„taz“: Demokratie kostet Geld

Die „taz“ kommentiert am 24.10.2020 die Nachricht, dass die Regierungskoalition sich darauf geeinigt hat, kein Demokratiefördergesetz einzuführen (siehe Rubrik Politk und Staat):  „Die Demokratie ist eine herzerwärmende, eine wunderschöne Sache. Auf Barrikaden in der ganzen Welt erkämpft, in Büchern herbeigesehnt, im Salon erstritten – und in Klassenzimmern eingeübt. Sie ist oft anstrengend, unglaublich konflikthaft, manchmal widersprüchlich. Vor allem kommt und bleibt sie nicht von alleine. Und das kostet nicht immer nur Durchhaltevermögen – sondern auch bares Geld. … So schön die Demokratie auch ist, so fragil ist sie. Ob es dafür genau dieses Demokratieförderungsgesetz braucht, sei dahingestellt. Doch ohne stetige Arbeit an der Demokratie und ohne den Kampf gegen ihre – auch bewaffneten – Feinde bröckelt sie. Und die schönste Liebesbeziehung zerbricht, wenn sie einfach als gegeben hingenommen wird.“

taz.de/…

Ausgabe 216 Oktober 2020
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