Generalanzeiger: 1000 Tage nach der Flut läuft die Hilfe weiter

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Die Flutkatastrophe an der Ahr im Sommer 2021 ist längst aus der aktuellen öffentlichen Diskussion herausgerutscht. Doch die Hilfe vor Ort läuft noch. Im Bonner Generalanzeiger berichtete am 12. April 2024 Hildegard Ginzler unter der Überschrift „Wie Ehrenamtliche seit 1000 Tagen Betroffenen der Flut helfen“ über die Stiftung Ahrtal, die im Oktober 2022 von Engagierten aus dem privat initiierten Spenden-Verteilzentrum Ahrtal heraus gegründet wurde. Ginzler schreibt von Aufbauhilfen aller Art, aber auch Kulturveranstaltungen, die die Stiftung organisiert. Das „ehrgeizige Ziel“ sei, gemeinsam mit den über 100 Ehrenamtlichen der Stiftung das Tal klima- und zukunftssicher wiederaufzubauen.

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Deutschlandfunk: Ehrenamtliche Bürgermeister bei Bundespräsident Steinmeier

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Am 11. April 2024 empfing Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier 80 ehrenamtliche Bürgermeister und Bürgermeisterinnen. Sie seien „Kraftquellen der Kommunen“, lobte er, wie am gleichen Tag im Deutschlandfunk Sebastian Engelbrecht berichtete („Ehrenamt – Bundespräsident trifft Bürgermeister in Berlin“). Die Rückenstärkung konnten die Eingeladenen brauchen: Laut einer aktuellen Umfrage der Körber Stiftung seien 40 Prozent der befragten ehrenamtlichen Bürgermeister schon einmal bedroht oder tätlich angegriffen worden und knapp ein Drittel habe bereits erwogen, das Amt niederzulegen, so Engelbrecht. Er berichtete auch über den Auftritt von Sigrid Schumacher, Bürgermeisterin im brandenburgischen Zernitz-Lohm, bei der Veranstaltung. Sie vermisse den Respekt, Unterstützung und Lob, und zwar nicht nur von den Bürgern, sondern auch von den übergeordneten Behörden in Bund und Land. Dazu gehöre auch der Kampf mit der Bürokratie, insbesondere der Fördermittelbürokratie der höheren Verwaltungsebene. Hier stecke der Hauptgrund für die mangelnde Attraktivität des Amtes beim Nachwuchs. Schumacher habe viel Applaus bekommen, sagte Engelbrecht.

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taz: Stillstand bei Reform der Gemeinnützigkeit

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Vor rund zehn Jahren wurde dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac die Gemeinnützigkeit entzogen. Das nahm Hannes Koch zum Anlass, in der tageszeitung (taz) den Stand der Debatte um die Reform der Gemeinnützigkeit zu beleuchten. Das Thema hat in den vergangenen Jahren verschiedene Gerichte beschäftigt, entschieden wurde mal so, mal so. Den grundsätzlichen Rechtsstreit wolle die Bundesregierung eigentlich mit einer gesetzlichen Änderung klären, Ansatzpunkt wäre eine Änderung der Abgabenordnung, die die gemeinnützigen Zwecke definiert. Doch sei keine Bewegung festzustellen: „Weder entscheidet das Bundesverfassungsgericht über die Klage von Attac gegen den Entzug der Gemeinnützigkeit. Noch kommt die Regierung voran“, stellt er fest. Der Beitrag „Angst vor Attac-Schicksal“ erschien am 11. April 2024.

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Die Welt: Politik muss gegenhalten können

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Die Zivilgesellschaft als Raum, um das Gute durchzusetzen, vom Tierschutz über Geschlechtergerechtigkeit bis zum Kampf gegen den Klimawandel: Nach diesem Verständnis ist die Zivilgesellschaft etwas Gutes, stellte Thomas Schmid in seinem Beitrag „Zivilgesellschaft – was genau soll das sein?“ fest, der am 30. März 2024 in der „Welt am Sonntag“ erschien. Allerdings müsse dann auch die politische Sphäre kraftvoll agieren können. Schmid blickt ein Jahrhundert zurück: „Große Teile dessen, was man heute Zivilgesellschaft nennen würde, organisierten sich in der Weimarer Republik ausdrücklich gegen die Republik.“ Die NSDAP habe die Zivilgesellschaft genutzt, um die Republik zu stürzen. Er warnt: „Wenn die Zivilgesellschaft für sich beansprucht, mehr zu sein als freiwillige Bürgerassoziation, wenn sie sich erfolgreich anmaßt, in die Politik hineinzuregieren und ihr Regeln zu diktieren – dann ist das gerade kein Beweis für die Stärke der Demokratie.“ Und er schlussfolgert: „Die Politik sollte nicht der Zivilgesellschaft hinterherrennen.“

