ZDF Terra X: Vereine, Vereine, Vereine

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Hunderttausende Vereine prägen in Deutschland die organisierte Zivilgesellschaft. Ihr Spektrum ist breit. Die ZDF-Reportagesendung „Terra X“ widmet in ihrer Dokumentation „Unsere Vereine: Mehr als Kegeln und Kaninchen“ dennoch ein paar Sendeminuten den klischeebildenden Kaninchenzüchtervereinen – die in der DDR als „Verband“ firmierten, da man es dort mit Vereinen nicht so hatte. Mit historischen Aufnahmen und Nach-Inszenierungen blickt der Beitrag in die Vergangenheit im 19. Jahrhundert, der Weimarer Zeit und schließlich dem Nationalsozialismus. Vereine als Hort der Demokratie: Fehlanzeige. In der Nachkriegszeit wuchs in der Bundesrepublik mit Wohlstand und Freizeit auch das Vereinswesen. Kaum ein Zweck, der vor ihnen sicher war. 1968 wurde in München sogar ein Verein gegen Vereinsbildungen gegründet, der sein Ziel allerdings augenscheinlich verfehlte. Heute gibt es mehr als 600.000 Vereine und sie gelten wichtige Elemente der Demokratie. Die Dokumentation von Thomas Hies und Tobias Wiethoff wurde am 30. August 2026 gesendet.

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FAZ: Kühne-Stiftung wird nach Erbschaft eine der größten Europas

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Die Stiftung des im August 2026 verstorbenen Hamburger Logistikunternehmers Klaus-Michael Kühne erbt sein milliardenschweres Vermögen. Sie dürfte damit eine der größten Europas werden, prognostizierte unter anderen am 24. August 2026 Jonas Ritter in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Laut einer Schätzung des Magazin „Forbes“ liegt das Vermögen der Stiftung bei 44 Milliarden Dollar. Sie wurde vom Vater des verstorbenen Milliardärs als Familienstiftung gegründet. Sie habe bislang rund 35 bis 40 Millionen Euro pro Jahr für gemeinnützige Zwecke ausgeschüttet, so Ritter. Künftig könnte diese Summe mehr als 1 Milliarde Euro im Jahr betragen. Kühne selbst habe zu Lebzeiten gesagt, dass zunächst weiterhin die universitäre Logistiklehre, medizinische Forschung, Kultur und Klimaforschung gefördert werden sollten. Der Bericht von Jonas Ritter ist unter dem Titel „Das geschieht mit den Milliarden von Klaus-Michael Kühne“ erschienen.

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Münchner Merkur: Schwierigkeiten mit dem Erbe bei der Bürgerstiftung Fürstenfeldbruck

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Schon vor 14 Jahren trat die Bürgerstiftung Fürstenfeldbruck das Erbe eines 5000 Quadratmeter großen Grundstücks an – allerdings mit Auflagen, die bis heute erschweren, den Willen der Erblasserin umzusetzen. Über die Tücken dieses Falls berichtete am 24. Juli 2026 Patrick Tietz im Münchner Merkur („Testament mit langwierigen Folgen“). Die Stiftung will das Haus der Erblasserin auf dem Grundstück abreißen und einen kleinen Teil der Fläche bebauen, um aus den Erträgen den von der Erblasserin gewünschten Park zu finanzieren. Dagegen spricht sich jedoch ein Ehepaar aus, das das Haus der Erblasserin bewohnt und im Testament mit lebenslangem Wohnrecht ausgestattet wurde. Und natürlich fällt den Behörden auch noch etwas ein, das die Planungen erschwert. Der Beitrag endet mit dem Satz: „Auch nach 14 Jahren bleibt es also vorerst ungewiss, wie es weitergeht.“

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NDR: Sorgen in Vereinen um Minijobs

