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Service Learning ist die bessere soziale Dienstpflicht, Herr Bundespräsident

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Der Bundespräsident hat sich für eine soziale Dienstpflicht für alle ausgesprochen, um den Gemeinsinn in Deutschland zu stärken. Das Ziel ist richtig, für den Weg dahin gibt es eine bessere Lösung.

Von Stefan Nährlich (Stiftung Aktive Bürgerschaft)

Freundeskreis geht an den Start und lädt zur Mitgliedschaft ein. 25 Jahre Aktive Bürgerschaft: bürgerAktiv-Magazin erschienen

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Berlin, 31.05.2022 – Zum 25-jährigen Jubiläum der Stiftung Aktive Bürgerschaft haben 25 Gründer und Gründerinnen den Freundeskreis auf den Weg gebracht. Alle, die sich mit den Zielen und der Arbeit der Stiftung verbunden fühlen, sind herzlich zur Mitgliedschaft eingeladen. Mit ihrer regelmäßigen Spende unterstützen Mitglieder ehrenamtliches Engagement, stärken die Demokratie und helfen dabei, gesellschaftliche Innovationen voranzubringen.

„Die Idee zur Einführung eines Freundeskreises hat mich sofort überzeugt“, sagt Theophil Graband, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Nürnberg und eines der ersten 25 Gründungsmitglieder. Der Freundeskreis stärke die Identifikation und die Bindung mit der Aktiven Bürgerschaft und sei „eine sehr gute Blaupause für die Bürgerstiftungen”. Auch Alexander Boldyreff, Vorstand der Wehrhahn KG, begrüßt die Mitgliedschaft im Freundeskreis: „Es ist schön, dass ich die Stiftung nun im Freundeskreis mit großartigen Kolleginnen und Kollegen weiter begleiten darf.“

Der Freundeskreis ist ein informeller Kreis von Unterstützern und Multiplikatoren, die mit ihrer Mitgliedschaft Bürgerstiftungen, bürgerschaftliches Engagement und Service-Learning an Schulen stärken. Tanja Schuhen, Lehrerin am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Wiehl, weiß aus eigener Erfahrung, wie wirkungsvoll die Förderung von Service-Learning-Projekten an Schulen ist. Diese bieten „Jugendlichen eine enorme Chance, zu erfahren, wer sie sind, was sie können und was sie erreichen möchten. Von dort ist es zur Mitbestimmung, zum Mitgestalten unserer Gesellschaft kein großer Schritt mehr.“

Der Freundeskreis bietet die Gelegenheit zum persönlichen Austausch: „Ich freue mich darauf, im Kreise Gleichgesinnter ehrenamtliches Engagement weiter voranzutreiben“, sagt Dr. Kirsten Siersleben, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Stiftung Aktive Bürgerschaft und Abteilungsleiterin des Generalsekretariat bei der DZ Bank. Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder des Freundeskreises, um sich mit Gleichgesinnten aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik auszutauschen. Beim ersten Treffen im Herbst 2022 lernen Freundinnen und Freunde der Aktiven Bürgerschaft die Regisseurin und Berlinale-Gewinnerin Maria Speth und ihren Film „Herr Bachmann und seine Klasse“ kennen.

Aktuell können Privatpersonen mit einer jährlichen Spende von 50 Euro Mitglied im Freundeskreis der Stiftung Aktive Bürgerschaft werden. Ab 2023 ist dies auch juristischen Personen wie Bürgerstiftungen, Schulen, gemeinnützige Organisationen, Unternehmen und Genossenschaftsbanken möglich.

