands und die Stiftung Aktive Bürgerschaft setzen sich dafür ein, die Bürgerstiftungen in Deutschland als bedeutende lokale Akteure des bürgerschaftlichen Engagements zu stärken und zu unterstützen.

 

Was sind Bürgerstiftungen?

Bürgerstiftungen sind lokal wirkende Stiftungen, die es inzwischen in über 400 Städten und Regionen in Deutschland gibt. Ihre Kennzeichen sind die breiten Stiftungszwecke sowie ihre Unabhängigkeit von Einzelinteressen. Bei diesen Mitmach-Stiftungen kann sich jeder vor Ort engagieren – mit Geld, Zeit und Ideen. Als Bürgerstiftungen gelten Stiftungen, deren Satzungen den „10 Merkmalen einer Bürgerstiftung“ des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen entsprechen. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungen und www.buergerstiftungen.org/de/buergerstiftungen/was-ist-eine-buergerstiftung/ Mit dem „Bürgerstiftungsfinder” der Aktiven Bürgerschaft gelangen Stifter, Spender, Engagierte und Interessierte schnell und einfach zur Bürgerstiftung in ihrer Nähe. www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungsfinder

 

Stiftung Aktive Bürgerschaft

Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie unterstützt bundesweit die 410 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) begleitet die Stiftung das Engagement der Genossenschaftlichen FinanzGruppe für Bürgerstiftungen. Mehr als vier von fünf Bürgerstiftungen profitieren vom Engagement ihrer örtlichen Volksbank oder Raiffeisenbank. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial bietet die Stiftung Aktive Bürgerschaft zusammen mit der DZ BANK und weiteren Genossenschaftsbanken außerdem ihr Know-how bereits über 700 Schulen an, um junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de

 

Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands

Das Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands vertritt die Interessen der deutschen Bürgerstiftungen gegenüber der Zivilgesellschaft und der Öffentlichkeit. Es stärkt Bürgerstiftungen in ihrer Rolle als lokale Experten und Anlaufstelle des bürgerschaftlichen Engagements. Das Team des Berliner Büros informiert und berät Bürgerstiftungen, Gründungsinitiativen und Einzelpersonen und unterstützt mit einer Vielzahl an Vernetzungs- und Weiterbildungsangeboten die Bürgerstiftungsarbeit. Weitere Informationen: www.buergerstiftungen.org

 

Pressevertreter wenden sich bitte an:

Bernadette Hellmann
Stiftung Aktive Bürgerschaft
Programm-Leiterin Bürgerstiftungen
Tel. 030 24 000 88-14
E-Mail: bernadette.hellmann@aktive-buergerschaft.de

 

Natascha Trutzenberg
Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands
Referentin Öffentlichkeitsarbeit und Umfragen
Tel. 030 897 947-95
E-Mail: natascha.trutzenberg@stiftungen.org

 

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Kanzleramtschef Helge Braun: Bürokratie im Ehrenamt nicht abbauen, aber vereinfachen – Interview im neuen bürgerAktiv Magazin

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Berlin, 10.09.2019 – Der Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramts, Prof. Dr. Helge Braun (CDU), setzt auf Digitalisierung und Standardverfahren, um das Ehrenamt zu entlasten. „Statt Anforderungen abzusenken, ist es oft besser, die konkrete Anwendung von Vorschriften durch ein geprüftes Vorbild zu erleichtern“, sagte er im Interview mit dem bürgerAktiv Magazin 2019 der Stiftung Aktive Bürgerschaft, das am 10. September 2019 erschienen ist.

„Wir prüfen so penibel jeden Einzelnen, weil es leider immer wieder einzelne schwarze Schafe gibt“, erläuterte Braun in dem Gespräch im Zusammenhang mit dem Aufwand, den Förderanträge oft verursachen. Ein Problem sei jedoch, dass es für jeden Förderantrag ein anderes Verfahren gebe: „Wir brauchen digitale Standardverfahren, sodass, wenn man in einem anderen Bereich einen Antrag stellt, die abgefragten Informationen dieselben sind“, so Braun.

Das bürgerAktiv Magazin ist das Jahresmagazin der Stiftung Aktive Bürgerschaft. Neben dem Interview mit Kanzleramtschef Braun enthält es Reportagen und Hintergrundberichte über ehrenamtliches Engagement und Projekte von Schülern und Bürgerstiftungen, die in den Programmbereichen der Stiftung Aktive Bürgerschaft gefördert werden. Außerdem: Analysen und Diskussionsbeiträge über die Rahmenbedingungen bürgerschaftlichen Engagements und wie die organisatorischen Herausforderungen zu bewältigen sind.