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DIE ZEIT: Nachwuchs-Mäzene gesucht

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Hamburg hat viele Stiftungen und viele reiche Mäzene. Doch sie werden älter. „Gibt es junge Mäzeninnen und Mäzene, die ihnen nachrücken?“, fragten Kristina Läsker und Oskar Piegsa in der ZEIT. Die Frage lässt sich mit Ja beantworten, denn sie fanden drei junge Menschen, die sie in ihrem Text „Die jungen Milden“ vorstellten: Carolin Schnoeckel, Tochter der Tchibo-Erbin und Unternehmerin Daniela Herz-Schnoeckel, Felix Kroschke, Unternehmenserbe und Leiter der Kroschke Kinderstiftung, sowie Alexis Broschek, der mit Freunden die Hilfsorganisation Aid Pioneers gründete und aus der alteingesessenen Hamburger Familie Broschek stammt. Während Schnoeckel eine Stiftung nach herkömmlichem Muster gründete, äußerten sich die beiden Männer dieser Form gegenüber kritischer. Kroschke haderte mit dem Ewigkeitscharakter: „Er würde heute lieber eine Verbrauchsstiftung gründen, sagt er“, heißt es im Text. Broschek blicke „insgesamt eher kritisch auf den Non-Profit-Sektor. Das schließt Stiftungen ein, die er als sehr langsam erlebe. Man kriege dort auch fast nie Mitarbeitende ans Telefon, weil diese ständig in Workshops und auf Fortbildungen seien.“ Der Beitrag ist in der ZEIT Hamburg vom 27. März 2024 erschienen.

Zur ZEIT

Wirtschaftswoche: Sprengstoff im Detail

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Sollen politisch ausgerichtete Nichtregierungsorganisationen das gleiche Steuerprivileg bekommen wie andere gemeinnützige Organisationen? „Es ist ein Kulturkampf um Geld, Macht und Einflussnahme auf Gesellschaft und Politik, der da unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit zwischen Linken und Bürgerlichen in der Ampel stattfindet“, heißt es in der Wirtschaftswoche vom 22. März 2024. Unter dem Titel „Die Grüne, das Gute und das Geld“ unternimmt Autor Christian Ramthun einen Streifzug durch die politische Debatte um die von Bundesfamilienministern Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen) beabsichtigte Reform. Wer argumentiert mit wem? Besonders interessiert blickt der Autor auf personelle Verbindungen zwischen den in Frage stehenden Organisationen wie beispielsweise Attac mit Bündnis 90/Die Grünen. In seinem Beitrag kommen unter anderem der FDP-Politiker Max Mordhorst und Stefan Diefenbach-Trommer von der Allianz Rechtssicherheit für politische Willensbildung zu Wort, zwei Gegenpole in der Auseinandersetzung.

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Tagesspiegel Ehrensache: Mitmach-Stiftung für Neukölln

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„Die Projekte der Stiftung sind wirklich viele – und ebenso vielfältig“, schreibt Gerd Nowakowski im Newsletter „Tagesspiegel Ehrensache“ vom 20. März 2024 über die Bürgerstiftung Neukölln. Sie ist eine der vier Berliner Bürgerstiftungen und macht den Auftakt zu einer Serie, in der alle vier vorgestellt werden. „Die Neuköllner wollen eine ‚Mitmach-Stiftung‘“ sein“, so Nowakowski. Wer sich engagieren möchte, kann Geld spenden, Pate oder Mentorin für Kinder und Jugendliche sein, beim Trödelmarkt mitmachen, im Chor singen und vieles mehr. Darüber hinaus fördert die Stiftung Projekte im Kiez, vom Erzählcafé über die Obdachlosenhilfe bis zum Fußballturnier.