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Wenn die Regierung wie von der Rentenkommission geplant die meisten Minijobs streicht, kommen auf Vereine höhere Kosten zu. Diese Befürchtung äußerte der Landessportverband in Schleswig-Holstein, berichtete der NDR am 23. Juli 2026. Der Autor des Beitrags „Vereine und Gastronomen bangen um Minijobs“, Tobias Gellert, fing vor Ort beim SV Fehmarn in Schleswig-Holstein die Stimmung ein. Der Sportverein hat mehr als 1700 Mitglieder und vier bis fünf Minijobber, die sich Sorgen um das Einkommen machen. „Es wäre schon hart“, sagt eine Frau, die mit dem Geld ihre Rente aufbessert. Der Vorsitzende des Vereins wies auf die höheren Kosten wegen der Sozialabgaben hin. Möglicherweise müssten dann die Mitgliedsbeiträge erhöht werden.

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Deutschlandfunk: Unternehmen, Demokratie und die AfD

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Manche Unternehmen spenden der AfD, andere grenzen sich ab. Wie sich die Wirtschaft im Vorfeld der Landtagswahlen in den ostdeutschen Ländern verhält, berichtete der Deutschlandfunk in einem Überblicksbeitrag. Spitzenverbände wie der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sowie der Maschinenbauverband (VDMA) sprächen sich gegen die AfD aus. Man fürchte um die Demokratie und die mit ihr verbundenen guten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. Die staatliche Förderbank KfW bietet dem Bericht zufolge ihren Mitarbeitenden Weiterbildungen und bis zu fünf Tagen Sonderurlaub, wenn sie sich kommunalpolitisch engagieren. Außerdem hat sie eine Initiative namens „Charta der Demokratie“ gestartet, der allerdings nur 13 Unternehmen angehören. Deutlich mehr Unternehmen haben sich seit 2016 dem Verband „Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen“ angeschlossen: Es sind 160, allerdings von 150.000 insgesamt. Der Beitrag „Wie Unternehmen Demokratie fördern“ datiert auf den 12. August 2026 und verlinkt weitere Audiobeiträge zum Thema.

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Die Oberbadische: Chancen, aber auch Grenzen des Ehrenamts für Ältere

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60 Gäste und ein überbuchtes Bewegungsprogramm: Das wöchentliche Quartierscafé des Fördervereins Seniorenzentrum St. Fridolin scheint einem Bericht der Oberbadischen Zeitung vom 11. August 2026 zufolge ein voller Erfolg zu sein. Hinter den Kulissen sorgt kluge Koordination der zahlreichen Ehrenamtlichen für das Gelingen. Der Artikel „Chancen und Grenzen des Ehrenamts“ von Willi Adam erschien als elfter Teil einer Serie über gutes Altern. Auch für ältere Menschen mit viel Freizeit gelte: „Wer sich heutzutage engagiert, möchte oder muss (zum Beispiel wegen familiärer Verpflichtung als Großeltern) die Zeiten seiner Einsätze und die Intensität seiner Tätigkeit individuell mitbestimmen.“ Akteure aus der Region nannten die Vermittlung von interessierten Freiwilligen an geeignete Einsatzstellen als Herausforderung, so Adam. Zudem warnten sie davor, Aufgaben etwa in der Pflege auf das Ehrenamt abzuwälzen, die von der Gesellschaft finanziert werden müssten.

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Bayerischer Rundfunk: Uniformtag – Anerkennung oder Symbolpolitik?

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Die Fraktionen der CSU und der Freien Wähler im bayerischen Landtag haben vorgeschlagen, einen Uniformtag einzuführen, an dem Ehrenamtliche in Uniform zur Arbeit kommen dürfen. So sollen Aufmerksamkeit und Anerkennung für das Ehrenamt generiert werden. Über ablehnende Reaktionen bei der Feuerwehr und beim Bayerischen Roten Kreuz berichtete der Bayerische Rundfunk. Die Kleidung wecke möglicherweise Erwartungen, die außerhalb des Dienstes nicht erfüllt werden könnten, sagte ein Geschäftsführer vom Roten Kreuz unter Hinweis auf interne Regelungen. Beim Technischen Hilfswerk dagegen stand man der Idee offen gegenüber. Wichtiger sei allerdings, das Umfeld in den Blick zu nehmen – Arbeitgeber und Familien, die im Einsatzfall zurückstehen müssten, sagte eine Engagierte.