Das bürgerAktiv Magazin 2019 ist kostenlos online abrufbar unter www.aktive-buergerschaft.de/buergeraktiv-magazin und kann als Printexemplar bestellt werden unter: www.aktive-buergerschaft.de/shop.

 

Stiftung Aktive Bürgerschaft

Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie unterstützt bundesweit die mehr als 400 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial bietet sie außerdem ihr Know-how bereits mehr als 770 Schulen an, um junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de

 

Pressevertreter wenden sich bitte an:

Dr. Stefan Nährlich
Geschäftsführer
Tel. 030 2400088-11
E-Mail: stefan.naehrlich@aktive-buergerschaft.de

Caroline Deilmann
Presse und Kommunikation
Tel. 030 2400088-18
E-Mail: presse@aktive-buergerschaft.de

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Deutlich mehr Ehrenamtliche bei Bürgerstiftungen – sie setzen eigene Ideen um und machen in den Projekten mit

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Report Bürgerstiftungen 2018 zeigt, wie Bürgerstiftungen mit Ehrenamtlichen zusammenarbeiten

Berlin, 27. September 2018 – Deutlich mehr Ehrenamtliche engagieren sich bei den lokalen Bürgerstiftungen. Die Mitmach-Stiftungen verzeichnen einen kontinuierlichen Zuwachs an Engagierten in ihren Projekten und Geschäftsstellen. Seit 2011 ist die Zahl der Ehrenamtlichen dort von 8.000 auf 22.000 gestiegen. Im Durchschnitt engagieren sich 54 Ehrenamtliche pro Bürgerstiftung, vor 7 Jahren waren es noch 26. Das Rückgrat der Bürgerstiftungen bilden weitere über 5.000 ehrenamtliche Vorstände und Stiftungsräte bzw. Kuratoriumsmitglieder, die die Bürgerstiftungen managen und die Arbeit verantworten. Das Engagement der insgesamt 27.000 Ehrenamtlichen in 408 Bürgerstiftungen in Deutschland summiert sich auf aktuell 1,85 Millionen Stunden im Jahr.

„Die Bürgerstiftung ist ein innovatives Stiftungsmodell. Sie kombiniert den Kapitalaufbau der klassischen Stiftung mit dem ehrenamtlichen Engagement des Vereins. Das Konzept geht auf: Die Bürgerstiftungen in Deutschland sind für Stifter, Spender und ehrenamtlich Engagierte gleichermaßen attraktiv“, sagt Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer der Stiftung Aktive Bürgerschaft.

Gesellschaft mitgestalten

Bürgerstiftungen schaffen Möglichkeiten, die Gesellschaft mitzugestalten – dort, wo Menschen ihren Lebensmittelpunkt haben: in ihrer Gemeinde, Stadt oder Region. Bürgerstiftungen sind Mitmach-Stiftungen in doppelter Hinsicht: Als Engagement-Entwickler unterstützen sie engagierte Menschen, ihre Ideen umzusetzen. Damit ermöglichen sie Einzelpersonen und Initiativen, die eine Alternative zur Gründung eines Vereins oder einer eigenen Stiftung suchen, eine Organisationsform für ihr Engagement. Ehrenamtliche sind bei Bürgerstiftungen auch in bereits laufenden Projekten willkommen. Als Engagement-Anbieter bieten sie Menschen, die nach einer ehrenamtlichen Tätigkeit suchen, konkrete Mitmach-Möglichkeiten an.

“Viele Wieslocher Bürgerinnen und Bürger möchten sich einbringen, haben Ideen, wollen gerne mitgestalten und mit Hand anlegen. Manchmal finden sie jedoch keinen Weg, das umzusetzen, oder es ist alleine zu mühsam, zu schwierig. Hier bietet die Bürgerstiftung eine Plattform. Wir klären die Machbarkeit, mobilisieren Ressourcen und unterstützen das Projektmanagement”, sagt Jürgen W. Braun, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Wiesloch.

