Baden-Württemberg: Jugendlichen fehlt Zeit für Engagement

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Zeitmangel ist das größte Hindernis für Jugendliche im ländlichen Raum Baden-Württembergs, sich ehrenamtlich zu engagieren. Das hat eine Studie der Jugendstiftung Baden-Württemberg ergeben. 37 Prozent der befragten 15- bis 19-Jährigen engagierten sich bereits.

Als potenzielle Anreize nannten die Nichtengagierten an erster Stelle mehr Zeit (54 Prozent), gefolgt von finanziellen Vorteilen wie Aufwandsentschädigung, freiem Eintritt oder kostenlosem öffentlichen Nahverkehr (48 Prozent) und persönlichen Vorteile wie Zertifikaten oder Fortbildungen (46 Prozent).

Informationen über ehrenamtliches Engagement wünschten sie sich mit Abstand am häufigsten von der Schule (55 Prozent) und Social Media (44 Prozent) – die Angaben korrelierten mit den Informationsempfehlungen der Jugendlichen, die sich bereits engagierten und ebenfalls vor allem Social Media und die Schule nannten. Bei der Frage, wie sie zu ihrem Engagement gekommen waren, gaben sie Engagierten allerdings „über Familie oder Freunde“ (54 Prozent) und „direkte Ansprache vom Verein“ (30 Prozent) an.

Für die Studie wurden knapp 2000 Jugendliche aus Schulen und Berufskollegs befragt. Sie wurde im April 2026 veröffentlicht. Auftraggeber war der Kabinettsausschuss Ländlicher Raum der Landesregierung.

Zur Studie

Nachlassspenden am liebsten für Tierschutz

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Rund 23 Prozent der Deutschen ab 50 Jahren können sich vorstellen, an eine gemeinnützige zu vererben – unter den kinderlosen Befragten betrug die Quote rund 35 Prozent: Diese Zahlen meldeten am 17. April 2026 die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ und der Deutsche Fundraising Verband. Die Daten stammen aus dem Spendenmonitor 2025 (bürgerAktiv berichtete). Am häufigsten als Motive genannt wurde, etwas Wichtiges über den Tod hinaus weiterzugeben (mehr als 34 Prozent) sowie zu verhindern, dass das hinterlassene Geld an den Staat fließt (knapp 29 Prozent). Mit 43 Prozent wollten die meisten Befragten für Tierschutz spenden, 32 Prozent hatten Umwelt- und Naturschutz, rund 28 Prozent Kinder im Sinn. Im regionalen Vergleich wollten mit 33,4 Prozent Befragten in Bremen die meisten Menschen gemeinnützig vererben, Schlusslicht waren die Befragten in Hessen mit einer Quote von 14,3 Prozent. Die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ meldete ergänzend, dass ihre 26 Mitgliedsorganisationen 2025 zusammen 148 Millionen Euro aus Nachlässen erhalten hätten.

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Baden-Württemberg: Jugendlichen fehlt Zeit für Engagement

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Zeitmangel ist das größte Hindernis für Jugendliche im ländlichen Raum Baden-Württembergs, sich ehrenamtlich zu engagieren. Das hat eine Studie der Jugendstiftung Baden-Württemberg ergeben. 37 Prozent der befragten 15- bis 19-Jährigen engagierten sich bereits.

Als potenzielle Anreize nannten die Nichtengagierten an erster Stelle mehr Zeit (54 Prozent), gefolgt von finanziellen Vorteilen wie Aufwandsentschädigung, freiem Eintritt oder kostenlosem öffentlichen Nahverkehr (48 Prozent) und persönlichen Vorteile wie Zertifikaten oder Fortbildungen (46 Prozent).

Informationen über ehrenamtliches Engagement wünschten sie sich mit Abstand am häufigsten von der Schule (55 Prozent) und Social Media (44 Prozent) – die Angaben korrelierten mit den Informationsempfehlungen der Jugendlichen, die sich bereits engagierten und ebenfalls vor allem Social Media und die Schule nannten. Bei der Frage, wie sie zu ihrem Engagement gekommen waren, gaben sie Engagierten allerdings „über Familie oder Freunde“ (54 Prozent) und „direkte Ansprache vom Verein“ (30 Prozent) an.

Für die Studie wurden knapp 2000 Jugendliche aus Schulen und Berufskollegs befragt. Sie wurde im April 2026 veröffentlicht. Auftraggeber war der Kabinettsausschuss Ländlicher Raum der Landesregierung.

