taz: Ergebnisse in die Tonne getreten

    Unsaubere Methoden wirft der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Roland Roth den Autorinnen und Autoren des jüngsten Freiwilligensurveys 2014 der Bundesregierung vor, der einen Anstieg des freiwilligen Engagements um 20 Prozent postulierte (bürgerAktiv berichtete und kommentierte). “Das hat vermutlich wenig mit der Realität zu tun”, sagte Roth im Interview mit der tageszeitung (taz). Die Standards für Tätigkeiten, die als freiwilliges Engagement gelten sollten, seien abgesenkt worden. Der Survey wurde erstmals am Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) angefertigt. Die Autoren dort hätten “methodisch exakt das Thema verfehlt”, kritisierte Roth: “Wer, wie das DZA-Team, jedes Nachdenken über den Gemeinwohlbezug freiwilligen Engagements mit dem Hinweis einstellt, das sei zu schwierig und zu kontrovers, muss sich fragen lassen, wozu Wissenschaft dann eigentlich da ist.” Das Interview ist unter dem Titel “Methodisch unzulänglich” am 6. Dezember 2016 erschienen. Die Fragen stellte der freie Journalist Thomas Leif.

    , Ausgabe 173 November-Dezember 2016