Mehr Informationen zum Freundeskreis und zum Beitrittsformular: www.aktive-buergerschaft.de/freundeskreis

 

25 Jahre Aktive Bürgerschaft: bürgerAktiv-Magazin erschienen

Die Jubiläumsausgabe des bürgerAktiv Jahresmagazin ist da. Im Magazin stellt sich die Stiftung Aktive Bürgerschaft vor, wie sie arbeitet und was ihr wichtig ist. Leser und Leserinnen erfahren außerdem, welche Rahmenbedingungen Bürgerengagement braucht, vor welchen Herausforderungen es steht und welche Rolle die Aktive Bürgerschaft als Ansprechpartner und Impulsgeber einnimmt. Neben Beiträgen aus dem Team der Stiftung Aktive Bürgerschaft kommen Wegbegleiter, Partner und Engagierte zu Wort.

Die Leserschaft erwartet eine informative und unterhaltsame Lektüre mit Ein- und Rückblicken auf 25 Jahre Aktive Bürgerschaft und Vorhaben für die Zukunft. Das Magazin kann auf dieser Webseite heruntergeladen oder gegen Portogebühren bestellt werden: www.aktive-buergerschaft.de/buergeraktiv-magazin

 

Hintergrundinformationen

Die gemeinnützige Stiftung Aktive Bürgerschaft ist das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Volksbanken Raiffeisenbanken. Sie unterstützt bundesweit die mehr als 420 Bürgerstiftungen bei Managementaufgaben, Projekten und der Gewinnung von Stiftern und Aktiven. Mit dem Service-Learning-Programm sozialgenial unterstützt sie mehr als 800 Schulen in Nordrhein-Westfalen und Hessen darin, junge Menschen frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranzuführen. Weitere Informationen: www.aktive-buergerschaft.de

 

Pressekontakt

Carla Gumbrecht
Presse und Kommunikation
Tel. 0157 80692338
E-Mail: carla.gumbrecht@aktive-buergerschaft.de

 

Diese Presse-Information als PDF zum Herunterladen.

Qualifizierung Stiftungsfonds

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Die Bürgerstiftungen in Aachen, Barnim-Uckermark, Jena, Leipzig, Mössingen und Windhagen haben am ersten Durchgang der Qualifizierung „Mit Stiftungsfonds Stifter gewinnen“ der Stiftung Aktive Bürgerschaft erfolgreich teilgenommen. Alle diese Bürgerstiftungen bieten Stiftungsfonds (namens- oder zweckgebundene Zustiftungen) als kompetenter und unabhängiger Partner für Stifterinnen und Stiftern unter ihrem Dach an. Die Stiftung Aktive Bürgerschaft hat sie über zwei Jahre beim Aufbau und der Weiterentwicklung ihrer Stiftungsfonds-Angebote begleitet. Bürgerstiftungen, die bereits erfolgreich mit Stiftungsfonds arbeiten, brachten ihre Erfahrungen bei der Qualifizierung ein. Wir danken dafür den Bürgerstiftungen in Bielefeld, Braunschweig, Hannover, Hellweg-Region, Laichinger Alb, Münster und Kreis Ravensburg. Der nächste Durchgang der Qualifizierung ist bereits ausgebucht. Bürgerstiftungen können sich für einen Platz ab 2023 unverbindlich anmelden.

https://www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungen/weiterbildung-fuer-buergerstiftungen/

Podcast Service Learning: „Schüler erfahren ihre Stärken“

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Mit dem Service-Learning-Programm „sozialgenial – Schüler engagieren sich“ unterstützt die Stiftung Aktive Bürgerschaft Schulen dabei, Unterricht mit bürgerschaftlichem Engagement zu verknüpfen. Wie das genau funktioniert und welche Wirkung die Projekte auf Schülerinnen und Schüler haben, darüber hat Caroline Deilmann von der Aktiven Bürgerschaft mit der Lehrerin Tanja Schuhen und der sozialgenial-Regionalmanagerin Irmgard Heitkemper-Nießen gesprochen. Die 16. Folge unseres Podcasts „Zukunft und Zivilgesellschaft“.

https://youtu.be/qXsIj1waSBM

Große Aufgaben für die Zivilgesellschaft

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Von der Zivilgesellschaft wurde der Vertrag der Ampelkoalition wohlwollend aufgenommen. Nicht klar ist, ob die zivilgesellschaftlichen Gruppen gegenwärtig in der Lage sind, bei diesen großen Aufgaben einen substanziellen Beitrag zu liefern, meint Rudolf Speth.