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MDR: Neuer Fonds für zivilgesellschaftliches Engagement in Ostdeutschland

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Über eine neue Initiative von Unternehmen und Stiftungen berichtete der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) am 13. März 2024: „Die Initiative ‚Zukunftswege Ost‘ will ostdeutschen Vereinen und Projekten finanziell unter die Arme greifen, vor allem in ländlichen Regionen. Denn gerade dort fehle es oft an festen Strukturen und finanzieller Unterstützung aus öffentlichen Kassen. Zentrales Element soll ein Fonds sein, aus dem Projekte bis zu 5.000 Euro erhalten können.“ Schirmherr des Fonds ist der Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Carsten Schneider. Die Förderung soll im Juli 2024 starten, bis dahin sollen eine Million Euro zur Verfügung stehen. Die Initiatoren sind die Stiftung Bürger für Bürger in Halle, die Zeit Stiftung Bucerius in Hamburg, die Cellex Stiftung in Dresden, die Freudenberg Stiftung in Weinheim a. d. Bergstraße und der Bundesverband Deutscher Stiftungen. Sie rufen Unternehmen und weitere Stiftung zur Beteiligung auf.

Zum MDR

NZZ: Demokratiefördergesetz – politische und juristische Bedenken

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Einen sehr kritischen Blick wirft in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) Susanne Gaschke auf das geplante Demokratiefördergesetz. Neben den juristischen Bedenken, ob der Bundestag überhaupt zuständig ist (bürgerAktiv berichtete) referiert sie die Bedenken, dass im gegenwärtigen Vorläufer des Gesetzes, dem Programm „Demokratie leben!“ nur links-grün orientierte Organisationen Zuwendungen bekämen – „Nach erkennbar konservativen Trägern sucht man hingegen vergeblich“ – und dass eine Extremismusklausel fehle, sodass auch der Nähe zum radikalen Islam verdächtige Vereine mit dem Steuergeld gefördert würden. Zum Thema Evaluation stellt Gaschke fest: „(…) auf den ersten Blick ist es ein Widerspruch, dass der Staat seit 2015 so viel Geld in die zivilgesellschaftliche Arbeit ‚gegen rechts‘ investiert – und dass gleichzeitig die in Teilen rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) immer bessere Wahl- und Umfrageergebnisse einfährt. Nützen die Projekte also gar nichts?“ Der Text erschien am 6. März 2024 unter dem Titel „Her mit der Staatsknete ‚gegen rechts‘: Zwei deutsche Ministerinnen wollen mit aller Macht ihr ‚Demokratiefördergesetz‘ durchsetzen“.

Zur NZZ

brand eins / thema: Zugang zu denen mit Geld

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Spenden wirklich sinnvoll investieren: Um das zu ermöglichen, hat das Analyse- und Beratungshaus Phineo gAG untersucht, wie die Arbeit gemeinnütziger Vereine und Nichtregierungsorganisationen wirkt, ein Wirkt-Siegel, eine Wirkungstreppe und ein Kursbuch Wirkung veröffentlicht. „All das soll Spendern Orientierung geben und Empfänger animieren, ihre guten Taten professioneller, effektiver und strategischer zu erbringen“, berichtet Stefan Scheytt im Wirtschaftsmagazin brand eins / thema mit dem Titel „Unternehmensberater 2024“, das am 16. März 2024 erschien. Unter der Überschrift „Robin Hood lebt“ porträtiert er Phineo und schildert, wie sein Vorstand und Mitgründer Andreas Rickert zwischen Start-ups und Millionären Brücken zu schlagen schafft. „Dabei hilft dem 50-Jährigen seine verbindliche, freundliche und zugewandte Art sowie seine Vergangenheit als Berater bei McKinsey, der Bertelsmann Stiftung und der Weltbank. Dass er davor Biologie, Ökologie und Umweltschutz studiert, in Molekulargenetik promoviert und auf diesen Feldern geforscht hat, schadet auch nicht“, stellt Scheytt fest.