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Nachlassspenden am liebsten für Tierschutz

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Rund 23 Prozent der Deutschen ab 50 Jahren können sich vorstellen, an eine gemeinnützige Organisation zu vererben – unter den kinderlosen Befragten betrug die Quote rund 35 Prozent: Diese Zahlen meldeten am 17. April 2026 die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ und der Deutsche Fundraising Verband. Die Daten stammen aus dem Spendenmonitor 2025 (bürgerAktiv berichtete). Am häufigsten als Motive genannt wurde, etwas Wichtiges über den Tod hinaus weiterzugeben (mehr als 34 Prozent) sowie zu verhindern, dass das hinterlassene Geld an den Staat fließt (knapp 29 Prozent). Mit 43 Prozent wollten die meisten Befragten für Tierschutz spenden, 32 Prozent hatten Umwelt- und Naturschutz, rund 28 Prozent Kinder im Sinn. Im regionalen Vergleich wollten mit 33,4 Prozent Befragten in Bremen die meisten Menschen gemeinnützig vererben, Schlusslicht waren die Befragten in Hessen mit einer Quote von 14,3 Prozent. Die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ meldete ergänzend, dass ihre 26 Mitgliedsorganisationen 2025 zusammen 148 Millionen Euro aus Nachlässen erhalten hätten.

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Mikroförderung: Wichtig, aber unübersichtlich

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Für bis zu 5000 Euro Laptops anschaffen oder Veranstaltungen finanzieren: Maximal 40 Prozent der zivilgesellschaftlichen Organisationen nutzen Mikroförderungen, hat ZiviZ im Stifterverband ermittelt. Den anderen 60 Prozent fehlt oft die Information über Förderangebote oder sie finden keine passende Förderung. 39 Prozent finden die Beantragung zu aufwändig. Tatsächlich zeigt die Fördermittelstudie „Kleine Summen, große Hilfe? Die Bedeutung von Mikroförderung für zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland“ von ZiviZ, dass der Aufwand für Antrag und Abwicklung bei vier bis zehn Stunden liegt. Die Organisationen kritisierten insbesondere die Nachweispflichten. Sie wünschen sich vor allem Mehrfachförderungen erprobter Ideen, eine Abrechnung über Pauschalen sowie überjährige Förderung, so ZiviZ.

Zu den Hauptförderern gehören der Untersuchung zufolge Bürgerstiftungen, Sparkassen-Stiftungen und Lottostiftungen. Die Landschaft der Fördergeber sei sehr unübersichtlich. Die wichtigste Informationsquelle über Förderungen für die Organisationen seien persönliche Kontakte (64 Prozent), gefolgt von Webrecherchen und Infos von Dachverbänden und aus Förderdatenbanken. Künstliche Intelligenz und Beratungsstellen werden nur von 13 Prozent der befragten Organisationen genutzt.

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Fundraising Magazin: Nicht in Abhängigkeiten einrichten

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Eine emanzipierte Zivilgesellschaft wirkt auf manche Politikerinnen und Politiker bedrohlich. Vor allem im konservativen Lager versuche man deshalb, sie zu diskreditieren, sagt Dr. Rupert Graf Strachwitz von der Maecenata Stiftung im Interview mit dem Fundraising Magazin 2/2026. In dieser Atmosphäre hielten sich viele Organisationen inzwischen mit öffentlichen Äußerungen zurück. „Sie erhalten öffentliche Fördermittel und sind deshalb vorsichtig geworden“, so Strachwitz. Einige Organisationen begännen allerdings, sich neu zu positionieren, so bezeichne sich die Caritas ausdrücklich als zivilgesellschaftliche Organisation und das Bündnis für Gemeinnützigkeit mache deutlich, den Diskurs mitgestalten zu wollen. Doch sie seien Ausnahmen. Strachwitz warnt in dem Gespräch davor, sich in Abhängigkeiten einzurichten. Er kritisiert, dass es zu wenig Austauschformate zwischen Politik und Zivilgesellschaft gebe und dass die Medien wenig interessiert seien an dem Thema. Rupert Graf Strachwitz ist Politikwissenschaftler, Gründer und Senior Strategic Advisor der Maecenata-Stiftung. Das Interview, in dem er auch über die vielfältige Struktur der Zivilgesellschaft spricht, wurde von Patrick Tapp geführt und ist unter dem Titel „Wer die Zivilgesellschaft schwächt, gefährdet die Demokratie“ erschienen.

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APuZ: Staat, Zivilgesellschaft und Neutralität

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Bürgerengagement als Instrument der gesellschaftlichen Transformation: Diesem Vorwurf setzte sich die Ampelregierung aus SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP mit ihrer Demokratieförderung aus. Unter dem „Deckmantel der ‚Demokratiepolitik‘“ sei versucht worden, die Gesellschaft von oben herab in eine bestimmte Richtung zu verändern, anstatt ihre Entwicklung bloß zu begleiten. So analysiert Tobias Montag, Referent bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, in der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ (APuZ) die Schwierigkeiten, Demokratieförderung und politische Neutralität unter einen Hut zu bringen. Er fordert in seinem Beitrag „Zeit für einen Neustart“ bessere Indikatoren für die Neutralität staatlich geförderter Organisationen, klarere, politikfeldbezogenere Zielsetzungen für Förderungen und eine Verständigung von Staat und Zivilgesellschaft über die gegenseitigen Erwartungen. Der Text ist einer von sechs Beiträgen zum Thema „Zivilgesellschaft“, dem sich die APuZ in ihrer Ausgabe 13/2026 vom 21. März 2026 widmet. Die APuZ erscheint als Beilage der Zeitschrift „Das Parlament“.