Von Rudolf Speth

Zivilgesellschaft wagen!

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Der Koalitionsvertrag der Ampelregierung eröffnet Chancen, etwas zu verändern. Nicht nur die Politik, auch die Bürgerinnen und Bürger sollten sie ergreifen, meint Holger Backhaus-Maul.

Von Holger Backhaus-Maul

Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag: Gut! Bitte umsetzen!

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Die Ampelregierung hat für den Bereich der Engagementpolitik einen guten Koalitionsvertrag vorgelegt. Jetzt muss er auch gut umgesetzt werden. Die erste Gelegenheit bietet sich, wenn die Ausschüsse eingesetzt werden. Dann sollte es einen Vollausschuss Bürgerengagement geben, meint Stefan Nährlich von der Stiftung Aktive Bürgerschaft.

Von Stefan Nährlich (Stiftung Aktive Bürgerschaft)

Vom Sondierungspapier zum Koalitionsvertrag: So können SPD, Grüne und FDP bei der Engagementpolitik zusammenfinden

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Im Sondierungspapier haben die Verhandelnden von SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen noch Platz gelassen für die Engagementpolitik. Was sie in den Koalitionsvertrag schreiben sollten, schreibt ihnen Dr. Stefan Nährlich, Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der Aktiven Bürgerschaft, in einem offenen Brief.

 

Liebe Koalitionäre von SPD, FDP und Grünen, liebe Bundesregierung in spe,

wie wir dem Ergebnis eurer bisherigen Gespräche entnehmen konnten, habt ihr im Sondierungspapier noch Platz für das Thema Engagement und Zivilgesellschaft gelassen. Aber der Volksmund sagt ja, das Beste kommt zum Schluss. Damit es dann schnell und nicht schief geht, hier ein freundlicher Vorschlag für eure Agenda zum Koalitionsvertrag.

Drei Maßnahmen die wirken, wenig kosten und die keine Streitpunkte sein dürften:

Entbürokratisierung im Ehrenamt: Stand bereits im letzten Koalitionsvertrag. Leider kamen CDU/CSU und SPD über Anhörungen nicht hinaus. Jetzt dort beherzt ansetzen, Erfüllungsaufwand reduzieren und nicht an jeden kleinen Verein die gleichen Anforderungen stellen wie an große Konzerne. Zu viel Bürokratie ist das Problem Nummer eins im gemeinnützigen Bereich!

Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt: Sie war als Förderstiftung geplant und wird als Förderstiftung gebraucht. Die Errichtung einer operativen Bundesstiftung ging von falschen Annahmen aus. Bitte im Errichtungsgesetz ändern. Die Formulierung im Sondierungspapier „Es geht um unser Land, nicht um die Profilierung einzelner Akteure“ ist immer richtig, auch hier.

Transparenz erhöhen: Das kommende Stiftungsregister und das beschlossene Zuwendungsempfängerregister können künftig die Öffentlichkeit besser informieren und gleichzeitig Gemeinnützige von Bürokratie entlasten (keine Vertretungsbescheinigungen mehr, keine Spendenquittungen mehr). Bitte aber besser umsetzen als das Geldwäsche-Transparenzregister.

Weitere drei Maßnahmen, die ihr bereits im Sondierungspapier nennt und bei denen ihr die Gemeinnützigen nicht ausschließen dürft:

Ihr wollt „das Parlament als Ort der Debatte und der Gesetzgebung stärken“. Viele Verbände und Netzwerke der Zivilgesellschaft, aber auch Abgeordnete, fordern einen Vollausschuss Bürgerengagement. Warum? Damit endlich wichtige Aspekte des bürgerschaftlichen Engagements schon im parlamentarischen Verfahren thematisiert und bei Gesetzesvorhaben berücksichtigt werden. Bitte einsetzen.

