Kommunale Daseinsvorsorge weiter fassen

    Wer heute öffentlich über das Verhältnis von Daseinsvorsorge und bürgerschaftlichem Engagement redet, will meist wissen: Können Ehrenamtliche Pflegedienste übernehmen, einen Freibadbetrieb aufrechterhalten, ein Theater führen, eine verlässliche Kinderbetreuung garantieren, den unter Druck geratenen Sozialstaat entlasten? Das aber, schreibt Thomas Röbke, greife zu kurz. Der Geschäftsführer des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern fordert, das Verständnis der kommunalen Daseinsvorsorge zu erweitern. Die Daseinsvorsorge müsse die Menschen in die Lage versetzen, die Bürgertugenden von praktischer Vernunft und gemeinschaftlicher Kooperation lernen und leben zu können. Bürgerschaftliches Engagement sei hierbei das wichtigste Übungsfeld, so Röbke auf der 45. Sitzung des Arbeitskreises Bürgergesellschaft der Friedrich-Ebert Stiftung am 29. Juni 2012 in Berlin. Die Ausführungen von Röbke sind in der Reihe “betrifft: Bürgergesellschaft” Nr. 38 erschienen und können kostenlos heruntergeladen werden.

    , Ausgabe 124 Juni 2012