“Wir bemühen uns gezielt darum, Ehrenamtliche für Projekte, wie beispielsweise unser Mentorprojekt ‚Yoldaş‘, zu gewinnen, und begleiten das Engagement unserer Zeitspender mit Workshops und Fortbildungen sowie mit Möglichkeiten zum Austausch untereinander. Integration und Bildung sind Schlüssel für die Teilhabe an der Gesellschaft. Unsere Ehrenamtlichen haben in den Projekten eine wichtige Rolle als Vorbilder und Brückenbauer”, sagt Birgit Schäfer, Vorsitzende des Vorstands der BürgerStiftung Hamburg.

Der “Report Bürgerstiftungen 2018. Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen” (Faktenblatt und erweiterte Fassung) gibt u. a. Antworten auf die Fragen: Wie können sich engagierte Bürger mit Ideen oder in bereits laufenden Projekten von Bürgerstiftungen einbringen? Worauf legen Bürgerstiftungen in der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen wert? Worauf kommt es Bürgerstiftungen in Zukunft an? Autoren des Reports sind Christiane Biedermann, Leiterin Weiterbildung und bis 31.08.2018 Programm-Leiterin Bürgerstiftungen, und Jonas Rugenstein, Programm-Manager Umfragen & Analysen. Den Report mit Schaubildern gibt es hier zum Download. Mehr Informationen und die erweitere Fassung des Reports Bürgerstiftungen 2018 finden Sie hier.

Aus Sicht der ehrenamtlich Engagierten: #Mitmachen. Zeitstifter sind bei Bürgerstiftungen in bereits laufenden Projekten willkommen. Sie können bei ihnen aber auch eigene Ideen umsetzen. In bürgerAktiv Magazin 2018, Seite 28-29

 

Hintergrundinformationen

Zu Bürgerstiftungen

Seit über 20 Jahren entstehen sie aus ehrenamtlicher Initiative heraus in Deutschland. 408 Bürgerstiftungen gibt es aktuell, mit einem Gesamtvermögen von über 360 Millionen Euro und einem Fördervolumen für lokale gemeinnützige Anliegen von bisher mindestens 134 Millionen Euro. Kennzeichnend für Bürgerstiftungen sind ihre Unabhängigkeit, ihre breiten Stiftungszwecke und ihr regionaler Wirkungskreis. www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungsfinder

Zum Report Bürgerstiftungen

Mit dem Report Bürgerstiftungen erhebt die Stiftung Aktive Bürgerschaft wechselnd seit 2006 die Finanzdaten der Bürgerstiftungen und andere wichtige Fakten, wie in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen. Befragt wurden Bürgerstiftungen, die den „10 Merkmalen einer Bürgerstiftung“ des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen entsprechen. Ergänzend wurden qualitative Experteninterviews durchgeführt. www.aktive-buergerschaft.de/reportbuergerstiftungen

Zur Stiftung Aktive Bürgerschaft

Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie unterstützt bundesweit die mehr als 400 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial bietet sie außerdem ihr Know-how bereits 700 Schulen an, um junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. www.aktive-buergerschaft.de/ueber-uns

 

Pressevertreter wenden sich bitte an:

Caroline Deilmann, Presse und Kommunikation
Tel. 030 240 00 88-18
E-Mail: presse@aktive-buergerschaft.de

Christiane Biedermann, Leiterin Weiterbildung
Tel. 030 240 00 88-12
E-Mail: christiane.biedermann@aktive-buergerschaft.de

Jonas Rugenstein, Programm-Manager Umfragen & Analysen
Tel. 030 240 00 88-15
E-Mail: jonas.rugenstein@aktive-buergerschaft.de

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Engagement fördern, aktuelle Herausforderungen anpacken

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Veranstaltungsankündigung: Forum Aktive Bürgerschaft am 23. März 2018 in Berlin

Berlin, 05.03.2018 – Die Zahl der Spenderinnen und Spender in Deutschland ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Wäre Spenden via Steuererklärung ein Weg, ihre Zahl wieder zu erhöhen? Die Zinsen am Kapitalmarkt bleiben niedrig. Sind Immobilien für Stiftungen ein Weg wieder Renditen zu erwirtschaften? Die neue Regierung will die Zivilgesellschaft stärken und hat dazu im Koalitionsvertrag verschiedene Vorhaben aufgelistet. Was gehört aus Sicht der Zivilgesellschaft auf die Agenda der Engagementpolitik in dieser Legislaturperiode?