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FJSB: Resilienz der ukrainischen Zivilgesellschaft

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Vier Jahre Krieg in der Ukraine und kein Ende in Sicht: Die ukrainische Zivilgesellschaft sei Rückgrat, Motor und Moderator der Demokratie und Resilienz der Ukraine, „auch und gerade im Krieg“, postuliert Dr. Susanne Worschech von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) im Forschungsjournal Soziale Bewegungen (FJSB, Jg. 39/2026, Heft 1). Gerade unter den Bedingungen des Krieges sei ihre Rolle für Demokratisierung und Rechtsstaatlichkeit gewachsen. Bereits vor 2022 hatte sie Aufgaben wie die Versorgung von Binnenflüchtlingen, Think-Tank-Koalitionen und auch die Unterstützung von Streitkräften übernommen; zudem etablierten sich professionell arbeitende Nichtregierungsorganisationen als Partner der internationalen Demokratieförderung, analysiert Worschech. Aktuell gehört die Ukraine laut World Giving Index zu den Ländern mit den höchsten Engagementquoten der Welt. Zahlreiche lokale Initiativen unterstützen formell oder informell den Wiederaufbau in kriegszerstörten Städten und Dörfern. Teilweise engagieren sich Bürgerinnen und Bürger auch als Unterstützer der ukrainischen Streitkräfte, beispielsweise führen sie als „Cybervolonteries“ koordinierte Angriffe gegen russische Server aus. Andere sammeln Daten über kriegsbedingte Umweltschäden. In den Kriegsjahren habe sich eine Art „civic entrepreneurship“ herausgebildet: „eine in ihrem Grundsatz unternehmerische, gewissermaßen klassisch-liberale Haltung, die sich aus Unternehmertum und Innovation, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und in die je eigene soziale Gemeinschaft und ein gewisses Misstrauen in staatliche Institutionen speist“, so Worschech. „Trotz nur semidemokratischer Institutionen konnte sich eine aktive, prodemokratische Zivilgesellschaft mit einem starken Selbstverständnis als Wächterin der Demokratie etablieren“, schreibt sie unter dem Titel „Aktivismus im Krieg: Entwicklung und Handlungsrepertoires der ukrainischen Zivilgesellschaft seit 2022“.

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Wie Unternehmen sich für Bildung engagieren

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Die Zahl der Unternehmen, die sich für Bildung engagieren, ist rückläufig, ergab die Erhebung „Monitor Unternehmensengagement 2025“ von ZiviZ im Stifterverband (bürgerAktiv berichtete). Immerhin sind es noch 43 Prozent (2018: 51 Prozent), nur für Sport engagieren sich noch mehr (61 Prozent). In einer im Februar 2026 veröffentlichten Extra-Auswertung der Daten zum Bildungsengagement stellt ZiviZ fest, dass Unternehmen sich meist für die schulische Bildung engagieren. Meist geht es um die Entwicklung von sozialen und unternehmerischen Kompetenzen sowie Kompetenzen in den sogenannten MINT-Fächern. Nur wenige Unternehmen engagieren sich für Demokratiebildung, Kultur, künstlerische Kreativität oder Diversität. Hauptsächlich ist die Förderung finanziell; nur die größeren Unternehmen mit 250 Mitarbeitenden oder mehr setzen auch eigene Projekte um und legen Stipendienprogramme auf.

Über die Zusammenarbeit mit Schulen äußerte sich eine Mehrheit der befragten Unternehmen positiv. Allerdings wünschten sich rund zwei Drittel mehr regelmäßigen Austausch. Insgesamt wurden Wissenstransfer und eine höhere Kooperationsbereitschaft staatlicher Stellen gewünscht. Die Auswertung beruht auf den Auskünften von 4500 kleinen, mittleren und großen Unternehmen.

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Bilanz des Helfens 2025: Weniger Spender und Spenden, größere Einzelspenden

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2025 spendeten Privatpersonen in Deutschland 4,649 Milliarden Euro, meldete am 18. Februar 2026 der Deutsche Spendenrat e.V. Das ist ein Rückgang um neun Prozent. Auch die Zahl der Spenderinnen und Spender ist in dieser „Bilanz des Helfens 2025“ rückläufig. Im Durchschnitt spendeten sie mit 46 Euro jedoch 3 Euro mehr als im Vorjahr. Die Zahlen bestätigen teilweise die Trends, die der Deutsche Fundraisingverband Ende 2025 in seinem „Spendenmonitor“ veröffentlichte (bürgerAktiv berichtete). Allerdings weichen die Summen deutlich voneinander ab.