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Landshuter Zeitung: Mehr Zeit dank digitaler Vereinsstruktur und KI

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An Krebs erkrankte Menschen und ihre Angehörigen unterstützen: Das hat sich der Verein „Lebensmut Landshut“ zur Aufgabe gemacht. Damit es dabei bleibt und administrative Aufgaben nicht zu viel Raum gewinnen, setzt der Verein auf eine digitale Struktur und auf Künstliche Intelligenz (KI), berichtete die Landshuter Zeitung am 7. August 2026. Laut der Geschäftsführerin sei die Buchhaltung weitgehend automatisiert und ein Datenanalyse-Dashboard bei vier ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern in Arbeit. „Das Digitale kommt Lebensmut Landshut auch zugute, wenn es um den Vorstand geht: Da dieser dezentral arbeitet, können die Verantwortlichen durch eine digitale Vereinsstruktur transparent auf die relevanten Informationen zugreifen“, schrieb die Autorin des Berichts „Mehr Zeit fürs Zuhören“, Claudia Hagn.

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Süddeutsche Zeitung: Sinnangebote für Ältere

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„Seniorinnen und Senioren klagen ja zudem oft darüber, einsam zu sein und keinen Sinn ihrer Existenz mehr zu erleben“, sagte der Politikwissenschaftler Emanuel Richter im Interview mit Anna Maria Mayr von der Süddeutschen Zeitung. Seine Lösung: „Ehrenamtliche politische Tätigkeiten könnten helfen, Gefühle dieser Art nachhaltig zu lindern.“ Richter, Professor in Aachen und selbst 73 Jahre alt, warb dafür, aktiv zu bleiben. Ältere klebten möglicherweise in Führungspositionen fest, „weil wir als Gesellschaft kein überzeugendes Sinnangebot jenseits davon liefern“, sagte er. Das Interview „Ehrenamt ist tatsächlich eine lebenserhaltende Maßnahme“ erschien am 6. August 2026.

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Süddeutsche Zeitung: Rente für freiwillige Feuerwehrleute?

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„Sollen langjährige freiwillige Feuerwehrleute im Alter ein finanzielles Zuckerl bekommen?“ Über die bayerischen Diskussionen dazu berichtete Johann Osel in der Süddeutschen Zeitung. Anlass war eine Innenausschuss-Sitzung des Landtags, in die die bayerische SPD das Thema eingebracht hatte. Die Kommunen fürchten Kosten, die SPD stellt sich ein landesweites Versorgungswerk vor, die CSU fürchtet Neiddiskussionen und die Grünen Ungerechtigkeit. Osel lenkte den Blick auf die Betroffenen, die in einer Befragung der TH Nürnberg eher lässig auf die Frage nach finanziellen Anreizen reagiert hatten. „Einer sagte über sein Feuerwehrhaus: ‚Es regnet rein, die Klamotten hängen in den Dieselabgasen, Duschen gibt es keine‘“, schrieb Osel. Sein Bericht „Die Krux mit der Feuerwehr-Rente“ erschien am 16. Juli 2026.

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General-Anzeiger: Ehrenamtlicher Weinbau im Ahrtal

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Nicht nur Gebäude, sondern auch Weinkeltereien wurden 2021 bei der katastrophalen Flut im Ahrtal in der Eifel zerstört. Ein Fall für ehrenamtliches Engagement, berichtete Kasten Packeiser im General-Anzeiger. Aus den Reihen der Aufräumhelfer gründete sich die Initiative „HelfAHRwein“, die bis heute als Genossenschaft ehrenamtlich einen Weinberg bewirtschaftet. Die Erlöse aus dem Weinverkauf kommen dem Wiederaufbau im Ahrtal zugute. „Am Ende jeder Weinlese fragen sich die Aktiven von ‚HelfAHRwein‘, ob sie weitermachen“, so Packeiser. Bislang hätten sich aber für jede Saison genügend Freiwillige gefunden, „die weder Wind noch Wetter noch die schweißtreibenden Wege an dem steilen Weinberg scheuen.“ Der Beitrag erschien in der Printausgabe am 22. Juli 2026 unter dem Titel „Die Ahrtalhelfer und ihr Weinberg“.