Über diese und weitere Fragen diskutieren am 23. März 2018 Vertreter gemeinnütziger Organisationen und Förderer bürgerschaftlichen Engagements, Politiker und Wissenschaftler beim Forum Aktive Bürgerschaft 2018 in der DZ BANK am Brandenburger Tor in Berlin.

Unter anderem wirken mit: Anna Christmann (MdB und Fachpolitische Sprecherin für Bürgerschaftliches Engagement der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen), Gitta Connemann (MdB, stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Dr. Karamba Diaby (MdB, SPD-Fraktion), Prof. Dr. Karl-Heinz Gerholz (Professor für Wirtschaftspädagogik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg), Prof. Dr. Edgar Grande (Gründungsdirektor des Zentrums für Zivilgesellschaftsforschung am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung), Dr. Peter Hanker (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Aktive Bürgerschaft und Sprecher des Vorstands der Volksbank Mittelhessen), Dr. Inga Michler (Wirtschaftsreporterin Die Welt), Dr. Stefan Nährlich (Geschäftsführer der Stiftung Aktive Bürgerschaft), Prof. Dr. Paul Nolte (Freie Universität Berlin und Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Aktive Bürgerschaft), Dr. Cornelius Riese (Vorstand DZ Bank), Svenja Stadler (MdB, SPD-Bundestagsfraktion), Katja Suding (MdB, stellv. Bundesvorsitzende der FDP).

Mit der Veranstaltung bietet die Stiftung Aktive Bürgerschaft ein Forum für den Dialog über die Förderung bürgerschaftlichen Engagements. Ihre eigenen Vorschläge und Impulse hat sie zur Bundestagswahl 2017 in einem offenen Brief an Politik und Regierung veröffentlicht.

Die Veranstaltung richtet sich an engagierte Bürger aus Stiftungen, Vereinen und Verbänden, an Unternehmen, Politik und Verwaltung, Wissenschaft und Medien. Erwartet werden 200 Teilnehmer.

Engagement fördern, aktuelle Herausforderungen anpacken
Forum Aktive Bürgerschaft 2018

am 23. März 2018 von 11.00 bis 16.00 Uhr
DZ BANK, Pariser Platz 3, 10117 Berlin

Programm und Anmeldung

Pressevertreter wenden sich bitte an:

Caroline Deilmann, Presse und Kommunikation
Tel. 030 2400088-18 (Büro und Mobil)
E-Mail: presse@aktive-buergerschaft.de

Vertreter der Medien sind wir gerne behilflich bei der Kontaktaufnahme zu den Mitwirkenden.

 

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Kommentar: Ein neuer Zyklus in der Zivilgesellschaftsforschung

880 440 Stiftung Aktive Bürgerschaft

von Rudolf Speth

Am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) ist ein Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung gegründet worden. Es wird in einer Phase aus der Taufe gehoben, in der immer deutlicher wird, dass der bisherige Zyklus der Engagementforschung sich allmählich dem Ende zuneigt und eine neue Phase anfängt. Der alte Zyklus begann etwa in der Mitte der 1990er Jahre. Sein Kern war ein neues Verständnis von Engagement, das nun politischer war, bürgerschaftlicher und selbstbestimmter. Es war nicht mehr das alte Ehrenamt mit seinen bürokratischen Strukturen. Das neue Engagementverständnis war besser an die Lebenslagen angepasst, eigensinniger und vielfältiger. Für den großen Bereich des bürgerschaftlichen Engagements entdeckte die Forschung den Begriff der Zivilgesellschaft, in der man das nährende Substrat der Demokratie erblickte. Die Zivilgesellschaft wurde eng mit sozialen Bewegungen verbunden. Bürgerschaftliches Engagement war damit immer auch Partizipation. Für andere Bewegungen, die es immer schon gab, wurden in diesem ersten Zyklus Begriffe wie “unziviles Engagement” oder die “dunkle Seite des Engagements” verwendet.

Kommentar: Den Eigensinn fördern – Offener Brief

880 440 Stiftung Aktive Bürgerschaft

von Holger Backhaus-Maul, Stefan Nährlich und Rudolf Speth:

Sehr geehrte Mitglieder des Deutschen Bundestages,
sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung,

Engagementpolitik ist neue Schwerpunktaufgabe in der Gesellschaftspolitik, heißt es in der Stellungnahme der Bundesregierung zum Zweiten Engagementbericht. Und weiter: Über 30 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland engagieren sich freiwillig und unentgeltlich für gesellschaftliche Belange. Dieses Engagement hat eine große Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es ist ein Grundpfeiler von Demokratie sowie Rechts- und Sozialstaat, sichert Freiheit, schafft Lebensqualität und prägt den Gemeinsinn.