Zur „Bilanz des Helfens 2025“

Edelman Trust Barometer 2026: Vertrauen wird lokal

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Sieben von zehn Menschen weltweit vertrauen vor allem Personen und Organisationen, die ihnen kulturell und vom Lebensstil her ähnlich sind und die ihre Überzeugungen teilen. In Deutschland liegt der Wert sogar bei 8 von 10. Das ist im Edelman Trust Barometer 2026 zu lesen, für das 33.938 Personen in 28 Ländern befragt wurden (1200 bis 1500 pro Land). Insgesamt 61 Prozent der Befragten vertrauen der eigenen Geschäftsführung im Unternehmen und den eigenen Nachbarn, nur 48 Prozent den Unternehmensleitungen insgesamt sowie Journalisten. Gleichzeitig sehen viele Befragte die Notwendigkeit, diese Gräben zu überbrücken.

Nichtregierungsorganisationen haben weltweit mit einem Durchschnitt von 58 Prozent der Befragten, die ihnen ihr Vertrauen aussprechen, ihren Wert gehalten. In Deutschland verbesserte er sich um einen Prozentpunkt, liegt aber nur bei 41 Prozent.

Edelman PR ist ein weltweit agierendes PR-Unternehmen mit 6000 Mitarbeitenden in 28 Ländern. Sein Trust Barometer veröffentlichte es zum ersten Mal 2001.

Zum Edelman Trust Barometer Deutschland
Zum globalen Edelman Trust Barometer

USA: Wie die Trump-Administration die Non-Profit-Organisationen unter Druck setzt

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Zivilgesellschaftliche Organisationen in den USA sehen sich seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump massiven Angriffen ausgesetzt. In der Observatorium-Reihe der Maecenata Stiftung beschreibt Mark Sidel, Professor für Recht und öffentliche Angelegenheiten an der University of Wisconsin-Madison, wie die Trump-Administration, der Kongress und einzelne Bundesstaaten mit Verordnungen, Untersuchungen und Gesetzesinitiativen gegen Stiftungen und gemeinnützige Organisationen vorgehen. Sidel berichtet von massiven Mittelkürzungen durch die Regierung und Untersuchungsverfahren gegen einzelne Stiftungen. Die Regierung plane Steuervergünstigungen für den gemeinnützigen Sektor abzuschaffen und die Unterstützung US-amerikanischer Organisationen für Menschen in anderen Ländern weiter einzuschränken. Die Organisationen gerieten wirtschaftlich unter starken Druck, viele Mitarbeiter seien entlassen worden, so Sidel, Programme mussten eingestellt werden und vor allem die individuell unter Druck geratenen Stiftungen und Organisationen sehen durch die behördlichen Untersuchungen beträchtliche Ressourcen gebunden. Die Organisationen versuchen sich mit öffentlichem Protest und juristisch zu wehren. Der Widerstand wachse, schreibt Sidel. Sein Beitrag mit dem Titel „The Nonprofit Sector and Philanthropy in the United States in the Trump Era“ erschien als Observatorium 89 im Januar 2026.

Zum Beitrag

WZB-Studie: Wissenslücken bei Wirksamkeit von Strategien gegen Rechtsaußen

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Leitbilder, Handreichungen, Unvereinbarkeitsregeln: An Strategien und Material gegen Rechtsextremismus herrscht bei zivilgesellschaftlichen Organisationen kein Mangel, stellen die Autorinnen und Autoren der Studie „Wirksam gegen Rechtsaußen. Evidenzbasierte Strategien gegen die extreme Rechte“ fest. Man vernetzt sich, bildet und klärt über extrem rechte Narrative auf, demonstriert und fährt öffentlicheitswirksame Kampagnen. Doch während die Strategien gut dokumentiert sind, fehlen Erkenntnisse über ihre Wirksamkeit. Die Studie untersuchte 191 Handreichungen aus den letzten 20 Jahren von 42 deutschen zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie 56 internationale sozialwissenschaftliche Studien aus fünf Jahrzehnten zur Wirksamkeit von Ansätzen gegen die extreme Rechte. Für keines der fünf Strategiefelder finden sich in der Forschung überzeugende und kohärente Erkenntnisse zur Wirksamkeit. Teils fehlen entsprechende Untersuchungen, teils widersprechen sich die Ergebnisse, teils liegen nur vereinzelte Untersuchungen vor. Neben methodischen Problemen scheint auch die Trennung von Praxis und Forschung die Erkenntnisfindung zu erschweren: Das Praxiswissen der Organisationen findet nur selten den Weg in eine wissenschaftliche Auswertung.