Zu brand eins

Süddeutsche Zeitung: Elon Musk klagt gegen Open AI

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Der amerikanische Multimilliardär und Eigentümer des Automobilbauers Tesla hat eine Klage gegen Open AI eingereicht, das Unternehmen, das mit Programmen wie Chat-GPT die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) dynamisiert hat. Open AI war 2015 von Elon Musk, Sam Altman und Greg Brockman als gemeinnützige Organisation gegründet worden. „Sie wollten die KI-Technologie in den Dienst der Menschheit stellen“, schrieb Jannis Brühl in der Süddeutschen Zeitung unter der Überschrift „Musk verklagt Open AI“. „Nun sieht Musk das Prinzip verraten, nicht nur, weil die Open AI-Forschung inzwischen größtenteils geheim stattfindet. Open AI ist teils zu einem kommerziellen Unternehmen geworden. Die Firma hat sich eng an Microsoft gebunden.“ Open AI entwickle nicht nur eine Allgemeine Künstliche Intelligenz, sondern „verfeinere sie auch, um die Profite von Microsoft zu vergrößern statt das Wohl der Menschheit“, zitiert Brühl die Klageschrift. Sein Text erschien am 1. März 2024.

Zur Süddeutschen Zeitung

Böblinger Bote: Berufstätige statt Hausfrauen – Caterer statt Elternengagement

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Über das bevorstehende Ende eines 30-jährigen Elternengagements an einem Gymnasium in Sindelfingen berichtete am 29. Februar 2024 der Böblinger Bote: Die abwechselnd ehrenamtlich kochenden Eltern, die jeden Montag für 140 Schülerinnen und Schüler das Mittagessen zubereiteten, werden nach den Sommerferien wohl von einem Caterer ersetzt werden. Gründe sind dem Bericht zufolge, dass das Schulessen der vier Gymnasien in Sindelfingen vereinheitlicht werden soll und dass es laut Schulleitung schwieriger wird, die „Kocheltern“ zu ersetzen, wenn sie mit dem Ende der Schulzeit ihrer Kinder auch ihr Engagement einstellen. Letzteres ist auch ein Nebeneffekt der veränderten Verhältnisse in den Familien: „Während sich früher überwiegend Hausfrauen an den Kochmontagen beteiligten, sind es heute arbeitende Eltern, die Urlaub nehmen oder Überstunden abbauen“, so Leonie Schüler, die Autorin des Textes „Wenn Ehrenamt nicht erwünscht ist“.

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Frankfurter Rundschau: 50 Jahre GLS Bank

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Kredite für Nachhaltigkeit: In den 1960er Jahren waren sie schwer zu bekommen. Mit einer gemeinnützigen Kredit-Garantiegenossenschaft als Vorläufer gründeten 101 Mitglieder 1974 das erste sozial-ökologische Kreditinstitut gegründet, die genossenschaftliche GLS Bank. Im Beitrag „Eine Bank wird 50“ würdigte Antje Mathez am 8. März 2024 in der Frankfurter Rundschau das Jubiläum mit einer Rückschau. „Das Leitbild der Bank: Sinn vor Gewinn“, erinnert sie. Die Bank startete mit 101 Genossinnen und Genossen – heute sind es 130.000. Der Ausblick ist positiv: „Trotz der multiplen gesellschaftlichen Krisen, die sozial-ökologische Werte in den Hintergrund treten lassen, sieht die GLS Bank ihr Geschäftsmodell nicht in Gefahr.“ Mathez zitiert die GLS-Vorstandschefin Aysel Osmanoglu mit den Worten: „Wir werden gebraucht, gerade jetzt.“

Zur Frankfurter Rundschau

NDR: Klimastiftung muss bleiben – neues Gutachten

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Die Stiftung Klima- und Umweltschutz MV in Mecklenburg-Vorpommern kann nicht aufgelöst werden: Das sagt ein neues Rechtsgutachten, das der Sonderbeauftragte des Landtags, Rechtsanwalt Andreas Urban, vorgelegt hat, wie am 22. Februar 2024 der NDR berichtete. Die Stiftung war 2021 mit Kapital von der Gazprom-Tochter Nord Stream 2 gegründet worden, um den Bau der Erdgasleitung Nord Stream 2 trotz US-amerikanischer Sanktionsdrohungen abzusichern. Sie sollte nach dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine aufgelöst werden. Im Gutachten heißt es jedoch, sie könne ihre verbliebenen Hauptzwecke – Klima- und Umweltschutz – mit ihren 16 Millionen Euro an Kapital weiterhin verfolgen. Andere Auflösungsvoraussetzungen wie die Gefährdung des Gemeinwohls lägen nicht vor. Das Gutachten folgt damit der Rechtsauffassung der Landesregierung. Das Gutachten soll jetzt im Untersuchungsausschuss analysiert werden. (BÜRGERAKTIV berichtete.)