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Spiegel online: Warren Buffett setzt Spenden an Gates-Stiftung aus

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Der US-amerikanische Großinvestor und Milliardär Warren Buffett spendet offenbar nicht mehr an die Gates-Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates, ebenfalls Milliardär. Die Stiftung ging zum ersten Mal seit 20 Jahren leer bei der jährlichen Aktienspende Buffetts aus, berichtete unter anderem Spiegel online. Im März habe der 95-jährige Buffett erklärt, nicht mit Bill Gates sprechen zu wollen, bis Klarheit über dessen Kontakte zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein herrsche. Der Bericht mit dem Titel „Warren Buffett setzt Milliardenspende an Gates-Stiftung aus“ erschien am 14. Juli 2026.

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Neuß-Grevenbroicher Zeitung: GEMA-Entlastung wirkt vor allem bei kleinen Veranstaltungen

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Nordrhein-Westfalen übernimmt unter bestimmten Bedingungen die GEMA-Gebühren für die Veranstaltungen gemeinnütziger Organisationen ( bürgerAktiv berichtete). „Profitieren werden aber vor allem Vereine mit kleineren Veranstaltungen“, hieß es in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 20. Juli 2026. Der Grund sind die Voraussetzungen: Unter anderem müssen die Veranstaltungen eintrittsfrei sein und ihre Flächen dürfen 500 Quadratmeter nicht überschreiten. Ein Schützenfest fällt da raus, erfuhr der Autor des Beitrags „GEMA-Entlastung: Vereine sparen kaum“, Stefan Schneider, vom Bürgerschützenverein, als er sich in Dormagen umhörte. Doch auch wenn manche Vereine nur marginal profitieren, wurde die Regel von allen seinen Gesprächspartnern gelobt.

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FR: Misstrauen, Bürokratie, Siechtum

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Einen „Teufelskreis gegen Engagement“ machte Richard Meng, Chefredakteur der Zeitschrift „Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte“ in seinem Gastkommentar für die Frankfurter Rundschau (FR) aus. „Während die rechten Populisten im Aufschwung sind und Gesprächsfähigkeit zum echten Problem wird, verheddern sich Politik und Verwaltung, behindern sie damit Gegenstrategien“, schrieb er. Misstrauen gegenüber Engagierten führe zu „wahnwitzigen Detailauflagen“, Abrechnungen und Berichtspflichten nähmen immer mehr Raum ein. Zugleich breche „freihändiges Mäzenatentum aus der Wirtschaft“ weg. „Die großen Firmen halten sich eigene Stiftungen, ihre professionalisierten PR-Abteilungen fördern erst nach konkreter Kosten-Nutzen-Analyse“, so Meng. Die einspringende staatliche Förderung mache „aus bunten gesellschaftlichen Gruppen bürokratische Staatszwillinge“. Der Kommentar erschien am 9. Juli 2026.

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WAZ: „Viele Aufgaben, wenig Zeit“

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Engagement wird in wachsendem Maße zum Faktor in der Daseinsvorsorge – gleichzeitig ist jedoch mit einem Rückgang der Engagierten zu rechnen. Darauf machte Andrea Walter, Professorin an der Hochschule für Polizei und Verwaltung, im Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) aufmerksam. „Derzeit gelten die Babyboomer tatsächlich als Hoffnungsträger. Wir wissen aber auch, dass das Engagement ab 75 Jahren deutlich abnimmt. Wenn die Babyboomer diese Altersgrenze erreicht haben, kann es sein, dass wir dies im Engagement deutlich spüren werden“, sagte sie und empfahl, den Blick auf jene Menschen zu richten, die bislang weniger engagiert sind: „Wir müssen Schwellen abbauen und Zugänge ermöglichen, etwa für Menschen mit Beeinträchtigungen oder mit Migrationsgeschichte.“ Ein Patentrezept gebe es jedoch nicht. Das Interview, das Anne Stratmann führte, erschien am 11. Juli 2026 unter dem Titel „Droht bald die große Ehrenamts-Rente? So steht es um das Engagement in NRW“.