Die Studie wurde am 5. Februar 2026 vom Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und der Freien Universität Berlin als Policy Brief veröffentlicht. Autorinnen und Autoren sind Dr. Hans Jonas Gunzelmann, Prof. Dr. Swen Hutter, Christin Jänicke und Dr. Teresa Völker.

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Schweiz: Nettowachstum bei gemeinnützigen Stiftungen

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Unter dem Strich ist 2025 die Zahl der gemeinnützigen Stiftungen in der Schweiz um 72 gestiegen: 325 gemeinnützige Stiftungen wurden neu gegründet, 253 wurden aufgelöst. Zum Jahresende gab es 13.782 aktive Stiftungen in der Schweiz. Die Zahlen werden jährlich erhoben und kommen vom Center for Philanthropy Studies (CEPS) der Universität Basel, vom Verband SwissFoundations und vom Zentrum für Stiftungsrecht an der Universität Zürich. Besonders hohe Nettozuwächse meldeten sie für den Kanton Genf, hier entstanden unter dem Strich 31 zusätzliche Stiftungen. Im Tessin entstanden 16 zusätzliche Stiftungen. Diese Zahlen wurden vorab veröffentlich, die ganze Statistik und weitere Analysen sollen am 26. Mai 2026 im Schweizer Stiftungsreport veröffentlicht werden.

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Spendenmonitor 2025: Weniger Menschen spenden, aber größere Summen

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Die Zahl der Menschen, die für gemeinnützige Zwecke spenden, ist 2025 zurückgegangen. Das meldete am 2. Dezember 2025 der Deutsche Fundraising Verband, der seine Statistik im „Spendenmonitor“ veröffentlicht. Sie basiert auf der repräsentativen Befragung von 5008 Internetnutzern zwischen dem 15. Oktober und dem 15. November. Demnach sank die Spendendenquote von 50,2 (2024) auf 49,2 Prozent. Die Summe pro Spender stieg aber von 174 auf 187 Euro für 2025. Insgesamt kam so laut Spendenmonitor ein leichtes Wachstum von 6 Milliarden auf 6,3 Milliarden Euro zustande. Der Monitor fragt nur nach Spenden bis 1500 Euro. Die Statistiken in Deutschland weichen stark voneinander ab (bürgerAktiv berichtete).

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Tagungsband: Non-Profit-Organisationen und ihre Herausforderungen

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Wie begegnen Non-Profit-Organisationen (NPOs) den Megatrends – langfristigen und tiefgreifenden Mustern gesellschaftlicher Veränderung – und wie passen sie zugleich ihre Strukturen und Prozesse an die Handlungszwänge kurzfristiger Entwicklungen an? Diese Frage leitete das 15. Internationale NPO-Colloquium am 4. und 5. April 2024 in Frankfurt a.M. mit zahlreichen Beiträgen aus Wissenschaft und Praxis. 25 von ihnen sind im Tagungsband „Nonprofit-Organisationen im Wandel“ zu lesen, der im Dezember 2025 erschienen ist. Sie widmen sich in einem Abschnitt den Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels für NPOs, in einem zweiten Abschnitt dem Management mit neuen Steuerungs- und Leitungsformen und den Herausforderungen, mit Unsicherheit umzugehen, Spenden zu gewinnen und politisch Einfluss zu nehmen. Außerdem gibt es einen Abschnitt zur Freiwilligenarbeit und einen rechtsformspezifischen Abschnitt zu Genossenschaften, Vereinen und Stiftungen. Unter anderem befassen sich Stefan Nährlich und Jonas Rugenstein von der Stiftung Aktive Bürgerschaft mit Stiftungsfonds bei Bürgerstiftungen. Herausgeber des Tagungsbandes sind Prof. Dr. Michael Vilain, PD Dr. Susanne Kirchhoff-Kestel und Prof. Dr. Matthias Heuberger von der Evangelischen Hochschule Darmstadt, die die Tagung zusammen mit Partnern ausgerichtet hat.

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Befragung: KI-Nutzung in gemeinnützigen Organisationen meist individuell

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Im gemeinnützigen Sektor wird Künstliche Intelligenz (KI) vor allem in Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Das hat eine Befragung unter 1235 ehrenamtlich und hauptamtlich tätigen Personen in gemeinnützigen Organisationen ergeben, die ZiviZ im Stifterverband, die WHU – Otto Beisheim School of Management und das Institut für Verbands-, Stiftungs- und Genossenschaftsmanagement (VMI) im Dezember 2025 veröffentlichten. Den Angaben zufolge sind die befragten Personen bei der KI-Nutzung meist auf sich gestellt, da nur ein kleiner Teil der Organisation Richtlinien erlassen hat. Allerdings wird durchaus in den Organisationen über KI diskutiert, teils kritisch oder ablehnend (vor allem in Kultureinrichtungen). Wer KI nutzt – vor allem in großen Organisationen – sieht in ihr auch großes Potenzial.