WWW.NDR.DE/NACHRICHTEN/MECKLENBURG-VORPOMMERN/SONDERBEAUFTRAGTER-KLIMASTIFTUNG-MV-KANN-NICHT-AUFGELOEST-WERDEN,KLIMASTIFTUNG210.HTML

Handelsblatt: Stifterverband mit Bildungsinitiative

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Der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft hat die Initiative „Zukunftsmission Bildung“ gestartet. Darüber berichtete am 14. Februar 2024 das Handelsblatt. Der Stifterverband, zu dessen Mitglieder große Unternehmen gehören, plant laut seinem im Bericht zitierten Präsidenten Michael Kaschke ein Bündnis mit Stiftungen, Lehrerverbänden und Bildungsforschern, um bis 2030 die Lücke bei den Lehrkräften bis 2030 zu halbieren, Kooperationen von Schulen mit externen Partnern zu verdreifachen, mehr Hochschulabgänger in den MINT-Fächern zu bekommen und Studierenden mehr digitale Fähigkeiten mitzugeben. Die Initiative sei zumindest auf dem Papier „das ambitionierteste Projekt der deutschen Wirtschaft für die deutsche Bildung seit Jahrzehnten“, schrieb Barbara Gillmann, die Autorin des Beitrags „So will die Wirtschaft das deutsche Bildungssystem retten“. Darin geht es auch um weitere Forderungen nach Reformen, die der Stifterverband erhoben hat. Verbandspräsident Kaschke beklagt in dem Beitrag eine „deutliche Abwehrhaltung“ von Schulpolitikern und Lehrern gegen Quereinsteiger und Partner aus der Wirtschaft. Der Stifterverband verlagere mit der Initiative seinen Schwerpunkt von der Innovation auf die Bildung, schrieb Gillmann.

WWW.HANDELSBLATT.COM/POLITIK/DEUTSCHLAND/ZUKUNFTSMISSION-BILDUNG-SO-WILL-DIE-WIRTSCHAFT-DAS-DEUTSCHE-BILDUNGSSYSTEM-RETTEN/100011239.HTML (+)

taz: Klima-Bewegung des Kapitals

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„Wer oder was bewegt (…) die Menschheit in Richtung Klimaschutz und planetare Nachhaltigkeit?“, fragte Barbara Junge in der tageszeitung (taz), nachdem sie „eine kleine Reise“ gemacht hatte. In London, New York City, Toyota City und Pueblo, Colorado traf sie auf „Klimaaktivisten wie Bill McKibben und überraschend viele Anzugträger, auf glitzernde Bürogebäude und sehr viel Geld“. „Das Kapital hat sich aufgemacht, den Kapitalismus zu reformieren, nicht zuletzt um auch morgen noch gute Geschäfte machen zu können“, stellte Junge fest und berichtete von den Aktivitäten finanzstarker und einflussreicher Akteure wie etwa New Yorks Ex-Bürgermeister Michael Bloomberg oder der Glasgow Financial Alliance for Net Zero (GFANZ), die versucht, weltweit von Unternehmen und Regierungen große Investitionen für den klimagerechten Umbau zu mobilisieren. Junge stellt auch das Investorennetzwerk „Climate 100+“ vor, das Druck auf Investoren ausübt, klimafreundlich zu investieren. Das Feature ist unter dem Titel „Capitalists for Future“ am 11. Februar 2024 erschienen.