Diese Einschätzung teilen wir und sehen in der klugen Kombination bürgerschaftlichen Engagements und staatlichen Handelns ein großes Potenzial, um aktuelle und kommende gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. Bürgerschaftliches Engagement kann schnell und flexibel sein, ist nah an der Lebenswelt seiner Zielgruppen, häufig Gegenstand und Wegbereiter gesellschaftlicher Veränderungen und Innovationen oder Ausdruck pluralistischer Gemeinwohlvorstellungen in unserem Land. Was unter dem Begriff des bürgerschaftlichen „Eigensinns“ subsumiert wird, ist das, was Staat nicht ist, nicht sein kann. Hierin liegt der Vorteil einer Zusammenarbeit des Staates mit gemeinnützigen Organisationen. Die Rahmenbedingungen dieser Zusammenarbeit müssen allerdings so gestaltet sein, dass sie den „Eigensinn“ auch zur Entfaltung kommen lassen, ihn im besten Sinne fördern.

Gastkommentar: Ein Ausdruck von Vertrauen – Bürgerschaftliches Engagement in Zeiten des Populismus

880 440 Stiftung Aktive Bürgerschaft

von Paul Nolte

Das Gespenst des Populismus geht um. In vielen europäischen Ländern, in Donald Trumps Amerika, seit etlichen Jahren auch in Deutschland fordern populistische und nationalistische Bewegungen nicht nur die etablierten Parteien und den klassischen Politikbetrieb heraus. Sie stellen auch Fragen an die Zivilgesellschaft, an das bürgerschaftliche Engagement vor Ort. Sind Populisten die engagierteren, die aktiveren Bürger? Immerhin behaupten sie, für das Volk zu sprechen, für die normalen Menschen und ihre Sorgen, die von den Eliten, vom wirtschaftlichen und politischen Establishment längst nicht mehr gehört würden. Zeigt es denen da oben! Verdrängt nicht die Wahrheiten, die offen zutage liegen: So viele Flüchtlinge können wir nicht verkraften, sie gefährden die Sorge für das eigene Volk. In der Europäischen Union zahlen wir nur drauf und haben nichts davon. Und überhaupt: Die da oben handeln gegen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger!

Bürgerstiftungen sind engagierte Mitmach-Stiftungen

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Hoher Zeiteinsatz und steigende finanzielle Mittel – Die Stiftung Aktive Bürgerschaft veröffentlicht ihren “Report Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2017”

Berlin, 28.9.2017 – Vorstände und Stiftungsräte von Bürgerstiftungen investieren viel Zeit in ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Knapp die Hälfte der Vorstandsvorsitzenden arbeitet monatlich mehr als 20 Stunden für die Bürgerstiftung. Das hat die diesjährige Sonderumfrage des Reports Bürgerstiftungen der Aktiven Bürgerschaft ergeben. Ein wichtiges Ziel für die Vorstände und Stiftungsräte ist, andere Menschen in ihrem Engagement für das Gemeinwohl zu unterstützen. Über 700 Stifterinnen und Stifter haben bislang unter dem Dach einer Bürgerstiftung eine eigene Stiftung in Form eines Stiftungsfonds oder einer Treuhandstiftung gegründet.

Der Report zeigt auch, dass Bürgerstiftungen vor Ort immer mehr leisten. Ein Vergleich der Spitzenreiter im Bürgerstiftungs-Benchmark zeigt dies: Während die Bürgerstiftung mit der höchsten Projektfördersumme im Jahr 2006 mit 499.000 Euro gemeinnützige Projekte und Vereine unterstützte, lagen die Projektförderausgaben der aktuellen Spitzenreiterin bei 1,7 Millionen Euro – mehr als dreimal so hoch. Bislang haben die deutschen Bürgerstiftungen mit mehr als 134 Millionen Euro gemeinnützige Vorhaben vor Ort fördern können.