Als Grund, sie nicht zu nutzen, wurden vor allem mangelndes technisches Know-how, Datenschutzbedenken und Zweifel an der Qualität KI-generierter Inhalte angegeben. Nur zwei Prozent der Befragten fürchteten um ihren Arbeitsplatz. Insgesamt nutzten 73 Prozent der Befragten KI, obgleich 42 Prozent ihren Wissensstand als gering einschätzten. Die Befragung fand im Mai und Juni 2025 statt. Die Ergebnisse sind unter dem Titel „Individuell genutzt, aber strategisch vernachlässigt. Status quo und Handlungsbedarfe zu generativer KI im gemeinnützigen Sektor“ publiziert worden.

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Neue Zahlen zu Spaltung und Zusammenhalt in der Gesellschaft

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Eine breite Mehrheit in Deutschland ist sich einig, dass der Klimawandel bekämpft werden muss. Doch an der Frage, wie das aussehen soll, scheiden sich die Geister. 70 Prozent viele sorgen sich um zunehmende Konflikte, und ein beträchtlicher Teil der Menschen fürchtet, dass Arbeitsplätze vernichtet werden und ihr Lebensstandard sinkt. Die Folge könnte sein, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt sinkt, stellt das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) in seinem zweiten Zusammenhaltbericht fest, der am 13. November 2025 veröffentlicht wurde und auf Klimaschutz fokussiert. Die Wissenschaftler empfehlen, in der Klimapolitik für sozialen Ausgleich zu sorgen und medial eine Überrepräsentation ablehnender Stimmen zu vermeiden. Der Zusammenhaltsbericht arbeitet mit Daten aus vier Panels, darunter zwei quantitative Studien mit insgesamt rund 12.000 Befragten.

Andere Zahlen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt veröffentlichte das Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) im Oktober 2025 in seinem Polarisierungsbarometer 2025. Demnach nehmen 81 Prozent der Deutschen die Gesellschaft als gespalten war und schreiben dem Thema Zuwanderung das größte Spaltungspotenzial zu. Ideologisch polarisieren offenbar Klimaschutzmaßnahmen und die Unterstützung der Ukraine am stärksten. Für das Barometer wurden 34.000 Menschen in acht europäischen Ländern befragt, darunter 4400 Menschen in Deutschland.

Zum Zweiten Zusammenhaltsbericht des FGZ
Zum Polarisierungsbarometer von MIDEM

Analyse: Wie über einen „Gesellschaftsdienst“ diskutiert wird

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Gesellschaftliche, politische und wissenschaftliche Akteure haben viele Argumente und Ansichten über einen sogenannten Gesellschaftsdienst ausgetauscht, der vorzugsweise junge Menschen zum Dienst an der Gemeinschaft verpflichten soll. Doch verbleibe die Debatte „seltsam befangen“ in einer Welt normativer Deutungen und Verantwortungszuweisungen, ohne Fragen der politischen Legitimation, institutionellen Form und des Ressourcenbedarfs eines überhaupt auch nur ansatzweise zu diskutieren, kritisieren Dr. Holger Backhaus-Maul und Lina Hehl vom Forschungsinstitut für Gesellschaftlichen Zusammenhalt (FGZ) in der Studie „Gesellschaftsdienst und Wehrpflicht. Rekonstruktion einer vielstimmigen Debatte“, die im November 2025 von der Friedrich-Ebert-Stiftung publiziert worden ist. Die Autoren referieren Modelle aus Politik, Wohlfahrtsverbänden und Wissenschaft und blicken auch auf Alternativen wie Service Learning. Ein Gesellschaftsdienst erscheine völlig unrealistisch, wenn staatlicherseits nicht einmal der Ausbau der bestehenden Freiwilligendienste gewährleistet werden könne, so ihr Fazit.

Zur Studie

Debatte in USA: Bürgerstiftungen sollen Demokratie von unten stärken

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Die Erneuerung der US-amerikanischen Demokratie muss von unten kommen und die Community Foundations – die Bürgerstiftungen – können den Weg weisen: Diese These stellt Daniel Stid, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am American Enterprise Institute, in einem Beitrag für The Chronicle of Philanthropy auf. Partizipation in der Nachbarschaft vor Ort biete den Menschen jene Erfahrung, sich als Teil des Gemeinwesens zu fühlen, Verantwortung zu übernehmen und mitzumachen, zu geben und zu nehmen, die es brauche, um die Polarisierung zu überwinden. Drei von vier Amerikanerinnen und Amerikaner hätten einen negativen Blick auf die Bundesregierung. Drei von fünf Amerikanern blickten jedoch positiv auf ihre lokale Regierung. Die Community Foundations könnten auf Institutionen und Kultur vor Ort aufbauen.