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NDR: Wer übernimmt, wenn die Kirchen schließen?

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Mit einer kurzen Reportage aus einer kirchlichen Obdachlosenküche in Hamburg warf am 1. Juni 2026 das Hamburg-Journal des NDR die Frage auf, wer solche Angebote übernimmt, wenn die Kirchen passen müssen. „Prognosen zufolge können den Kirchen in Deutschland bis 2060 die Hälfte ihrer Gelder fehlen. Was dann?“, fragte der Autor des Berichts „Gemeinnütziges Engagement: Was, wenn die Kirchen verschwinden?“, Nico Stubbe. Pastorin Dorothea Frauböse von der Gemeinde St. Georg in Hamburg prognostizierte in ihrer Antwort ein „hohes Ausmaß an Verlust“ – für sie sei nicht erkennbar, welche anderen Organisationen die Angebote der Kirchen in gleichem Umfang übernehmen könnten, sagte sie.

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Leipziger Volkszeitung: Strafe fürs Engagement – freiwillige Feuerwehr im Einsatz geblitzt

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Wenn es brennt, ist Eile angezeigt und die Feuerwehr darf Tempobegrenzungen überschreiten. Dennoch bekam ein Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr in Taucha in Sachsen eine saftige Strafe, als er auf dem Weg zu einem Brand in einer Grundschule schneller als erlaubt fuhr. Er wurde mit 69 Stundenkilometern in einer Baustelle geblitzt und zur Zahlung von 369 Euro verdonnert, dazu zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Tatsächlich hat die Feuerwehr zwar Sonderrechte und darf verkehrsregelwidrig rasen, die Geschwindigkeit muss aber verhältnismäßig sein und darf andere nicht gefährden. Der Feuerwehrmann zog jedoch vor Gericht – und wurde freigesprochen, berichtete unter anderem Sven Hering in der Leipziger Volkszeitung am 9. Juni 2026 („Geblitzt im Feuerwehr-Einsatz: Urteil gegen Ray Lange steht fest“). Denn einerseits sei die überhöhte Geschwindigkeit von den Sonderregelungen für die Feuerwehr gedeckt gewesen und außerdem war die Begrenzung auf Tempo 30 zum Tatzeitpunkt nicht ausgewiesen, es galt also Tempo 50, urteilte das Amtsgericht Eilenburg. Der Feuerwehrmann äußerte sich erleichtert, quittierte nach all den nervlichen Strapazen allerdings das Ehrenamt. Seine Anwältin bezeichnete das Verhalten der Stadt Taucha als „überzogen“ und „falsche Anwendung des Rechts“. Der Fall hat überregional Schlagzeilen gemacht.

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Nordkurier: Schenderlein zufrieden mit bisheriger Ehrenamtspolitik

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Die für Ehrenamt und Sport zuständige Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) hat sich im Interview mit dem Nordkurier zufrieden mit den bisherigen Maßnahmen zum Abbau von Bürokratie gezeigt. „Wir werden weitere spürbare Verbesserungen angehen!“, kündigte sie an, allerdings ohne konkrete Maßnahmen zu nennen. Anlass für das Interview war Schenderleins Antrittsbesuch bei der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) in Neustrelitz. Auf die Frage nach dem im Koalitionsvertrag postulierten Ausbau der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) verwies die Staatsministerin in dem Interview darauf, dass deren Stiftungsrat um drei Sitze auf 22 aufgestockt wurde und die DSEE potenzielle Kooperationspartner kontaktiert habe. Die DSEE werde jährlich mit 30 Millionen Euro vom Bund finanziert. Das Interview „Wie steht es um das Ehrenamt, Frau Staatsministerin?“ erschien am 7. Juni 2026.