„Die 405 Bürgerstiftungen in Deutschland haben sich zu einer starken Stiftergruppe mit bald 50.000 Stifterinnen und Stiftern sowie Ehrenamtlichen in Gremien und Projekten entwickelt“, sagt Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer der Stiftung Aktive Bürgerschaft. „Wir halten die Bürgerstiftungen für engagierte Mitmach-Stiftungen und für das Zukunftsmodell des Stiftens. Dass 80 Prozent des Stiftungskapitals der Bürgerstiftungen durch nachträgliche Zustiftungen hinzugekommen sind, zeigt die Attraktivität des Modells.“

Informationen für die Medien

Den Report „Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2017“ gibt es hier zum Download: www.aktive-buergerschaft.de/presse/reportbuergerstiftungen

Länderkorrespondenten finden dort auch spezielle Zahlen zu den einzelnen Bundesländern (z. B. Zugang zu Bürgerstiftungen, durchschnittliches Stiftungskapital und Spendeneinnahmen). Kommt eine besonders erfolgreiche Bürgerstiftung aus Ihrer Gegend? Die Benchmarks informieren Sie darüber. Sie suchen eine Bürgerstiftung in Ihrer Region? Dann schauen Sie einfach unter www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungsfinder

Hintergrundinformationen

Der „Report Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2017“ erhebt seit 2006 die Finanzdaten der Bürgerstiftungen und bereitet Fakten grafisch anschaulich auf. In der Vollerhebung wurden in diesem Jahr 405 Bürgerstiftungen in Deutschland befragt, die den „10 Merkmalen einer Bürgerstiftung“ des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen entsprechen. Der Rücklauf lag bei 72 Prozent. An der repräsentativen Sonderumfrage „Motive und Herausforderungen 2017“ nahmen 452 Vorstände und Stiftungsräte bzw. Kuratoriumsmitglieder aus Bürgerstiftungen teil. Bei der Sonderumfrage zur Gremienarbeit und –nachfolge lag der Rücklauf bei 33 Prozent.

Was sind Bürgerstiftungen?

Eine Bürgerstiftung ist eine unabhängige, autonom handelnde, gemeinnützige Stiftung von Bürgern für Bürger mit möglichst breitem Stiftungszweck. Sie engagiert sich nachhaltig und dauerhaft für das Gemeinwesen in einem geografisch begrenzten Raum und ist in der Regel fördernd und operativ für alle Bürger ihres definierten Einzugsgebiets tätig. Sie unterstützt mit ihrer Arbeit bürgerschaftliches Engagement. Mehr dazu in den „10 Merkmalen einer Bürgerstiftung“ des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen: www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungen/10merkmale

Stiftung Aktive Bürgerschaft

Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie unterstützt bundesweit die mehr als 400 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial bietet sie außerdem ihr Know-how Schulen an, um junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. Die Aktive Bürgerschaft wurde vor 20 Jahren als Kompetenzzentrum der Genossenschaftlichen FinanzGruppe gegründet, um bürgerschaftliches Engagement zu fördern. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de

Genossenschaftsbanken: Engagiert für Bürgerstiftung und die Region

Die Förderung der Aktiven Bürgerschaft durch die Genossenschaftliche FinanzGruppe ermöglicht ein umfangreiches, kostenloses und professionelles Unterstützungsangebot für alle Bürgerstiftungen und Gründungsinitiativen. Darüber hinaus unterstützen deutschlandweit 269 Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie andere Genossenschaftsbanken 340 der 405 Bürgerstiftungen als Stifter, Spender oder durch ehrenamtliches Engagement. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de/kampagne_buergerstiftungen

 

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Kommentar: Die neuen politischen Akteure

880 440 Stiftung Aktive Bürgerschaft

von Rudolf Speth

Im Mittelmeer, vor der libyschen Küste, ist eine heftige Auseinandersetzung entbrannt zwischen Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die dort mit Schiffen Geflüchtete vor dem Ertrinken retten, auf der einen Seite und Italien und der libyschen Regierung auf der anderen Seite. Im Ergebnis haben die meisten der dort tätigen acht NGOs, die rund 14 Schiffe betreiben, ihre Tätigkeit eingestellt.