Stid ruft dazu auf, die Aufmerksamkeit von den medialen Schlammschlachten auf nationaler Ebene abzuwenden. Community Foundation könnten lokale Medien unterstützen, Innovationen im Gemeinwesen fördern, in die zivilgesellschaftliche Infrastruktur investieren und zivilgesellschaftliche Organisationen nicht nur als Anbieter von Dienstleistungen unterstützen, sondern als Institutionen, die Bürgerinnen und Bürger stärken.

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npoR: Wie Stiftungen fördern

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59 Prozent der rechtsfähigen Stiftungen waren 2023 ausschließlich fördernd tätig, weitere 23 Prozent zusätzlich auch operativ tätig. Die Förderstiftungen unterstützen mit finanzieller Zuwendung Projekte, Programme und Capacity Building. Und sie investieren in unternehmerische Ansätze zur Lösung gesellschaftlicher Probleme. In der Zeitschrift für das Recht der Non Profit Organisationen (npoR) veröffentlichten Dr. Andrea Hasl, Dr. Karsten Timmer und Luise Burkhardt eine Auswertung der Befragung des Stiftungspanels des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen zum Schwerpunkt „Wie fördern Stiftungen?“ mit Daten von rund 414 Stiftungen. Demnach sind knapp 80 Prozent der fördernden Stiftung überwiegend lokal tätig. Die jährlichen Fördersummen bewegten sich zwischen 5000 Euro und 50 Millionen Euro. Das Budget stammt meistens aus den Erträgen. In zwei Drittel der Förderstiftungen liegt das Fördermanagement bei Ehrenamtlichen.

Im Fördermanagement unterscheiden sich die Stiftungen unter anderem darin, dass sie zwar alle viel Wert auf die Kontrolle der Fördermittelverwendung legen, aber nur teilweise das Capacity Building unterstützen, also institutionell fördern oder Overheadkosten der Geförderten übernehmen. Der Beitrag „Wie fördern Stiftungen? Charakteristika und Typologie der Förderlandschaft in Deutschland“ erschien in Ausgabe 6/2025 der npoR vom 1. November 2025.

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Vorwürfe und Erkenntnisse: Studien zur Finanzierung der Zivilgesellschaft

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Drei aktuelle Veröffentlichungen analysieren die Vorwürfe gegen zivilgesellschaftliche Organisationen und die staatliche Förderung.

Zivilgesellschaftliche Organisationen hätten sich zu politischen Akteuren entwickelt und betrieben unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit und finanziert mit öffentlichen Mitteln parteipolitische Einflussnahme, fassten Dr. Siri Hummel und Dr. Peter Schubert von der Maecenata Stiftung in ihrem im September 2025 erschienen Arbeitspapier „Das Anti-NGO-Narrativ“ das Problem zusammen. Unter anderem monierten sie, dass die Kritiker nicht zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und professioneller arbeitenden Nichtregierungsorganisationen unterschieden. „Statt einer strukturellen Machtkritik bleibt es bei einem ideologischen Zerrbild, das professionelle Organisationsstrukturen mit Machtübernahme verwechselt und gemeinwohlorientiertes Engagement mit Pfründesicherung. Was bleibt, ist der Versuch einer politischen Delegitimierung unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeitsdebatte“, so Hummel und Schubert.

Die Nichtregierungsorganisation „Lobbycontrol“ führte in der Analyse „Zivilgesellschaft unter Druck“ verschiedene Akteure an, die ihrer Einschätzung nach hinter der „Diffamierung“ zivilgesellschaftlicher Organisationen in Brüssel und Berlin stecken. Neben Medienportalen wie „NIUS“ nannte sie Energieunternehmen und Chemieunternehmen, die ihre Geschäftsinteressen durch Umweltorganisationen bedroht sähen. Die Autorinnen der Studie, Dr. Christina Deckwirth und Nina Katzemich, forderten unter anderem europaweit einen grenzüberschreitenden rechtlichen Rahmen für Nichtregierungsorganisationen.

Die CDU-nahe Konrad Adenauer Stiftung schlug unter dem Titel „Staatliche Förderung der Zivilgesellschaft“ einen „Neustart im Verhältnis von Zivilgesellschaft und Staat“ vor und warnte davor, die Sphäre des Staates mit der Sphäre der Bürgergesellschaft zu vertauschen. Letztere vertrete ihre Interessen, organisiere Selbsthilfe und trete als Themenanwälte auf. Nicht die Bürgergesellschaft müsse neutral sein, sondern der Staat. Autor Tobias Montag forderte neue Kriterien für die staatliche Förderung, darunter ein Kriterium „gesellschaftlicher Zusammenhalt“.