TAZ.DE/MILLIARDAERE-UND-INVESTITIONSALLIANZEN/!5990055

Mitteldeutsche Zeitung: Bürgermeister zahlt Heizkosten-Zuschuss für Vereine aus eigener Tasche

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In Gerbstedt in Sachsen-Anhalt zahlt offenbar der Bürgermeister die Heizkostenpauschale für 70 Vereine aus seiner eigenen Tasche. Das berichtete die Mitteldeutsche Zeitung am 15. Februar 2024. Der Bürgermeister habe dies eher beiläufig im Stadtrat erwähnt. Eine weiterführende Recherche in anderen Kommunen habe ergeben, dass eine solche Zahlung andernorts zwar unüblich sei, Spenden aus der eigenen Tasche an Vereine oder Feuerwehren durch die Bürgermeister oder ein Verzicht auf ihnen zustehende Aufwandsentschädigungen zugunsten jener Gemeinnützigen jedoch häufiger vorkämen. Teils spenden oder verzichten die Bürgermeister dem Bericht zufolge aus persönlicher Anerkennung für das Ehrenamt, teils aber auch, weil die Kommunalfinanzen knapp sind wie etwa in der Gemeinde Mansfeld, wo der Bürgermeisterfonds, der auch für Vereine gedacht ist, vor zwei Jahren auf 1500 Euro halbiert wurde. Hier spende der Bürgermeister seine Aufwandsentschädigung von 210 Euro pro Monat an gemeinnützige Vereine, so die Autoren des Beitrags „Wie Bürgermeister in Mansfeld-Südharz Vereine mit privatem Geld retten“, Joel Stuber, Beate Thomashausen, Daniela Kainz und Tina Edler.

WWW.MZ.DE/LOKAL/HETTSTEDT/WIE-BUERGERMEISTER-IN-MSH-VEREINEN-MIT-EIGENEM-GELD-HELFEN-3787585 (+)

Hannoversche Allgemeine Zeitung: Die Köpfe hinter den Demos

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Eine Demo mit hunderttausenden Teilnehmenden – das kann sich sehen lassen. Wer die Köpfe hinter den Massenprotesten sind, mit denen sich dieser Tage immer wieder in großer Zahl Bürgerinnen und Bürger für die freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik und gegen Rechtsextremismus einsetzen, hat die Hannoversche Allgemeine Zeitung gefragt. Sie fand fünf: Christoph Bautz, den Geschäftsführer der Kampagnenorganisation Campact, die Klimaaktivistin Luisa Neubauer von Fridays for Future, die Gründerin der Menschenrechtsorganisation Hawar.help, Düzen Tekkal, den Landesvorsitzenden der Jungen Union Hamburg, Niclas Heins sowie die Leiterin des Kompetenzzentrums für Gemeinwesenarbeit und Engagement im Erzgebirge, Angela Klier. „Die Demonstrationen haben die sonst schweigende Mehrheit der Gesellschaft erreicht“, freut sich Düzen Tekkal. Christoph Bautz warnt, mit Straßenprotesten allein lasse sich die AfD nicht zurückdrängen. Von hinter den Kulissen berichtet er: „Wir erreichen mit unserem Verteiler 3,5 Millionen Menschen, die wir aufrufen können, sich an Protesten zu beteiligen.“ Den Beitrag „Die Mobilmacher“ verfassten Jan Sternberg und Felix Huesmann. Er erschien in der Printausgabe am 5. Februar 2024.

WWW.HAZ.DE

Frankfurter Rundschau: Vorschrift bremst Neugründungen von Stiftungen in Hessen

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Die Zahl neugegründeter Stiftungen in Hessen hat sich 2023 gegenüber dem Vorjahr halbiert, sie sank von 160 auf 78, berichtete unter dem Titel „Stiftungsgründungen nehmen ab – Mindestkapital festgelegt“ die Frankfurter Rundschau. Sie zitierte das Regierungspräsidium Darmstadt: Der Rückgang sei auf die Einführung einer Mindestgrenze von 100.000 Euro für rechtsfähige gemeinnützige und 150.000 Euro für Familienstiftungen als Kapitalausstattung zurückzuführen. Die Mindestgrenze gilt seit 2023. Auch andere Faktoren wie Nachwuchsmangel bei Ehrenamtlichen, die Zinshöhe und auch die Inflation beeinflussen das Geschehen im Stiftungssektor. Der Bericht erschien am 29. Januar 2024.