Bis vor kurzem gab es für die Hilfsorganisationen keine Probleme, weil die libysche Einflusszone nach 12 Meilen auf dem Mittelmeer endete. Nun hat Libyen eine 74 Seemeilen breite „Such- und Rettungsregion“ ausgerufen und den NGOs angedroht, ihre Schiffe zu beschießen, falls sie in dieses Gebiet einfahren würden. Damit ist es kaum mehr möglich, in Seenot geratene Geflüchtete zu retten. Diese werden vielmehr von der libyschen Küstenwache an Bord genommen und wieder nach Libyen zurückgebracht. Die europäischen Regierungen und die EU freuen sich, weil die Zahl der Geflüchteten, die aus Libyen über das Mittelmeer nach Italien kommen, drastisch abgenommen hat. Die Hilfsorganisationen sind zur Untätigkeit verdammt und spüren ihre Ohnmacht angesichts der bewaffneten Übermacht.

“sozialgenial – Schüler engagieren sich”

150 150 Stiftung Aktive Bürgerschaft

Neues Programm für weiterführende Schulen startet in Hessen

Wiesbaden, Berlin – 16.08.2017 – Schülerinnen und Schüler engagieren sich für geflüchtete Menschen, organisieren Vorlesenachmittage in Kindergärten oder setzen sich gemeinsam mit Naturschutzorganisationen für Umweltschutz in ihrer Region ein. In der Schule verbinden die Schüler ihr bürgerschaftliches Engagement mit Unterrichtsinhalten verschiedener Fächer – und dies auf systematische Art und Weise. Der Doppeleffekt: Junge Menschen engagieren sich frühzeitig für die Gesellschaft und lernen mehr und motivierter im Unterricht.

Das ist der Grundgedanke von „Service Learning“. Die Stiftung Aktive Bürgerschaft unterstützt mit ihrem Service-Learning Programm „sozialgenial – Schüler engagieren sich“ Lehrerinnen und Lehrer an Schulen der Sekundarstufen I und II darin, diesen Ansatz umzusetzen. Jetzt startet „sozialgenial“ auch in Hessen.

„sozialgenial stärkt Schülerinnen und Schüler, die Schulgemeinschaft und mit den außerschulischen Partnern das gemeinnützige Engagement vor Ort. Die Mitarbeit bei sozialgenial wird als Unterrichtszeit gewertet und ist entsprechend versichert“, so Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz in seinem Schreiben an die weiterführenden Schulen in Hessen. Das Hessische Kultusministerium empfiehlt den Schulen, sich an dem Programm „sozialgenial“ zu beteiligen. Die Teilnahme ist für die Schulen kostenlos.

Für einen praxisnahen Einstieg in das Programm „sozialgenial – Schüler engagieren sich“ bietet die Stiftung Aktive Bürgerschaft für Schulleitungen, Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter drei regionale Fortbildungsveranstaltungen in Wiesbaden, Gießen und Kassel an. „Nachdem in Nordrhein-Westfalen bereits über 80.000 Schülerinnen und Schüler bei sozialgenial mitgemacht haben, freuen wir uns, dieses tolle Programm nun auch in Hessen anbieten zu können“, betont Dr. Peter Hanker, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Aktive Bürgerschaft und Vorstandssprecher der Volksbank Mittelhessen eG.

Termine und Informationen

sozialgenial-Kreativwerkstatt Wiesbaden, 15.09.2017, 11-16 Uhr
sozialgenial-Kreativwerkstatt Gießen, 22.09.2017, 11-16 Uhr
sozialgenial-Kreativwerkstatt Kassel, 26.01.2018, 11-16 Uhr

Informationen und Anmeldemöglichkeit: www.sozialgenial.de/hessen

Wer mehr über das neue Programm in Hessen erfahren möchte, kann dies schon jetzt auf der Internetseite www.sozialgenial.de der Stiftung Aktive Bürgerschaft. Auskünfte geben zudem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung unter der Telefonnummer 030 2400088-0 oder per E-Mail über sozialgenial@aktive-buergerschaft.de.

Hintergrund

Service Learning ist ein Bildungskonzept, das bürgerschaftliches Engagement und Unterricht verbindet. Es fördert sowohl Bildung als auch Bürgerengagement und Demokratieverständnis. 2009 hat die Stiftung Aktive Bürgerschaft in Nordrhein-Westfalen das Service-Learning-Programm „sozialgenial – Schüler engagieren sich“ gestartet. Bislang haben sich über 80.000 Schülerinnen und Schüler aus 600 Schulen im Rahmen von sozialgenial in 2.000 Projekten engagiert. sozialgenial wird gefördert von der DZ BANK AG und weiteren Genossenschaftsbanken. Mit den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Hessen bestehen Kooperationsverträge.

 

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