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General-Anzeiger: „Ehrentag“ verärgert Ehrenamtliche

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Das Ehrenamt bügelt die Lücken des Sozialstaats aus und wird dabei allein gelassen: Für diese Kritik nutzten zwei Ehrenamtliche aus Siegburg die Aufmerksamkeit, die der „Ehrentag“ am 23. Mai 2026 generiert hat. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte damit das bürgerschaftliche Engagement in Deutschland würdigen wollen. Die Aktion sei „das Sinnloseste, was es gibt“ und komme „direkt nach dem Klatschen für Pflegekräfte“, schimpften Angela Holtmann und Manu Gardeweg im General-Anzeiger. Beide engagieren sich für Obdachlose und Katastrophenschutz in Siegburg und Lohmar. Das Ehrenamt sei überlastet, während an Sozialleistungen gespart werde, kritisierten sie. Der Soziologe Holger Backhaus-Maul, Vorstandsmitglied der Aktiven Bürgerschaft, wird im Bericht mit dem Verweis auf den Rechtsanspruch auf Sozialleistungen zitiert, konstatierte aber, im Zivil- und Katastrophenschutz hätten staatliche Stellen in den letzten Jahren vielerorts versagt. Der Bericht von Mitja Nikolaus mit dem Titel „Wir sind immer auf Betteltour“ erschien am 23. Mai 2026 im General-Anzeiger.

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WDR: 14-Jähriger schneidet Obdachlosen die Haare

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Einmal in der Woche geht der Schüler Leif Weverinck in das „Haus der Wohnungslosen“ in Münster und schneidet dort Wohnungslosen kostenlos die Haare. Der Jugendliche engagiert sich ehrenamtlich im Rahmen eines sozialgenial-Projekts, berichtete der WDR am 26. Mai 2026 unter dem Titel „14-Jähriger schneidet Obdachlosen kostenlos die Haare“. Die Mutter, eine ehemalige Friseurin, habe ihm das Haareschneiden beigebracht, den Rest eigne er sich über Online-Tutorials an. Wenn das Projekt ausläuft, will er sein Engagement fortsetzen, dann einmal im Monat, so die Autorin des Beitrags, Antje Kley.

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NDR: Stiftungen wollen unabhängiger kommunizieren

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Sechzehn deutsche Stiftungen beteiligen sich laut NDR an einem Versuch, unabhängiger zu kommunizieren und sich von den Social-Media-Plattformen aus den USA und China zu lösen. „Zugleich wolle man ein Zeichen gegen Akteure wie Donald Trump, Elon Musk und Mark Zuckerberg setzen“, heißt es in dem NDR-Bericht „Stiftungen gründen eigene Social-Media-Plattform auf Mastodon“ vom 4. Mai 2026. Die an der Initiative Beteiligten wollten nun unter „stiftungen.social“ auf einem Server der Plattform Mastodon kommunizieren, der zusammen mit der Initiative Save Social entwickelt wurde.

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Ostthüringer Zeitung: Humanitäre Hilfe mit Risiko – Notfallsanitäterin im Porträt

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Mehrere Wochen saß eine 25-jährige Thüringerin Lina Herzog im Irak fest, als sie ihren Einsatz als Notfallsanitäterin in Erbil beenden und nach Deutschland zurückkehren wollte. Grund war der Angriffskrieg Israels und der USA auf den Iran. Die Behörden hätten sich nicht um sie gekümmert, erzählte sie im Bericht „Die Ungewissheit war echt schlimm“ von Marcus Cislak in der Ostthüringer Zeitung. Sie hatte sich freiwillig zu dem Hilfseinsatz gemeldet. Ihre Erkenntnisse: Wertschätzung für die Sicherheit in Deutschland und die Überzeugung, im Notfall müsse sich vor Ort die Gesellschaft selbst helfen können. Sie überlege, der Freiwilligen Feuerwehr beizutreten, berichtete Cislak. Der Beitrag erschien am 6. Mai 2026.