WWW.FR.DE/HESSEN/STIFTUNGSGRUENDUNGEN-NEHMEN-AB-MINDESTKAPITAL-FESTGELEGT-ZR-92801362.HTML

Handelsblatt: Unzufrieden in Sachen Nachhaltigkeit bei Bank-Zertifikaten

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Anlagezertifikate von Banken, die als nachhaltig gekennzeichnet sind, halten nicht immer, was die Kennzeichnung verspricht. Im Handelsblatt berichtete am 6. Februar 2024 Elisabeth Atzler über die Reaktionen der Finanzinstitute auf eine entsprechende Kritik der Bürgerbewegung „Finanzwende“. Zwar orientierten sich die Banken mit sogenannten PAI Produkten (PAI steht für Principal Adverse Impacts und meint nachteilige Auswirkungen) an der Nachhaltigkeitsklassifizierung der EU. Doch seien diese Kriterien „alles andere als streng“ und somit sehr umstritten, denn: „PAI-Produkte schließen lediglich Finanzierungen mit sehr negativen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit aus. Die Investitionen sollten ‚möglichst keinen Schaden anrichten“, zum Beispiel mit Blick auf Wasser oder Biodiversität, so Atzler. Die DZ BANK, das Spitzeninstitut der genossenschaftlichen Finanzgruppe, habe inzwischen einige Zertifikate aus der Kennzeichnung herausgenommen, beim Sparkassendienstleister Deka seien jedoch noch tausende Zertifikate mit dem zweifelhaften Nachhaltigkeitsetikett versehen. Der Text erschien unter dem Titel „Warum gibt es Streit um Bank-Zertifikate?“.

WWW.HANDELSBLATT.COM/FINANZEN/ANLAGESTRATEGIE/ZERTIFIKATE/NACH-FINANZWENDE-KRITIK-WARUM-GIBT-ES-STREIT-UM-BANK-ZERTIFIKATE/100008333.HTML

MDR: Zwanzig Jahre Bürgerstiftung Leipzig

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Über „20 Jahre Bürgerstiftung Leipzig“ berichtete am 21. Januar 2024 Hartmut Schade im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Mit Projekten wie die „Wunderfinder“ bringt die „Stiftung Bürger für Leipzig“ ehrenamtliche Paten mit Kindern zusammen, um neue Orte zu entdecken. In Erzählcafés geben ältere Leipziger ihre Lebenserfahrungen weiter. „Trotz vieler erfolgreicher Projekte: Ein Ziel verfehlte die Stiftung“, heißt es jedoch in dem Beitrag. „Zum zehnten Geburtstag sollte das Stiftungskapital bei einer Million liegen. Jetzt, zum zwanzigsten, hat man die 500.000-Euro-Marke erreicht.“ Dabei könne sich unsterblich machen, wer einen Stiftungsfonds unter dem Dach der Bürgerstiftung gründet, der den eigenen Namen mit einem guten Zweck verbindet – auf ewig, wie Angelika Kell vom Vorstand der Bürgerstiftung in dem Beitrag erläuterte.

www.mdr.de/mdr-aktuell-nachrichtenradio/audio/audio-2536196.html

Westfalenpost: Ehrenamtskneipe für das Leben im Dorf

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Engagement im ländlichen Raum: In Olpe, einem Ortsteil von Meschede im Hochsauerland (nicht zu verwechseln mit der Stadt Olpe) hat sich ein Verein gegründet, der eine Kneipe betreiben möchte. Grund ist, dass es nach der Schließung des örtlichen Hotels keinen Schankraum mehr gibt. Die neue Kneipe mit dem Namen „StOlperfalle“ soll das Zusammenleben im Ort fördern, aber, so berichtete Frank Wiesemann in der Westfalenpost, es sollen die Gewinne auch für Projekte der örtlichen Vereine eingesetzt werden. „Daher ist der Verein Ehrenamtskneipe Olpe tatsächlich eine weitere Initiative zur Förderung der zahlreichen Anliegen der Gemeinschaften der Orte Olpe und Frenkhausen“, schrieb er. Das Dorf hat rund 680 Einwohner. Der Beitrag erschien unter dem Titel „Ehrenamtskneipe Meschede-Olpe: Diese Schritte sind geplant“ in der Lokalausgabe Meschede der Westfalenpost vom 23. Januar 2024.

www.wp.de/staedte/meschede-und-umland/ehrenamtskneipe-meschede-olpe-diese-schritte-sind-geplant-id241486272.html (+)