Ihr wollt „gesellschaftliche Innovationsprozesse befördern“ und „eine neue Kultur der Zusammenarbeit etablieren, die auch aus der Kraft der Zivilgesellschaft heraus gespeist wird“. Mit gesellschaftlichen Innovationen kennen sich viele im gemeinnützigen Bereich aus. Bürgerstiftungen und Service Learning beispielsweise gehen auf solche innovativen Konzepte zurück und bewähren sich bereits vielfach in der Praxis. Bitte ausbauen.

Ihr wollt „die nötigen Zukunftsinvestitionen gewährleisten, insbesondere in (…) Digitalisierung (…)“. Wenn die Digitalisierung in Staat und Wirtschaft zunimmt, muss der gemeinnützige Bereich mithalten können. Stellt Vereine und Stiftungen bei Förderprogrammen und Maßnahmen nicht schlechter als Unternehmen und Verwaltungen. Bitte berücksichtigen.

Mit diesen sechs Maßnahmen ließe sich schon viel erreichen. Im Sondierungspapier finden sich noch weitere Themen, wo man ansetzen kann, etwa das Demokratiefördergesetz. Von vielen Verbänden und Netzwerken aus dem gemeinnützigen Bereich gibt es Forderungen und Vorschläge, bis hin zum Modernisierungs- und Zukunftsprogramm Zivilgesellschaft. Ihr könnt aus dem Vollen schöpfen.

In diesem Sinne, seid anspruchsvoll ­- wir sind erwartungsvoll!

Freundlich grüßt
Stefan Nährlich

 

bürgerAktiv – das Wichtigste im August 2021

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Liebe Leserin, lieber Leser,  

im vorigen Monat entsetzten uns die Verwüstungen und die verstörenden Bilder der Überschwemmungen aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Jetzt sind es die schlimmen Nachrichten aus Afghanistan, die uns berühren. Wir berichten über das Engagement und die Verzweiflung der ehrenamtlichen Helfer vom “Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte“ (Ausland) und hoffen, dass noch mehr Schutzbedürftigen geholfen werden kann. 

Für die Geschädigten der Flutkatastrophe haben sich inzwischen, neben vielen anderen, Bürgerstiftungen eingesetzt, Solidarität gezeigt und viele Spenden gesammelt (Gesellschaft, Bürgerstiftungen). 

Außerdem: Ob gut gemeint wieder einmal mehr das Gegenteil von gut gemacht ist, hat die Süddeutsche Zeitung am Beispiel der Bürgerdialoge der Bundesregierung recherchiert (Presseschau) und das Satiremagazin „Extra 3“ hat sich Förderprogramme des Bundes und der Länder vorgenommen (Panorama). In eigener Sache gibt es zwei gute Nachrichten: Wir sind wieder telefonisch erreichbar und freuen uns über Verstärkung im Team (Aktive Bürgerschaft). 

Was das bürgerschaftliche Engagement in Deutschland im August noch bewegt hat, haben wir wöchentlich auf unserer Webseite und in der bürgerAktiv-App berichtet. In dieser Ausgabe fassen wir alle Meldungen zusammen und ergänzen noch einmal mit weiteren aktuellen Nachrichten. 

Mit bürgerAktiven Grüßen wünsche ich Ihnen eine informative Lektüre! 

Ihr Stefan Nährlich 

Interview: “Wir hatten zu wenig Boote”

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Für Tanja Knopp, Landesrotkreuzleiterin beim DRK-Landesverband Westfalen-Lippe e.V. zeigt die Flutkatastrophe wie ein Brennglas, wo es noch hapert im Katastrophenschutz. Im Interview mit bürgerAktiv erklärt sie, wie Bürgerinnen und Bürger sinnvoll helfen können, und wie die Konfrontation mit der Verzweiflung der Menschen, die alles verloren haben, die Helfenden vor Ort belastet, und was das DRK jetzt in den Einsatzgebieten tut.

Von Lena Guntenhöner (Stiftung Aktive Bürgerschaft)