Arbeitspapier der Maecenata Stiftung
Studie von Lobbycontrol
Monitor der Konrad-Adenauer-Stiftung

„Bildungskompass“: Wer fördert Schülerinnen und Schüler in Deutschland?

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Der Stifterverband hat am 6. Oktober 2025 zusammen mit der Unternehmensberatung McKinsey den „Kompass Bildungsförderung Deutschland“ veröffentlicht. Er verzeichnet gemeinnützige Stiftungen, Initiativen und Unternehmen, die schulische Bildung in Deutschland fördern. Es sind Organisationen und Initiativen in der Bildungsförderung mit überregionaler Tätigkeit und weiterem Skalierungspotenzial und nur solche Angebote, die „klar definierte Förderziele verfolgen und deren Wirksamkeit nachweislich über eine validierbare Messung belegt ist“, heißt es. Nach diesen und weiteren Kriterien kamen 130 Akteure in den Kompass, darunter auch die Stiftung Aktive Bürgerschaft als Trägerin des Service-Learning-Programms sozialgenial.

Mit einem Online-Tool lässt sich die Liste der Förderer nach verschiedenen Kriterien filtern. Der Kompass soll Schulen, Stiftungen und Verwaltungen als Wegweiser dienen, wenn sie Förderung oder Partnerschaften suchen oder sich allgemein informieren wollen. Die erfassten Förderer unterstützten zusammengenommen mehr als eine Million Schülerinnen und Schüler, hieß es in der Pressemitteilung. Bereits im Februar 2025 hat der Stifterverband die Initiative „Allianz für Schule Plus“ ins Leben gerufen. „Das übergreifende Ziel ist, in einer Welt im Wandel ein Bildungssystem zu gestalten, das schnell mehr Menschen mit den notwendigen Kompetenzen ausstattet“, heißt es in der Einleitung des Kompasses.

Zu Kompass Bildungsförderung Deutschland

Neuer Freiwilligenmonitor für die Schweiz

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41 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer engagieren sich in Vereinen oder Organisationen, am meisten in Sportvereinen oder kulturellen Vereinen. 17 Prozent üben ein Amt aus. Das meldet der fünfte Schweizer Freiwilligenmonitor, der im September 2025 veröffentlicht wurde. Er hat auch Daten zur informellen Freiwilligenarbeit erhoben – damit ist Engagement und Hilfe für andere Menschen außerhalb des eigenen Haushalts gemeint, oft Betreuung oder Pflege. Dies dazu gerechnet, kommt der Monitor auf insgesamt 86 Prozent der Bevölkerung, die sich im Laufe eines Jahres in irgendeiner Form freiwillig engagieren.

Unter den 60- bis 74-Jährigen ist der Anteil der Engagierten in Vereinen und Organisationen am größten. 49 Prozent der Menschen aus Haushalten mit einem monatlichen Einkommen von mehr als 11.000 Schweizer Franken engagieren sich hier freiwillig, 32 Prozent sind es bei Haushalten mit bis zu 5000 Schweizer Franken. Auf dem Land ist die Freiwilligen-Quote etwas höher als in Städten, in der Deutschschweiz liegt sie über der Quote im Tessin und der romanischen Schweiz.

Der Monitor wurde zuvor 2007, 2010, 2016 und 2020 veröffentlicht. Herausgeber ist die Schweizerische Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG).

Zum Freiwilligenmonitor

Wie Engagement für Geflüchtete dauerhaft bleibt

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Neben dem persönlichen Einsatz einzelner Engagierter sind gute Kooperationen mit etablierteren Partnern wesentlich, um aus spontanen Hilfsinitiativen langfristig tragfähige Gemeinschaften zu machen. Diese Schlüsselfaktoren hat die Studie „Civic Refugee Report: The Shifting Landscape of Pro-Refugee Communities in Germany After 2015“ identifiziert. Sie untersuchte, was aus dem zivilgesellschaftlichen Engagement für Geflüchtete 2015 wurde, und fand heraus: Bei der Kooperation zwischen hauptamtlich geführten Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände und ehrenamtlichen Initiativen kam es darauf an, gegenseitiges Verständnis für die unterschiedlichen Arbeitsweisen zu entwickeln. Außerdem konnten dauerhafte zivilgesellschaftliche Hilfsgemeinschaften entstehen, wenn die Kommunalverwaltungen sie mit Räumen und finanziell unterstützten und ein Schulterschluss stattfand. Die ehrenamtlichen Initiativen hatten schlechte Chancen, sich weiterzuentwickeln, oder gaben frustriert auf, wenn sie von dominierenden etablierten Organisationen und der Kommunalverwaltung ignoriert wurden. Die Studie von Clara van den Berg vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) ist eine Dissertation und sie wurde im Juli 2025 veröffentlicht.

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