Süddeutsche: Nie wieder „wahre Preise“ bei Penny

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Zu teuer, Umweltaspekte egal: Im Sommer 2023 versuchte der Lebensmitteldiscounter Penny, zwei Wochen lang ausgewählte Produkte so teuer zu verkaufen, wie sie eigentlich sind, wenn man die Belastungen einrechnet, die ihre Herstellung für Umwelt und Klima bedeutet. Die Aktion war sehr umstritten (bürgerAktiv berichtete Ausgabe 247 August 2023). Sie werde nicht wiederholt, erklärte das Unternehmen selbst nun auf der Grünen Woche 2024 in Berlin, berichtete am 24. Januar 2024 die Süddeutsche Zeitung. Zwar habe die Kampagne Aufmerksamkeit für Lebensmittelpreise erzeugt. Doch der Verkauf ging bei acht der neun Produkte stark zurück und eine inzwischen ausgewertete Befragung ergab, dass die meisten nicht kaufenden Kunden von den hohen Preisen verschreckt worden waren. Weitere Argumente der Kunden gegen den Kauf: Die Umweltbelastung interessiere nicht und ein Teil der Kunden hatte die Aktion nicht verstanden. „Ein Sprecher von Penny sieht durch die Kampagne bestätigt, dass Kunden anders kaufen, als sie in Umfragen angeben“, so der Autor des Berichts „Warum Pennys Experiment mit ‚wahren Preisen‘ Kunden abschreckte“, Michael Kläsgen.

www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lebensmittelpreise-penny-umwelt-discounter-wahre-preise-1.6337909

DIE ZEIT: Freiwillige im Ausnahmezustand

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„Ein Ehrenamt ist nicht nur gelebte Solidarität, sondern auch ein ökonomischer Kraftakt“, stellten Johanna Jürgens, Marcus Rohwetter und Jonas Waack fest, die unter dem Titel „Sie stopfen die Löcher“ in der Zeit am 11. Januar 2024 unter anderem über die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer berichteten, die beim Hochwasser in Norddeutschland im Einsatz waren. Sie beobachteten Freiwillige bei der Feuerwehr im Ausnahmezustand: „Radtke schätzt, dass ihn sein Ehrenamt pro Woche zwanzig Stunden kostet. Aber dass er mal zwei Wochen am Stück auf der Wache verbringen würde? ‚Hätte ich im Leben nicht geglaubt.‘“. Rechne man hoch, was ehrenamtliche Einsätze kosteten, würden sie mit Durchschnittslöhnen vergütet, auf das Doppelte des Jahresumsatzes, den der Softwarekonzern SAP erziele. Der lag 2022 bei 30 Milliarden Euro. Von „Null Bock“ oder einem „Freizeitpark Deutschland“ wie von Politikern zuweilen geäußert, könne keine Rede sein, schlussfolgerten Jürgens, Rohwetter und Waack.

www.zeit.de/2024/03/freiwillige-feuerwehr-hochwasser-ehrenamt-niedersachsen (+)

Wirtschaftswoche: Ehrenamt als Belastungsprobe – was darf der Arbeitgeber verbieten?

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Schöffen, Feuerwehr, Katastrophenhelfer: Sie sind gesucht, aber nicht jeder Arbeitgeber freut sich über das Engagement seiner Beschäftigten, zumal, wenn es um Freistellung von der Arbeit geht. „Oft gibt es Ärger, weil viele Vorgesetzte, laut Experten, schlecht über Rechte und Pflichten beider Seite informiert sind“, berichtet Nina Jerzy in der Wirtschaftswoche vom 2. Januar 2024. Außerdem seien „selbst wohlmeinende Arbeitgeber“ mit der Bürokratie zuweilen überfordert. Unter dem Titel „Darf der Chef das Ehrenamt verbieten?“ hat sie zusammengetragen, welche Rechte die Ehrenamtlichen haben, wer für die Ausübung des Ehrenamts freigestellt wird und welche Rücksichten auf die Interessen des Arbeitgebers zu nehmen ist – soweit möglich, denn manche Regelungen sind in den Ländern unterschiedlich, der Föderalismus lässt grüßen.

https://www.wiwo.de/erfolg/beruf/engagement-darf-der-chef-das-ehrenamt-verbieten/29565710.html