Die Zeit: Protest lieber gegen das System

    Proteste zu organisieren, kann ein mühsames Geschäft sein, auch wenn es auf den ersten Blick nach einem Selbstläufer aussieht. Wie etwa beim G20-Gipfel, zu dem sich internationale Staats- und Regierungschef im Juli 2017 in Hamburg einfinden. Darunter auch US-Präsident Donald Trump. Bis zu 100.000 Demonstranten würden erwartet, schrieb Alexander Tieg in “Radikal egal” in der Zeit. Er besuchte ein Vorbereitungstreffen unter linken Aktivisten in der Hamburger Universität und stellte fest: “Donald Trump? Ist nicht das eigentliche Ziel.” Dass voraussichtlich Menschen in Massen gegen ihn auf die Straßen gehen werden, “stört die Aktivisten nicht”, so Tieg: “Es interessiert sie aber auch nicht. Für sie ist der Gipfel ein Auftakt zum Sturz des gesamten Systems.” Der Text erschien am 16. Februar 2017.

    , Ausgabe 175 Februar 2017