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Ruhr Nachrichten: Zu viel Erfolg für zu wenig Ressourcen

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Ein Beispiel für die Überforderung Ehrenamtlicher schilderte am 16. Mai 2026 Andreas Schröter in den Ruhr Nachrichten: Der erfolgreiche Bürgertreff „Gerne in Derne“ in Derne bei Dortmund hat im Mai 2026 nach zehn Jahren aufgegeben. Er war 2016 im Rahmen eines Modellprojekts für die Bewältigung des demografischen Wandels gegründet worden. „Ein Abschied, der wehtut“, so Schröter. Denn der Bürgertreff erfreute sich großer Resonanz, es gab Kunstausstellungen, Lesungen, Sonntagskaffee mit Selbstgebackenem, Yogakurse, Kinderaktionen, Nachbarschaftsfeste. Doch die Arbeit blieb an fünf Ehrenamtlichen hängen, von denen vier berufstätig waren. Bereits der Ausfall einer der Ehrenamtlichen brachte das Projekt an seine Grenzen. Zum Jahreswechsel 2025/26 gaben eine Haushaltssperre und eine auslaufende Förderung dem Verein den Rest. Zwar hätte die Förderung wieder neu beantragt werden können, aber nur für ein weiteres Jahr – zu wenig Planungssicherheit. Erschwerend komme der bürokratische Aufwand hinzu. Schröter ließ die Betroffenen zu Wort kommen: „Für jede einzelne Förderung, ob das Lesungen waren oder Veranstaltungen – immer dieser verwaltungsmäßige Überbau“, sagt die Vorsitzende Sandra Brinner. „Das ist für Ehrenamtliche eigentlich unzumutbar. Das sind Strukturen, die Ehrenamt einfach auffressen und kaputt machen.“ Der Beitrag ist unter dem Titel „Tut mir in der Seele weh“ erschienen.

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WirtschaftsWoche: Keine Angst vor NGOs

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Eine Lanze für Nichtregierungsorganisationen (NGO) brach Anne Brorhilker von der Organisation „Finanzwende“ in der WirtschaftsWoche. Sie zu „delegitimieren, zu diffamieren und finanziell auszutrocknen ist Teil der Strategie autoritärer Kräfte“, so Brorhilker. Doch in Wahrheit seien NGOs keine Bedrohung der Demokratie, sondern „wichtiger Teil dieses Systems, das auf Kontrolle und Ausgleich ausgelegt ist.“ Sie hinterfragten Regierungshandeln, informierten die Öffentlichkeit und zögen gegebenenfalls vor Gericht. „Und sie können Korrekturen anregen, wenn Lobbyverbände aus wirtschaftlichen Interessen Gesetze durchgesetzt haben, die den Staat finanziell schwächen.“ Demokratie lebe von Beteiligung und Organisationen, die für die eigenen Belange einstünden: Eine Kultur, die schließlich auch von anderen gepflegt wird, wie Brorhilker mit Hinweis auf Wirtschaftsverbände und ihre erheblichen Aufwendungen für Lobbyarbeit argumentierte. Ihr Gastkommentar erschien am 26. April 2026 unter dem Titel „Was der Bankenverband darf, darf eine NGO noch lange nicht?“

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Kieler Nachrichten: Landfrauen dürfen doch Torten backen

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Über eine Bürokratieposse mit Happy End berichteten am 5. Mai 2026 die Kieler Nachrichten aus Anlass des Tages des Lokaljournalismus. Demnach war 2024 einer Gruppe von Landfrauen untersagt worden, Torten zu backen und auf dem Weihnachtsmarkt in Bordesholm in Schleswig-Holstein für einen guten Zweck zu verkaufen. Man sorgte sich, dass sie in ihrem Ehrenamt die Hygienevorschriften der Lebensmittelproduktion nicht einhielten. Aufgrund von Berichterstattung und öffentlicher Empörung habe sich jedoch dann geklärt, dass der zuständige Kreis Rendsburg-Eckernförde die Vorschrift zu eng auslegte, indem er die Frauen als Unternehmen einstufte, für die die strengeren Regeln gelten. 2025 konnten die Frauen ihre Torten wieder verkaufen. Den Beitrag „Die Torten der Landfrauen Bordesholm dürfen wieder in aller Munde sein“ schrieb Frank Scheer.

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